China 2055
Um China im Jahr 2055 geht es im Roman „Follower“ von Eugen Ruge. Aber nicht nur. Man ist amüsiert, erschrocken, verstört, verzaubert. Es ist ein sehr ungewöhnliches Buch https://www.perlentaucher.de/buch/eugen-ruge/follower.html
Ich habe den Roman mit Vergnügen gelesen, auch wenn ich einzelne Kritiken verstehe. An seinen früheren Bestseller „In Zeiten abnehmenden Lichts“ kommt der Roman nicht heran.
Der Vorleser
Wenn Sie bei meinem Blog in der Suchfunktion (rechte Spalte) zum Beispiel „lesen“ oder „Literatur“ eingeben, dann erscheinen meine Blog-Hinweise auf dutzende (hunderte?) gelesene Bücher!
Aufgeführt habe ich wirklich nur Bücher, die mich im laufe der letzten Jahre wirklich fasziniert haben. Und ich gebe es zu: manchmal lässt mich mein Erinnerungsvermögen auch etwas im Stich und ich bin nicht mehr sicher, ob ich dieses oder jenes Buch schon mal gelesen habe. Eine kurze Recherche im Auswandererblog genügt, um festzustellen, was ich wirklich vor Jahren (nach 2006) gelesen habe und was nicht. Der Blog ist so etwas wie ein ausgelagerte Festplatte meines Erinnerungsvermögens geworden.
Weil mich der neue Roman „Olga“ von Bernhard Schlink begeistert hat, kam mir auch wieder sein Bestseller „Der Vorleser“ aus dem Jahr 1995 in den Sinn. Ich habe den Roman, der übrigens auch verfilmt wurde, heute (wieder)gelesen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Vorleser
„Olga“
„Mein Lieber, letztes Jahr wolltest Du vor Weihnachten zurück sein, dieses Jahr wollten es die Soldaten. Auf Euch Männer ist kein Verlass.“
http://www.dw.com/de/ein-deutsches-jahrhundert-bernhard-schlinks-neuer-roman-olga/a-42114066

Die spannende Geschichte einer Liebe, verschlungen in die Irrwege der deutschen Geschichte. Bernhard Schlinks neuer Roman ist ein Lesevergnügen!
Kafka am Strand
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Karl-Markus Gauß‘ Rezension dieses Buches des japanischen Kultautors ist eine Abrechnung. Und zwar nicht nur mit dem Buch selbst – „Schmonzette“, voller „Plattitüden“, es geht zu wie in der „schwäbischen Stube Hermann Hesses“, das alles ist „quälend langatmig“ -, sondern auch mit dem „gestrengen Feuilleton“, das hier offenkundig auf einen fatalen postmodernen Blender hereingefallen ist. Wild und ohne Besinnen werfe Murakami hier nämlich alles Mögliche durcheinander, einen Jungen, der zu klug, einen Alten, der zu dumm für die Welt ist, „griechische Tragödie“, „haarsträubende Handlung“, Fantasie und Wirklichkeit, Sex (vielleicht, ganz klar scheint das nicht zu werden) und Sinnfindung. Was immer man zitieren mag aus dieser Kritik, es klingt unfreundlich, sehr unfreundlich. Zwar gelinge es Murakami, seine „Versatzstücke“ miteinander zu „verzahnen“, aber, leider, doch nur nach Art des „Irgendwie“. Nein, kein positives Wort über dieses Buch.

Jonas Lüscher: Kraft
Ein grandioser Roman: witzig, intelligent, ironisch, komisch, böse….ein Lesegenuss!
https://www.perlentaucher.de/buch/jonas-luescher/kraft.html

Bild NZZ Feuilleton 20.9.2017
Während die Welt schlief

Der israelisch-palestinensische Konflikt dauert seit mehr als siebzig Jahren. Verdrängt werden die Nachrichten aus diesem Raum jeweils nur, wenn sich in anderen Weltgegenden noch schrecklichere Flüchtlingsdramen abspielen.
Susan Abulhawa hat als betroffene Palästinenserin einen Roman über diese unendliche Tragödie geschrieben. Über vier Generationen erzählt sie eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, über zerrissene Familien, darüber, was im nahen Osten geschehen ist, währen die Welt schlief!
Ein grossartiges Buch!

„Nicht mit mir“
„Nicht mit mir“ ist ein Roman von Per Petterson:
Klappentext:
Früher waren Jim und Tommy unzertrennlich. Jim, der Gymnasiast, wuchs bei seiner frommen Mutter ziemlich wohlbehütet auf. Tommy lebte bei einem Pflegevater und arbeitete in der Sägemühle. Nun treffen sie einander nach über dreißig Jahren wieder: Tommy hat es in der Finanzbranche zu Wohlstand gebracht, aber der Job ist ihm zuwider. Jim ist Bibliothekar geworden, seit einem Jahr jedoch ist er krankgeschrieben und angelt am Fluss. In unvergesslichen Szenen schildert Petterson die Freundschaft der beiden Männer, ihre Frauen, ihre Einsamkeit, ihre Wut und ihren Trotz.
Tolles Buch! Die Norweger überraschen mich immer wieder! Spannende Lektüre!
Christus kam nur bis Eboli
Man kann ja auch manchmal alte Bücher (wieder) lesen:
Christus kam nur bis Eboli ist der autobiographische Bericht von Carlo Levi über die Zeit seiner Verbannung nach Grassano und Aliano in der süditalienischen Region Lucania.
Der Roman erschien 1945 und machte den Autor weltberühmt. Generationen von Gymnasiasten erfuhren mit dem Buch (und später mit dem Film (1979)) viel über die Zeit des Faschismus, über die Armut und die Nord-Süd-Problematik in Italien.
https://www.nzz.ch/article8JRR5-1.442855
Koala
Den Roman „Koala“ von Lukas Bärfuss habe ich erst jetzt gelesen (ich warte jeweils auf die Taschenbuch oder E-Reader Ausgabe) und bin ziemlich verwirrt. Das meint die NZZ:
https://www.nzz.ch/ein-gruendlich-erklaertes-requiem-1.18256715
Elf Tage in Berlin
Also nicht wirklich. Nur in Gedanken. Mit dem Roman von Hakan Nesser: „Elf Tage in Berlin“. Elf kurzweilige Tage an denen man viel lachen kann, auch wenn es manchmal traurig ist. Ich wünsche viel (Lese-)Vergnügen!
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