Fern im Süden das schöne Spanien…
Die spanische Tastatur und Sprache im Internet-Café in Madrid hat mich überfordert. In San Sebastian war das Wetter zu schön für Bildschirmarbeit.
Zusammenfassend: Spanien hat mich positiv überrascht! San Sebastian ist ein Hype-Badeort geworden mit sauberem Strand und explodierenden Immoblienpreisen wie uns eine Insiderin bestätigte.
Auf dem Land scheint sich die EU-Agrarpolitik positiv auf die Produktion auszuwirken. Jeder mehr oder weniger geeignete Quadratmeter Ackerboden wird agrarisch genutzt. Die La Mancha, früher wohl Steppenlandschaft, ist mit Getreidefelder überdeckt. Bauernhöfe sieht man kaum, aber alles scheint sorgfältig bewirtschaftet zu sein.
Madrid ist eine ausgesprochen saubere Stadt! Liegt es wohl an den zahlreichen Frauen die mit Schaufel und Besen in der Innenstadt für Ordnung sorgen? Fussgängerfreundliche Einkaufsstrassen, Strassencafés (an der Sonne) noch im Dezember und Museen vom Feinsten!
Man weiss es ja, man(n) sollte nicht mit dem Auto in die Stadt fahren, nicht nur wegen den Staus, auch weil man in Madrid Mühe hat den richtigen Weg ins Zentrum und dann wieder den richtigen nach Saragossa zu finden…
Madrid ist eine lange Reise und ein längerer Aufenthalt wert!
San Sebastian an der Atlantikküste
Herbstwanderung
Vous connaissez la dernière blague ? Voilà : „C’est Pinochet qui arrive au paradis“. D’accord, elle est courte, mais elle fait plaisir quand même. (aus Le Monde)
Der Gehülfe
Vor 50 Jahren ist der Bieler Schriftsteller Robert Walser gestorben. Nach Klinikaufenthalten starb Walser auf einem einsamen Waldspaziergang an Weihnachten 1956. Er wird als der grosse Grenzgänger in der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts beschrieben.
Grund genug für mich, seinen Roman „Der Gehülfe“ (wieder) zu lesen. Darin schildert er das Leben eines mittellosen Büroangestellten bei einem erfolglosen Erfinder mechanischer Apparate. Dem Roman werden starke autobiografische Züge zugeschrieben. Ich erinnere mich auch an den Film von Thomas Koerfer (1976).
Robert Walser 1878 -1956; „Der Gehülfe“ (1908) Weitere Infos über Buch und Film
Die Entdeckung der Currywurst
Haben sie schon mal Currywurst gegessen? Nein? Ich auch nicht. Aber ich habe jetzt Lust darauf, nachdem ich die Novelle von Uwe Timm „Die Entdeckung der Currywurst“ gelesen habe. eine raffiniert erzählte Geschichte über ein unspektakuläres Frauenleben aus der deutschen Kriegs- und Nachkriegszeit. Ein Lesevergnügen für kalte Wintertage!
Erschienen im dtv-Verlag
Stade de Suisse
Endlich habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, im neuen Stade de Suisse/Wankdorf ein Meisterschaftsspiel anzusehen. Das Stadion hat mich mehr beeindruckt als der Match. Solardach, Kunstrasen, grosszügige Versorgungsräume…. Châpeau!
Übrigens: Glücklicher Sieg YB’s über Aarau.
Hier der offizielle Matchbericht:
Super League, 19.11.2006
BSC Young Boys – FC Aarau 2:1 (0:0)
Für die Young Boys wurde es heute das erwartet schwierige Heimspiel gegen den sich sehr gut wehrenden FC Aarau. Der Gast machte von Beginn weg die Räume sehr eng und hielt die YB Offensivabteilung lange Zeit in Schach.
Die erste gute Tormöglichkeit kreierten die Young Boys erst kurz vor der Halbzeit. Raimondi konnte dabei nach einem Pass Häberlis alleine Richtung Massimo Colomba ziehen, der Aarauer-Goalie blieb im Duell jedoch Sieger. In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff musste das Team von Martin Andermatt in zwei Szenen das Glück in Anspruch nehmen. Rainer Bieli kam zweimal völlig frei vor YB’s Torhüter Matteo Gritti zum Abschluss ohne zu reüssieren. Sein erster Abschluss landete neben dem Tor, der zweite Versuch an der Torlatte. Dieser Schuss ans Torgestänge war so etwas wie ein Weckruf für die Einheimischen. Nur Augenblicke später scheiterte Häberli nach einer schönen Aktion an Colomba und Tiago verpasste nach einem Corner den Führungstreffer ebenfalls nur knapp. Nach einem weiteren Eckball gelangte der Ball rund 20 Meter vor dem Tor zum eingewechselten Xavier Hochstrasser, welcher den Ball mit einer herrlichen Direktabnahme ins Netz drosch – YB führte 1:0 (66.). Für die Entscheidung war kurz vor Schluss ein weiterer eingewechselter Spieler verantwortlich: Marcos setzte sich im Strafraum gekonnt durch und schlenzte den Ball zum 2:0 ins Tor (85.). Die Gäste kamen in der Nachspielzeit noch zum Anschlusstreffer, als Tiago einen Aarauer Freistoss zum 2:1 Endergebnis ins eigene Tor ablenkte (91.).
Matchbesuch
Wieder mal (nach langer Zeit) ein SCB-Matchbesuch im Allmend-Stadion. SCB gegen Langnau Tigers, Kantonsrivalen-Derby. Ausverkauftes Haus, 17’000 Zuschauer! Bern gewinnt 5:1. Gute Stimmung.
Erstaunlich wie viel Volk so ein Eishockey-Match in Bern mobilisieren kann. Stehplätze sfr.25.-, Sitzplätze sfr. 50.- und mehr, also ein Umsatz von etwa einer halben Million Schweizer Franken, und wie man hört trotzdem hüben und drüben rote Zahlen…
Übrigens: das Rauchverbot im Stadion wird völlig ignoriert, es wird gepafft was das Zeug hält…
CH-Première
Wissen Sie was eine Web-Doku ist? Das ist ein Dokumentarfilm der tagesaktuell entsteht und kapitelweise auf dem Internet mitverfolgt werden kann. Simon Baumann und Andreas Pfiffner, zwei junge Filmemacher aus Biel, haben den ersten in der Schweiz so entstehenden Dokumentarfilm gestartet. Eine echte, spannende und innovative Schweizerpremière!
In dem entstehenden Film wird eine junge, talentierte Band porträtiert, von den ersten Anfängen bis zum Erscheinen ihres ersten Albums. Spannend und unterhaltsam werden die Höhen und Tiefs einer Musikergruppe und ihr Umfeld während dieser Zeit dargestellt. Der Ausgang ist offen!
Die ersten sieben Kapitel des Films sind bereits aufgeschaltet und können hier angesehen werden (klicken!)!
Alle zwei Wochen geht die Geschichte weiter! Man darf gespannt sein! Ich finde die Story sensationell!
„Ä Blues isch wes Suppe rägnet, u nume du hesch ä Gable“
Polo Hofer
Gites de France
Wir waren heute zu Besuch bei der Familie Hans Ineichen in Villefranche d’Astarac. Auf Ihrem ruhigen, schönen Hof mit beeindruckendem altem Eichenbestand, vielen Freilandhühnern und Schafen wird auch eine Ferienwohnung (Gites) für 5 Personen angeboten. Hans Ineichen ist Ingenieur Agronom, war früher für die FAO in Mali tätig und seit mehr als zwanzig Jahren selbständiger Landwirt im Gers.
Reservation ist direkt über Internet oder Telefon 05 62 65 34 75 möglich hier klicken
Über den Tellerrand hinaus
Ob Liebe, Abenteuer oder Karriere – Gründe, die Heimat zu verlassen, gibt es viele: Ein neues Buch porträtiert 20 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.
Rund 600’000 Menschen mit einem roten Pass leben heute im Ausland – Tendenz steigend.
Näheres dazu unter swissinfo
Eishockey
Wieder mal eine kleine Illustration zu meinem Buch „Bauernland“:
“ (—) Aus alten Leintüchern schneiderten unsere Mütter die Leibchen, die wir anschliessend sorgfältig mit Stofffarbe knallgelb färbten. Quer über die Brust wurden gross und fett die Lettern HCS genäht, auf den Rücken kamen die Nummern. Ich war immer die Nummer 8, wie Stammbach, der beste Stürmer vom SCB.
Der HCS war bald regional berühmt. Wir spielten gegen alle Dörfer der Umgebung. Gegen die Vorimholzer verloren wir zwar immer, aber die waren älter, grösser und stärker als wir. Wir haben aber immer schöner gespielt als alle anderen.
Die Pflege unserer Natureisbahn beschäftigte uns fast rund um die Uhr. Der Lyssbach fror nie mehr zu, und wir verbrachten halbe Nächte damit, den Schulhausplatz zu spritzen, damit wir sofort, wenn das Thermometer doch endlich unter null Grad fiel, mit unserer Eishockeymeisterschaft beginnen konnten. Nach jedem Match reinigten wir das Eis sorgfältig mit Stallbesen und Schaufel. Wir waren so besessen davon, wirklich gute Spieler zu werden, dass wir jede unnötige Verkürzung unserer Trainingszeit vermieden und alle lästigen Pflichten in grosser Hast erledigten. Zum sonntäglichen Unterweisungsunterricht in der Kirche legte ich nicht mal mehr die Knieschoner ab (—)“
Näheres in Bauernland






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