Lyssbachstollen
Ich bin am Lyssbach aufgewachsen. Auf der Inselmatt. Der Lyssbach fliesst vor dem Bauernhof, der Gewerbekanal hinten vorbei und bildet damit eine Art Insel. Der Bach ist ein fantastischer Spielplatz, ein ruhiges Gerinne, er kann aber auch zu einem reissenden Strom anschwellen und über die Ufer treten.
Bekanntlich haben die Überschwemmungen in den letzten Jahrzehnten wegen den zunehmenden Bodenversiegelungen laufend zugenommen und in Lyss Millionenschäden verursacht. Dank dem nun eröffneten, 2,5 km langen Hochwasserstollen sollten nach menschlichem Ermessen in Zukunft alle Hochwasserspitzen ohne Probleme verkraftet werden können.
Ich nutze jeden Schweizaufenthalt für eine Lyssbachwanderung.
So sieht das gewaltige Einlassbauwerk zur Zeit aus:
Habakuk
Im Hinblick auf die Solothurner Filmtage ein köstlicher Kurzfilm von Matto Kämpf:
Swiss community
Eigentlich bin ich kein Fan von Schweizervereinen im Ausland. Wir erwarten schliesslich auch immer, dass sich die Ausländer integrieren, die Sprache lernen und sich mit der neuen Heimat beschäftigen und Land und Leute kennenlernen.
So gesehen finde ich auch die Beteiligung von Auslandschweizer-Kandidaten an den eidgenössischen Wahlen reine Folklore. Erstens wird nie einer gewählt (weil zu wenig bekannt) und zweitens sehe ich nicht ein, warum beispielsweise ein Auslandschweizer aus Honolulu besser geeignet sein soll die Probleme des Landes zu lösen, als ein Kandidat aus Ostermundigen…
Dennoch, die Schweiz stellt den Auslandschweizern eine tolle Plattform zur Verfügung, damit die Heimwehschweizer sich auch in der Fremde wie zu Hause fühlen:
Aber sehen Sie selbst!
Der Verdingbub
Ein Film von Markus Imboden
Basierend auf 100’000 wahren Geschichten erzählt der Film in bewegenden Bildern das Schicksal von Max, der als Waisenkind auf einem Bauernhof im Emmental verdingt wird.
Der Film leistet meines Erachtens einen wichtigen Beitrag an die historische Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der schweizerischen Sozialgeschichte.
Gioconda Belli
Ich lese gerne Autobiographien. Insbesondere wenn es um Zeitgenossen geht, Frauen und Männer aus allen Gesellschaftsschichten mit unterschiedlichsten Lebensläufen aus allen Ecken der Welt.
Gioconda Belli stammt aus der Oberschicht Nicaraguas und beteiligte sich ab 1970 am Widerstand der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN gegen die Somoza-Diktatur ihres Landes.
Mit bemerkenswerter Offenheit schildert sie ihre Lebensgeschichte („Die Verteidigung des Glücks“), ihre Zweifel und Hoffnungen als Politaktivistin, ihre Glücksgefühle im Befreiungskampf ihres Landes, ihr Stolz als uniformierte Sandinistin plötzlich an weltgeschichtlichen Ereignissen mitwirken zu können, ihre Enttäuschungen nach dem Sieg der Revolution, ihre alltäglichen Kämpfe als vierfache Mutter, ihre Trauer beim gewaltsamen Tod von vielen ihrer Freunde.
Ich kann nur sagen, sehr bemerkenswert und sehr lesenswert, insbesondere wenn man selber eine Schwäche hat für revolutionäre Romantik und Weltverbesserung.
Und natürlich macht man immer wieder Quervergleiche mit dem eigenen bescheidenen Alltagserfahrungen: Wo war ich beispielsweise am 19. Juli 1979, als die siegreichen sandinistischen Campagneros in Managua einmarschiert sind und warum war ich nicht dabei? Ich war am Raps dreschen auf dem Bleuacker…
Frühling im Dezember
Es summt und brummt in den Blühtenständen unserer Nèfles-Bäumen. Hummeln und Bienen sind an der Arbeit, als wären wir mitten im Mai. Allerdings dürfte es für die wachsenden Früchte schwierig werden, die noch zu erwartenden Januarfröste zu überstehen.
Unsere Neflier stammen wahrscheinlich aus Algerien, weil unserer Hof „La Oueyte“ in den Jahren 1963 bis 2000 im Besitz einer Familie war, die als sogenannte Pied-noir aus Nordafrika nach Frankreich zurückkehren mussten.
Letzte Reise
Captain James Cook war einer der berühmtesten Entdeckungsreisenden des 18. Jahrhunderts. Als Primarschüler habe ich mir ein Bild aus meinem Avanti-Buch eingeprägt, das Cook kurz vor seiner Ermordung auf einer Hawaii-Insel darstellt. Vielmehr wusste ich eigentlich nicht über diesen grossen Weltentdecker.
Nun habe ich den faszinierenden Roman von Anna Enquist „Letzte Reise“ gelesen. Sie erzählt die ganze Familiengeschichte aus der Sicht seiner Ehefrau Elisabeth, die zu Hause in England immer wieder auf ihn warten musste.
Eine packende Geschichte, ein Abenteuerroman und eine Liebesgeschichte in einem. Ich bin begeistert!
Fast möchte man die grossen Schiffsreisen selber machen!
Gruss aus dem Mc Donald
So weit ist es schon gekommen mit uns armen Franzosen:
wenn wir kommunizieren wollen, müssen wir zuerst einen Hamburger fressen.
Seit Donnerstag Abend haben wir wieder mal kein Netz….. Alsatis ist unfähig die Panne zu beheben, sehr ärgerlich! Aber sonst geht es uns gut.
Grüsse aus der Wifi-Zone im McDo!
Das sollten Sie lesen…
„Zu viel Glück“ heisst der letzte Erzählband von Alice Munro. Die Kanadierin gehört zu den bedeutendstsen Autorinnen der Gegenwart und gilt seit Jahren als Kandidatin für den Literaturnobelpreis. Nüchtern und einfach ist ihre Sprache, es passiert nicht viel, und trotzdem, was für Geschichten!
Benzinmotoren
Haben Sie sich auch schon geärgert beim Auffüllen des kleinen Benzintanks ihrer Motorsäge, oder des Rasenmähers, der Gartenhacke, der Motorsense? Warum? Weil diese kleinen Benzinbehälter oft intransparent sind, ist es fast unmöglich, sie aufzufüllen ohne einen Teil des Treibstoffs zu verschütten!
Dabei wäre es doch so einfach: Mit transparenten Benzintanks können die Kleingeräte aufgetankt werden, ohne einen Tropfen Treibstoff zu vergeuden. Stellen Sie sich vor, wieviele Millionen dieser praktischen Helfer im Gartenbau, in der Waldwirtschaft, in privaten Haushalten, in der Landwirtschaft usw. im Einsatz stehen und wieviel Treibstoff gespart werden könnte, wenn beim Auffüllen nichts verschüttet würde.
Ich fordere die Welt auf, Benzintanks nur noch aus transparenten Kunststoffen zu fabrizieren und damit einen grossen Beitrag zu leisten gegen die Vergeudung von nicht erneuerbaren Rohstoffen!
Es geht doch!















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