Ronde des Expos
Regelmässig veranstalten hier ein dutzend Gemeinden gemeinsam eine Kunstausstellung die vornehmlich in den jeweiligen Dörfern und insbesondere vor allem in den jeweiligen (kaum mehr benutzten) Kirchen stattfindet. Eine gute Gelegenheit die Gascogne, verschlafene Dörfer und alte Gotteshäuser zu entdecken!

Kühlende Kompressen
Unsere Solarpanels (nicht zu verwechseln mit unserer Photovoltaik-Anlage) sind für das Warmwasser und im Winter für die Heizung zuständig. Offenbar ist es ihnen in den letzten Tagen zu heiss geworden. Jedenfalls begann die Anlage unangenehme Geräusche zu machen (vergleichbar mit dem Feldschiessen in der Schweiz…), nachdem sie seit sechs Jahren problemlos ihren Dienst tat.
Die kleinen Explosionen haben schlussendlich auch ein Kupferrohr zum platzen gebracht. Die beigezogenen Solar- und Heizungsexperten hatten ihre liebe Mühe herauszufinden, wo der Fehler lag (Solarpumpe? Heizflüssigkeit? Schaltanlage? usw.). Wir haben tagelang die diversen Parameter der (komplizierten) Anlage aufgezeichnet und in der Zwischenzeit die Solarpanels mit kühlenden Kompressen geschützt und dafür kalt geduscht….
Jetzt scheint der Schaden behoben. Beim kleinsten Geräusch halten wir aber immer noch den Atem an….. Langsam haben wir die alten Leintücher wieder entfernt!
Affaire à suivre….

Dazwischen liegen 20 Jahre…
Wie die Zeit vergeht…

… das war gestern mit Selbstauslöser…

… und das war eine Aufnahme von Andri Pol im Facts vor 20 Jahren!
Gleich zwei Osterhasen…
… haben am Morgen früh die Verstecke um unsere Scheune ausgekundschaftet!

Bricoleurs
Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt
Sophie und François haben ihr Eigenheim vor ein paar Jahren selber gebaut. Weil er Kletterlehrer ist und sie Turnlehrerin, haben sie ihr zweistöckiges Wohnzimmer gleich mit einer Kletterwand bis in die Dachfirst ausgestattet. Inzwischen sind drei Kinderlein dazugekommen und im grossen Garten ein Hühnerstall.
Jean-Jaques ist Steinmetz und verliebt in alte schöne Quadersteine. Auf einer Anhöhe baut er in seiner Freizeit seit fünfzehn Jahren an einem exquisiten Rundhaus, das einmal sein Alterssitz werden soll. Allerdings fehlt immer noch die Dachkonstruktion über den schönen Mosaikböden und dem historischen Cheminée.
Geraldine, infirmière, hat mit ihrem Partner, ouvrier agricole, ein einstöckiges, einfaches Einfamilienhaus errichtet. Und weil das so gut gelungen ist, wurde dahinter gleich noch eine mindestens gliech grosse Werkstatt gebaut. Platz hat es ja genug im ländlichen Frankreich; Bauparzellen messen in der Regel mindestens eine halbe Hektare. Inzwischen ist die Partnerschaft der jungen Leute in die Brüche gegangen und Geraldine lebt mit einem neuen Freund in ihrem selber konstruierten Anwesen. Das feudale Portail mit automatischem Türöffner ist zwar nie ganz fertig geworden, aber selbst im Rohbau vermutet man hinter der majestätischen Einfriedung mindestens ein kleines Château und nicht nur ein schlecht isoliertes Einfamilienhäuschen.
„C’est le provisoire qui dure“ gilt ganz besonders für die Do- it-yourself Häuslebauer: wenn mal der Rohbau fertig ist und das Dach über dem Kopf dicht, dann dauert es oft Jahre, bis das Eigenheim auch noch einen Verputz und letzten Anstrich erhält. Ist ja auch verständlich nach der Riesenanstrengung, sein eigenes Traumhaus selber zu bauen. Aber Hand aufs Herz, wir staunen was die jungen Franzosen so alles können! Dabei meinen wir Schweizer doch immer noch, wir hätten dass beste Berufsbildungssytem!
Klar, dass wir unter so vielen Heimwerkern nicht untätig bleiben wollten. Zwar müssen wir nicht neu bauen, aber bei so vielen alten Gemäuern, Balken und Dächern gibt es wahrlich auch für uns genug zu tun. Ohne besondere handwerkliche Vorkenntnisse ist es gar nicht so leicht, eine Badewanne einzubauen, ohne dass die Zu- und Abflüsse „rünnen“ und dass alles im Lot ist. Learning by doing gilt auch für uns. Allerdings wären wir oft schon froh gewesen, etwas mehr über die Installation von elektrischen Leitungen und sanitären Rohren zu wissen, als über das passé simple oder Algebra.
Aber im Notfall können ja immer wieder die Bricoleurs in der Nachbarschaft und die zahlreichen Bricoleurläden in der nahen Umgebung weiterhelfen.
Ruedi und Stephanie Baumann
Schade…
Zugegeben die alte Eiche war durch diverse Stürme in der Vergangenheit schon stark havariert. Aber ich hätte sie trotzdem stehen lassen…

Präsidentengalerie
Die Mairie in unserer kleinen Gemeinde Traversères (81 Einwohner) ist renoviert worden. Selbstverständlich darf das Porträt des aktuellen président de la répulique nicht fehlen. Daneben findet sich auch eine Galerie aller bisherigen Präsidenten.

An die 8 in Farbfotos dargestellten Präsidenten kann man sich noch gut erinnern, mit den anderen 17 seit 1792 hat man (zumindest als Neufranzose) schon mehr Mühe…. 😉
Eine Präsidentin gab es noch nie, und wenn ich an die letzten Wahlen denke, bin ich darüber gar nicht so unglücklich…

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