Marseille
Einen Tag Aufenthalt in Marseille. Das Eindrücklichste? Der Fischmarkt am Vieux port? Das Quartier Le Panier? Das Leben? Die Leute? Die Lebensfreude? Der Hafen? Die historischen Bauten? Der Mistral?
Besucherin porträrtiert Besucher
Gaea Mühlestein hat heute Kathrin und Simon porträtiert. Chapeau! Wenn ich das könnte, würde ich nichts anderes mehr tun….
Bestellungen nimmt entgegen gaea.muehlestein@gmx.ch
Gastronomie
Zur Abwechslung verweise ich heute auf die Menueseite unseres heutigen Küchenchefs. Das Wundermenue auf Tellerwäscher
Rouge sang
Renaud ist zurück mit einem neuen Album: ROUGE SANG. Hat er wirklich Sarkozy als Fascho bezeichnet?
Glücklicherweise sind nicht alle Sänger politisch so naiv wie Johnny Halliday….
Aussereheliches
Ein von zwei Kindern wird inzwischen in Frankreich ausserhalb der Ehe geboren. Die traditionelle Familiengründung ist in Frankreich nicht mehr Mode. 60% der Erstgeborenen stammen von einem unverheirateten Paar, 1965 waren das erst 6%. Sinnvollerweise hat die Regierung jetzt auch die Unterscheidung zwischen enfants „naturel“ und enfants „légitimes“ aufgehoben. Die Bezeichnungen stammten noch aus dem code civil Napoléon von 1804!
Wie ist das eigentlich in der Schweiz? Gibt es die diffamierende Bezeichnung „aussereheliche“ Kinder eigentlich immer noch?
Immerhin, die Ehemüdigkeit in der Grande Nation hat nicht zu einem Geburtenrückgang geführt: mit 1.91 Kindern pro Frau ist Frankreich im zweiten Rang der 25 EU-Staaten!
Blick zurück: Bauernfamilie im Berner Seeland vor 50 Jahren
Kreiselkuriositäten
Der bekannteste und schönste Kreisel auf der Welt ist zweifellos la place de l’Etoile in Paris, mit 12 avenues die auf den imposanten Arc de triomphe münden. Aber daneben soll es weltweit noch etwa 20 000 weitere ronds-points geben, die gestalterisch mehr oder weniger gelungen sind und trotzdem den Privatverkehr am Laufen halten. Man schätzt, dass sich etwa die Hälfte davon allein in Frankreich befinden. Kein Wunder, dass es inzwischen zahlreiche Bücher und Fotoalben darüber gibt (z.Bsp. „Du rond-point au giratoire“, éditions Parenthèses). Inzwischen kann man die französischen rond-point-Kuriositäten auch auf einer Internetseite betrachten…..Photos klicken
Klischees
Während unseren Ferien in der Schweiz war es sehr heiss in der Gascogne, nur einmal habe es kurz geregnet. Das wissen wir aus den E-mails von Séverine, die immer sehr zuverlässig den Garten betreut, wenn wir nicht da sind. Sie hatte also viel zu tun mit Giessen. Séverine hat eine Schwäche für Schweizer Schokolade. Die kleinen Frigörli in der nostalgischen Kartonschachtel mag sie besonders gern. Die sollen wir ihr mitbringen.
Wie es weitergeht steht in der neuen Kolumne auf swissinfo, hier klicken!
137257 Abänderungsanträge…
In der französischen Nationalversammlung hat die Opposition im Zusammenhang mit der vorgesehenen Privatisierung von Gaz de France (GDF) fast 140 000 Abänderungsanträge deponiert. Das soll die regierende UMP dazu zwingen, zu unpopulären Entscheiden ohne Parlamentsbeschlüssen zuflucht zu nehmen. Derweil protestieren die Angestellten von GDF auf der Strasse gegen Privatisierung und gleichzeitig gibt die Firmenleitung Rekordgewinne der staatlichen Energieversorgungsfirma bekannt…. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren? Affaire à suivre.
Innenminister Sarkozy wird höchstpersönlich von Busch empfangen. Ségolène Royal trifft sich mit italiens Ministerpräsident Prodi. Präsidentschaftswahlkampf international!
Djukanovic gewinnt die Wahlen in Montenegro und will sobald als möglich in die EU.
Les écologiste sehen eine gemeinsame Plattform für die Präsidentschaftswahlen vor und Mme Michèle Alliot-Marie (MAM), Verteidigungsministerin, will auch Staatspräsidentin werden.
Der neue Film „Quand j’étais chanteur“ mit Cécile de France und Gérard Depardieu über das Leben eines alternden Musikers kommt in die Kinos.
….. das, und noch viel mehr habe ich gestern im Kabinenradio gehört, während ich meine Felder mit der herse rotatif bearbeitet habe.
Mobile
Nachdem wir uns nach einigen Jahren gut daran gewöhnt haben, dass Mobiltelefone in der France profonde eben nicht überall funktionieren und wir langsam aber sicher von der weltweiten Manie, jederzeit und sofort erreichbar zu sein, abgekommen sind, haben wir vor ein paar Tagen nicht schlecht gestaunt! Plötzlich zeigte ein Handy, das wir im oberen Stock auf der Fenstersimse gegen Süden positioniert haben, um allfällig verirrten Besuchern doch zu ermöglichen, uns ein SMS zu senden, viele Strichli die einen guten Empfang ankündigen. Hat doch plötzlich der berühmte service publique in France dafür gesorgt, dass auch in der dünnbesiedelten Gascogne das Mobilzeitalter unwiderruflich über die einsamen collines und vallées hereinbricht.
Wollen wir uns das jetzt wirklich antun, uns wieder an den Tropf der uneingeschränkten Telefongespräch- und -bild-kultur anschliessen?
Wir zögern noch. Zum Glück kennt (fast) niemand unsere Handynummern!







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