AUSWANDERERBLOG

137257 Abänderungsanträge…

Posted in Comédie française by ruedibaumann on September 13, 2006

In der französischen Nationalversammlung hat die Opposition im Zusammenhang mit der vorgesehenen Privatisierung von Gaz de France (GDF) fast 140 000 Abänderungsanträge deponiert. Das soll die regierende UMP dazu zwingen, zu unpopulären Entscheiden ohne Parlamentsbeschlüssen zuflucht zu nehmen. Derweil protestieren die Angestellten von GDF auf der Strasse gegen Privatisierung und gleichzeitig gibt die Firmenleitung Rekordgewinne der staatlichen Energieversorgungsfirma bekannt…. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren? Affaire à suivre.

Innenminister Sarkozy wird höchstpersönlich von Busch empfangen. Ségolène Royal trifft sich mit italiens Ministerpräsident Prodi. Präsidentschaftswahlkampf international!

Djukanovic gewinnt die Wahlen in Montenegro und will sobald als möglich in die EU.

Les écologiste sehen eine gemeinsame Plattform für die Präsidentschaftswahlen vor und Mme Michèle Alliot-Marie (MAM), Verteidigungsministerin, will auch Staatspräsidentin werden.

Der neue Film „Quand j’étais chanteur“ mit Cécile de France und Gérard Depardieu über das Leben eines alternden Musikers kommt in die Kinos.

….. das, und noch viel mehr habe ich gestern im Kabinenradio gehört, während ich meine Felder mit der herse rotatif bearbeitet habe.

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  1. reto said, on September 13, 2006 at 12:54 pm

    Gewinne privatisieren – Verluste dem Staat.Das ist die Idee einer sozialen Marktwirtschaft. Was Private erledigen können – hat der Staat nichts zu suchen – vom Prinzip her.Nun: „Netz“-Unternehmen haben ökonimisch einen speziellen Status (Eisenbahn, Post, Telekom, Strom usw.). Wenn der Staat initial keine Grundversorgung bauen würde, hätten wir Marktversagen. Niemand würde privat derart hohe Investitionen in Kauf nehmen und ein Netz bauen mit ungewissen Erträgen in Zukunft. In diesem Marktversagen braucht es den Staat. Ob diese initiale Marktintervention die Rechtfertigung darstellt um solche Unternehmen grundsätzlich dem Staat zu überlassen, und somit auch die Monopo-Gewinne einzusteichen, ist eine polititsche Frage.Mein Standpunkt kennst Du: klar liberal. Der Staat stellt hier die Rahmenbedingungen zur Verfügung und dies kostet halt. Das Gewinne von staatlichen – oder halbstaatlichen Unternehmen süsses Gift sind in defizitären Zeiten ist mir schon klar (siehe Gewinne der Nationalbank). Dies verletzt jedoch immer wieder das Prinzip der Wirtschaftsfreiheit. Der Staat schliesst andere (private) Akteure aus. Dass reiche Unternehmer noch reicher werden und dies als ungerecht betrachtet wird, mag sein. Aber es müssen mit anderen Tools soziale Gerechtigkeit geschaffen werden als über Sozialismus über die Hintertür.Gruss vom HSGler….

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  2. Urs Berner said, on September 14, 2006 at 9:34 am

    Es geht nicht darum, ob es ungerecht ist oder nicht, dass reiche Unternehmen immer reicher werden.Die Diskussion um die Nationalbank-Gewinne und deren Verteilung ist pure und lautere Politik und nichts anderes.Was hingegen die Swisscom unter dem Deckmantel der Marktwirtschaft seit Jahren veranstaltet ist ein organisierter Raubzug und Diebstahl am Volk. Es gibt längst keinen Grund mehr, so hohe Gebühren für die Telekommunikation zu verlangen (den Eltern das Geld aus dem Sack zu ziehen, die für ihre Kinder Natels bezahlen müssen). Und diese saufrech und unter dem Schutz der Monopolrente erwirtschafteten Milliardengewinne sollen dann im Ausland verpulvert werden.Wann begreift die Swisscom dass erfolgreiche Marktwirtschaft in Zukunft keine Frage der Grösse sein wird.Dass man dies an der HSG begreifen wird, bleibt wahrscheinlich Illusion

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  3. Simon said, on September 14, 2006 at 11:52 pm

    Ich fordere: Alle Swisscom-Gewinne ab sofort in Kultursubventionen umwandeln!Ein HKBler…

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  4. Urs Berner said, on September 15, 2006 at 12:06 pm

    Ich bin einverstanden und unterstütze diese Forderung sogar, aber nur unter folgender Bedingung: Weder die Politik noch Swisscom bestimmen, was Kultur ist.Warum nicht so: Die EU-Kulturkommission bestimmt, in welche Kanäle diese Gewinne flössen. Eine Einschränkung: Zu Beginn müsste man noch eine Art Verteilschlüssel definieren wonach max 1/3 ins Ausland abflössen, sonst hat man wieder die CH-Politik am Hals… (siehe oben).

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  5. Simon said, on September 15, 2006 at 1:38 pm

    Genau: Abfluss ins Ausland begrenzt und nur wennes Hirschhorn zugute kommt!Schreibt jmd ein Text für eine Initiative damit wirdas bald lancieren können?

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  6. Urs Berner said, on September 19, 2006 at 8:30 pm

    Weiss zwar nicht, weshalb gerade Hirschhorn, aber mir solls recht sein.Apropos Initiativ-Text: Ich habe da wohl mit meiner Anregung eine Katze, die sich selber in den Schwanz beisst, kreiert. Die Politik kann gar nicht ausgeschaltet werden, wenn ein solches Vorhaben gestartet werden soll. Da aber in der Politik traditionellerweise vor allem zwei Eigenschaften (Eigennutz oder Idealismus) vorherrschen, wird das wohl ein steiniger Weg.

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