Chandeleur
Über vierzig Leute drängten sich gestern abend im salle de fête de Traversères (das sind immerhin zwei Drittel der Dorfbevölkerung!). Gefeiert wurde Chandeleur oder eigentlich das fête de crêpes.
Eingeleitet wurde der Gemeindeabend durch einen vielbeachteten Vortrag von Stephanie über die Orchideenvielfalt auf unserer Ferme:
Orchideen-Wiesen…
und jede der 28 Orchideen, angefangen bei der ersten im Februar (Ophrys lupercalis)
bis zur letzten der Saison im Oktober (Spiranthes spiralis):
Fernsehempfang
Der Blitzschlag (coup de foudre) vom letzten August beschäftigt uns immer noch. Neben den meisten anderen elektrischen Hausgeräten mussten wir auch den TV-Apparat inklusive Satellitenadapter ersetzen. Wie zu erwarten war, hat die Allianz-Versicherung keinen Rappen bezahlt („c’est un coup de foudre et pas une incendie…“). Inzwischen haben wir die Versicherung gewechselt.
Zurück zu unserem TV-Empfang. Um die französischen und schweizerischen TV-Programme über unsere Parabolantenne empfangen zu können, brauchen wir ein TV-Gerät mit integriertem Satellitenadapter und Steckplatz für Bezahlkarte für CH-Sender (Common Interface Steckplatz)….
Wie mir überall beschieden wurde, gebe es diese TV-Geräte in Frankreich (noch) nicht.
So haben wir schlussendlich ein Samsung- TV-Gerät aus der Schweiz mitgebracht. Leider ist es mir auch nach tagelangem Üben nicht gelungen, den Apparat so zu programmieren, dass die gewünschten Sender auf meiner Favoritenliste erscheinen….
Gestern war nun ein professioneller TV-Apparate-Monteur hier und hat sein Glück versucht:
Nach viereinhalbstündigem Üben, Suchen und Fluchen ist es auch ihm nur teilweise gelungen, unseren Fernsehempfang befriedigend zu installieren.
Scheisselektronik!
Les Amis de Georges
Nous étions jeunes, nous étions fou… vor 40 Jahren! Wir waren per Autostopp unterwegs nach Spanien. Ein junges Pärchen aus Toulouse hat uns von Montélimar aus in ihrem klapprigen Döschwo mitgenommen. Es war schon tiefe Nacht, als wir am Strand bei Sète im noch sonnenwarmen Sand im Schlafsack übernachtet haben, mit Gitarre, Rotwein, Baguettes und allem drum und dran…. Am frühen Morgen haben uns die Flics geweckt!
Gestern waren wir wieder mal in Sète (nicht im Schlafsack, im Grand Hotel…). Nachtessen bei einem kellnernden Chansonnier. Georg Brassens, Jacques Brél, Moustaki, Aznavour… alles par coeur! Herzerwärmend nostalgisch!
Petit Versailles
Die Zufahrtstrasse zur Domaine de la Oueyte ist vom Dorf aus anderthalb Kilometer lang. Das Strässchen wird auf den letzten 400 Metern auf der Nordseite von 48 stämmigen Eichen und auf der Südseite von einem kleinen Eichenwald eingerahmt. Diese herrschaftliche Eichenallee stand schon ganz zuoberst auf unserer Positivliste, als wir uns vor zehn Jahren entschlossen haben die Ferme zu kaufen.
Inzwischen haben wir den Zufahrtsweg zu unserem „Petit Versailles“ erklärt und pflegen ihn auch dementsprechend. Dieser Pflegeaufwand artet nicht selten in richtige Arbeit aus, namentlich im Herbst wie dem gegenwärtigen, wo die Natur dafür sorgt, dass unsere „Avenue des Champs Elysées“ jeden Morgen dick mit Eicheln übersät ist.
Ich weiss, dass man im Dorf darüber schmunzelt, dass die ordentlichen petit Suisses dort hinten ihren Waldweg täglich mit Schaufel und Besen blitzblank halten, statt wie alle andern zu warten, bis der Postboote mit seinem Fahrzeug oder die anderen automobilen Besucher die Eichenfrüchte so fein zermahlt haben, dass das Mehl beim nächsten Gewitter in den Strassengraben gespült wird…
Da hat sich halt wieder mal der übertriebene helvetische Ordnungssinn gegenüber dem französischen laisser faire durchgesetzt… da kann man nichts machen!
Les Mauvaises Gens
„Les Mauvaises Gens“ ist eine berührende autobiografische Geschichte, erzählt in einem Bilderbuch (bande désinée) von Étienne Davodeau. Es ist die Geschichte seiner Eltern, aufgewachsen zwischen Kirche und Fabrik in der französischen Provinz.
Les Mauges. Une région rurale, catholique et ouvrière de l’ouest français. Les années 50.
Les mauvaises Gens raconte ce désir d’émancipation collective, ses difficultés et ses espoirs.
Une histoire de militants.
Vom gleichen Autor: Rural.
Ich habe (leider) im deutschsprachigen Raum noch nie entsprechende, so liebevoll und einfühlsam gestaltete Comics gesehen. Gibt es das gar nicht?
Reisekosten
Wenn wir in die Schweiz reisen wollen können wir das mit dem Zug, dem Auto oder mit dem Flugzeug tun. Das Dumme ist nur, dass die umweltfreundlichste Variante – mit dem Zug – sehr viel teurer ist als die Variante Flug. Was tun?
















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