Es gibt nichts Schöneres…
… zur Zeit als ein Velotürli bei spätsommerlichen Temperaturen durch die sanfte Hügellandschaft der Gascogne! Farbige Eichenwälder, zart-grüne Farben von keimenden Getreidepflanzen, speckig-glänzende Ackerfurchen, abgeerntete Körnermaisfeldern. Es gibt sie glücklicherweise noch, die intakten Landschaften so weit das Auge reicht…
La Paloma
Les Palombes (Ringeltauben) haben unsere Saatfelder entdeckt…
… kein Problem wenn es nur ein Zwischenhalt ist…
Ich widme ihnen ein berühmtes Lied…
Zweiter Frühling
Unsere Kastanienbäume blühen wieder… zweiter Frühling? Wen wundert’s bei dem frühlingshaften Wetter!
Nomen est omen
Mein Familienname Baumann bedeutet Sämann…
… und der Name ist Programm…
… von früh bis spät habe ich die ganze Woche gesät
… und gesät.
Nomen est omen
Sag ich’s doch!
Feigen trocknen mit Sonnenenergie
So macht es Stephanie:
Frische Feigen pflücken, halbieren und auf ein schwarzes Ofenblech legen. Mit einem Stück Gaze (z.B. alter Vorhang) bedecken, damit die Wespen nicht dran kommen. Ofenbleche auf eine breite Fensterbank stellen. Am Vormittag vors Ostfenster und am Nachmittag vors Südfenster zügeln!
Am 1. Tag:
Nachts kommen die Bleche auf den Küchentisch
Am 2. Tag wird wieder vors Ost- und dann vors Südfenster gezügelt:
Am 3. Tag sind die Feigen der ersten Serie so zusammengeschrumpft, dass die grossen Backbleche frei werden für eine neue Serie:
Nach dem 4. Tag sind die ersten Feigen trocken und können in Gläser gefüllt werden. Die Feigen der zweiten Serie kommen auf kleine Bleche, die grossen Bleche werden mit frischen Feigen gefüllt. Alles wird wie gehabt vom Ost- zum Südfenster und nachts auf den Küchentisch gezügelt und so weiter und so fort, so lange die Sonne scheint.
Die vorläufige Ausbeute am 7. Tag:
Die Wetterprognosen sind gut, Feigen hat es noch in Hülle und Fülle, Confiture ist auch schon gemacht. Also geht’s heute von Neuem los mit Feigen pflücken, halbieren, auf grosses Ofenblech legen etc. etc.
Das Wetter ist durchzogen…
Eigentlich sind wir uns das im Südwesten nicht gewohnt. Ich rede vom Wetter. Es gibt hier üblicherweise in der Sommerzeit während drei Monaten kaum ein Tropfen Regen. Dieses Jahr ist alles anders.
Alle paar Tage gibt es ein Gewitter und die Wiesen und Weiden sind immer noch grün. Kein Wunder, dass ich meine Heuernte nicht verkaufen kann!
Auch die Reben leiden unter der feucht warmen Witterung: der Mehltau trübt die Ernteaussichten.
Heftiges Gewitter
Gestern Abend ist ein heftiges Gewitter über unsere Region gezogen. Um etwa 19 Uhr hat es sich mit einer bedrohlich schwarzen Wolkenbank angekündigt…
Um zehn vor acht hat es erstmals richtig gekracht und sogleich war die Stromversorgung unterbrochen. Ein Blitz hat (wieder einmal) in den Strommast direkt vor unserer Scheune eingeschlagen…
Wie wir heute morgen im Dorf erfahren sind 50’000 Haushalte im Südwesten zumindest vorübergehend ohne Strom.
Der Sturm hat einige grosse Eichen gefällt und zahlreiche Stromleitungen beschädigt. Wir sind glimpflich davongekommen und haben keine grösseren Schäden zu beklagen. Die heruntergebrochenen Äste auf der Hofzufahrt konnten wir schon am Vormittag wieder entfernen.
Allerdings funktioniert die Stromversorgung noch nicht. Das heisst wir versorgen unsere Elektrogeräte (inklusive das Internet) heute und wahrscheinlich auch morgen mit einem kleinen Stromgenerator.
Entschädigt für die Unannehmlichkeiten werden wir mit einem schönen Regenbogen!
Die Photovoltaikanlage kann ich nicht gebrauchen, weil sie mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden ist. Der Stromgenerator macht zwar etwas Lärm, aber funktioniert gut und sorgt dafür, dass die Vorräte in der Gefriertruhe gefroren bleiben..
Marc et Lotti
Il était une fois Marc et Lotti…et leur âne …A l’heure où le pétrole flambe, voici un bel exemple d’écocitoyenneté et d’autonomie…Marc et Lotti vivent leur idéal et nous offre un bol d’air salvateur…L’herbe à l’aise : vente tisane naturelle, herbes aromatiques et laine naturelle – Gers (32) France … située dans le Gers, à 100 kilomètres des Pyrénées. http://www.lherbealaise.com
Sie leben hier ganz in unserer Nähe auf einem kleinen Hof ohne Elektrizität, nur mit Sonnenenergie und Muskelkraft betreiben sie biologischen Kräuteranbau und produzieren und färben Schafwolle mit natürlichen Farben. Sie bringen ihre Erzeugnisse per Velo an die regionalen Bioläden oder per Zug auf den Biomarkt in Toulouse. Marc und Lotti aus der Schweiz, mit ihren zwei Töchtern leben inzwischen auch schon über ein Dutzend Jahre in unserer Nachbarschaft.
Wir haben immer wieder von „les petit suisses“ gehört, haben sie auch mal an einem Dorffest getroffen, aber die gegenseitigen Treffen sind wegen Kommunikationsproblemen immer irgendwie gescheitert. Telefonieren geht nicht, und ihren Hof, versteckt in der Hügellandschaft des Gers muss man auch noch irgendwie finden…
Dank meinem E-Bike habe ich mich nun mal auf die Suche gemacht und mich bis zu ihrem kleinen Paradies durchgefragt.
Ich kann nur sagen, ich bin sehr beeindruckt! Aber sehen Sie selbst:



























1 comment