AUSWANDERERBLOG

Lug und Trug

Posted in Politik by ruedibaumann on Juni 4, 2013

Das Geschäftsmodell der schweizer Banken basiert auf Lug und Trug. Erinnern Sie sich: Geschäfte mit Nazigold, mit Raubgold, nachrichtenlose Vermögen von ermordeten Juden die man still und heimlich eingesackt hat, Geschäfte mit Diktatoren und Schlächtern der Dritten Welt die ihr eigenes Land ausbeuten, Geschäfte mit dem Apartheid Regime in Südafrika und so weiter und so fort.
Nachdem das eine oder andere Verbrechen aufgedeckt wurde, versprach man treu und heilig, sich künftig zu bessern. Der Beschiss ging weiter.
Das Bankgeheimnis wurde jahrzehntelang dazu missbraucht, im In- und Ausland superreichen Steuerbetrügern zu helfen, ihre Einkünfte und Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken.
Und immer gelang es den Banken, der bürgerlichen Mehrheit der Schweiz weis zu machen, ihr Tun und Lassen liege im Landesinteresse. Blochers willfährige SVP wollte das Bankgehimnis sogar in der Bundesverfassung verankern!
Nachdem die UBS vor zwei Jahren wegen ihrer kriminellen Praktiken in den USA nur noch mit Hilfe der Steuerzahler vor dem drohenden Konkurs (to big to fail) gerettet werden konnte, glaubte man landauf landab, jetzt sei nun wirklich dem letzten Bankster klar geworden, dass man sich in der internationalen Geschäftswelt an geltende Gesetze halten muss.
Weit gefehlt, der Beschiss ging weiter. 12 Privatbanken und sogar Kantonalbanken übernahmen schwupp die wupp die sogenannten Abschleicher, Steuersünder die bei einem aufgeflogenen Bankinstitut für ihre Millionen ein neues Versteck suchten.

Wenn man zur Zeit die Diskussionen in den eidgenössischen Räten verfolgt, bekommt man den Eindruck, die Bösen sind die Amis, die unsere harmlosen, rechtschaffenen, lieben Banken bedrohen. Oder die Böse ist Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf, die zuwenig hart mit den Amerikanern verhandelt hat um die „Schweizer Interessen“ zu verteidigen.

Einmal mehr geht vergessen, dass die wahren Schuldigen in den Verwaltungsräten und Teppichetagen der Banken sitzen. Es sind die hemmungslosen Abzocker mit ihren Millionensalären und ihren gradlinigen Verbindungen zu den rechten Parteien die das Debakel verursacht haben. Wetten, dass die reichlichen Schmiergelder der Bankiers an SVP und FDP auch diesmal dazu führen, dass keiner dieser Strategieexperten auch nur einen halben Tag hinter Gittern kommt.

Der Beschiss geht weiter!

Das Spiel ist aus