AUSWANDERERBLOG

Abzockerei in der Landwirtschaft

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 27, 2013

Kleinbauern warnen vor Abzockerei in der Landwirtschaft

27.02.2013 – (lid) – Der Nationalrat muss in der Frühlingssession im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 entscheiden, ob die Obergrenzen für den Bezug von Direktzahlungen beibehalten werden sollen. Die Kleinbauern-Vereinigung warnt: Fallen die Grenzen weg, würden in Zukunft auch Millionäre staatliche Unterstützung erhalten.

Die Direktzahlungen in der Landwirtschaft sind heute unter anderem nach Einkommen, Vermögen und Fläche limitiert oder abgestuft. Der Bundesrat will diese Grenzen im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 aufheben. Der Ständerat hat sich zwar in der letzten Wintersession dagegen ausgesprochen. Doch die vorberatende Kommission des Nationalrats will dem Bundesrat grösstenteils folgen. In der kommenden Frühlingsession wird nun der Nationalrat den Vorschlag beraten.

Der Kleinbauern-Vereinigung sind die Pläne des Bundesrats ein Dorn im Auge: Ein Wegfall der Obergrenzen wäre ein schlechtes Signal an die Bevölkerung. Auch würde die Solidarität innerhalb der Landwirtschaft auf die Probe gestellt. Denn die gesamte Direktzahlungssumme an die Landwirtschaft sei begrenzt. Wenn mehr Direktzahlungen an grosse Betriebe fliessen, muss bei den kleinen und mittleren Bauernhöfen gespart werden, kritisiert die Kleinbauern-Vereinigung. Der Konkurrenzkampf um die Bewirtschaftungsfläche werde dadurch weiter angeheizt.

Heute werden die Direktzahlungen ab einem steuerbaren Vermögen von 800‘000 bis einer Million Franken gekürzt. Liegt das Vermögen bei über einer Million Franken, werden keine Direktzahlungen mehr ausbezahlt. Bei einem steuerbaren Einkommen von 80‘000 Franken bei Alleinstehenden und 130‘000 Franken bei Ehepaaren werden die Direktzahlungen ebenfalls gekürzt.

No Responses Yet

Subscribe to comments with RSS.

  1. Martin said, on Februar 27, 2013 at 9:18 pm

    Halli-Hallo!ich hab‘ es ja immer gehasst, wenn mir jemand „Jammern auf hohem Niveau“ vorwarf. Was läuft denn da ab??? In der Schweiz? Da frage ich mich doch: sollen Subventionen überhaupt noch ausgeschüttet werden, so sie das Existenzminimum der Bewirtschaftenden überschreiten?Vielleicht hab‘ ich das nicht richtig verstanden.Jedenfalls:GrußMartinPS: ich bin von Subventionen abhängig – und würde sie trotzdem lieber abschaffen. Warum ist der Konsument nicht mehr bereit zu bezahlen, was ein hochwertiges Lebensmittel kostet???

    Gefällt mir

  2. RB said, on Februar 28, 2013 at 9:29 am

    Lieber MartinJa, in der reichen Schweiz ist es immer Jammern auf hohem Niveau. Umso mehr vertrete ich die Auffassung, Direktzahlungen sollten mit einer Obergrenze pro Betrieb (z. Bsp 50’000€) begrenzt sein und ab einer gewissen Einkommens- und Vermögensgrenze überhaupt nicht mehr ausbezahlt werden.Das Einkommen der (Klein-)Bauern aber allein über die Lebensmittelpreise abzugelten, würde beispielsweise Milchpreise von 5 €/L und eine Vervielfachung der Getreide, Gemüse, Eier- und Fleischpreise bedingen…Glaubst du wirklich, dass sich das Normalverdiener dann noch leisten könnten?

    Gefällt mir

  3. Haiko said, on Februar 28, 2013 at 12:23 pm

    Wo kann man denn sonst noch besser sparen außer an Lebensmitteln? Jeder versucht doch so günstig wie nur möglich zu leben. Außerdem lassen sich Lebensmittel besser vergleichen bzw. sind einfach präsenter als Strom-/Wasserverbrauch etc.LG, Haiko

    Gefällt mir


Schreibe eine Antwort zu Haiko Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: