AUSWANDERERBLOG

Herbstpanorama

Posted in Bauernland by ruedibaumann on November 20, 2012

Auch wenn Frankreichs Kreditwürdigkeit (wieder mal) von selbsternannten Juroren herabgestuft wurde, bleibt der Herbst goldig und die Nebelschwaden werden sich wieder auflösen… 😉

Après mai

Posted in Comédie française by ruedibaumann on November 19, 2012

Vom Ende einer Geschichte

Posted in Literatur by ruedibaumann on November 18, 2012

Man Booker Prize 2011 für „Vom Ende einer Geschichte“ von Julian Barnes

Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.
Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erwecken plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.

Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt. Brilliant, intelligent, ein seltenes Lesevergnügen!

My home is my castle

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on November 17, 2012

Das gilt nicht nur für Engländer. Hier hat sich ein Franzose eigenhändig seine kleine Burg gebaut…

… und hier dient ein ehemaliger Pigeonnier bald als Eigenheim.

Alles, und noch viel mehr, zu entdecken auf einer kleinen Herbstwanderung in der Gascogne!

Kühe

Posted in Bauernland by ruedibaumann on November 16, 2012

Braunvieh Kühe bei Bolligen, Kanton Bern, Schweiz…

Blonde Aquitaine-Kühe bei Duran, Gers, Frankreich…

Angus/Aubrac-Kühe bei Suberg, Kanton Bern, Schweiz

Abeitsplatz für Geniesser

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 15, 2012

Der été indien strahlt in allen Farben und ich geniesse es!

Unkrautkur (hackstriegeln) auf dem Bohnenfeld…

… im Dienste der Welternährung… 😉

Norwegisches Küchenkonzert

Posted in Comédie française by ruedibaumann on November 14, 2012

François Hollande- sechs Monate im Élysée

Posted in Politik by ruedibaumann on November 12, 2012

Es ist nicht einfach, Präsident der Grande Nation zu sein. Nach seinem Wahlsieg vor einem halben Jahr gegen Nicolas Sarkozy waren die Erwartungen immens. Die Franzosen wollten endlich wieder einen „normalen“ Präsidenten, einer der macht was er sagt und einer der die Probleme löst und nicht nur bewirtschaftet, einer der die Arbeitslosigkeit bekämpft und Stellen schafft und einer der nicht Wasser predigt und Wein trinkt.

Hat François Holland die hohen Erwartungen bisher erfüllt?

Wenn man die Umfragewerte ansieht, dann sicher nicht. Er und sein Premierminister Ayrault haben viel von ihrer anfänglichen Popularität verloren und verlieren weiter.

Aber was wirft man ihm eigentlich vor? Dass er seine Wahlversprechen (60 Engagements!) nicht wahr macht?

Fairerweise muss man ihm und seiner Regierung zugestehen, dass sie vom ersten Tag an Schritt für Schritt ihre über fünfzig Programmpunkte umsetzen:

– die Ministergehälter inklusive sein eigens wurden massiv reduziert
– die Steuern für Superreiche wurden stark erhöht (auf 75% für Einknommen über einer Million)
– für die Volksschule wurden zehntausende neuer Lehrer angestellt
– das alte Atomkraftwerk Fessenheim wird stillgelegt
– zusammen mit Deutschland und einer Reihe weiterer europäischen Staaten wurde eine Finanztransaktionssteuer eingeführt
– die Mindestlöhne wurden angehoben
– ein 20 Milliarden Konjunkturpaket wurde beschlossen
– er sorgt dafür, dass die EU mehr Wirtschaftskompetenzen zugestanden werden
– die leidige Ämterkumulierung der Parlamentarier wird untersagt
– usw. usf.

Eigentlich müsste man mit ihm zufrieden sein. Klar die Grünen sind enttäuscht, dass noch keine Energiewende beschlossen ist, dass die ökologische Steuerreform erst 2016 in Kraft treten soll oder dass der Grossflughafen Notre-Dame-des-Landes in Nantes gegen alle Widerstände gebaut werden soll… und natürlich wirkt François Holland bei seinen Auftritten nicht so selbstsicher und überzeugend wie seinerzeit Sarkozy. Man kann einfach nicht alles haben.

Aber wenn ich die Reformschritte und das Reformtempo mit der Schweiz vergleiche, dann ist die neue sozialistische Regierung atemberaubend schnell!

Es gehört halt einfach zum französischen Staatsverständnis, dass die Regierenden hart kritisiert werden, was immer auch sie tun oder nicht tun.
Le Monde

www.elysee.fr/president

Mort pour la France

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on November 11, 2012

Es gibt in Frankreich etwa 36’000 Gemeinden. Alle haben auf ihrem Dorf- oder Stadtplatz ein „Monument aux Morts“, ein Denkmal auf dem die Toten der letzten beiden Weltkriege namentlich aufgeführt sind. Daneben stehen auch noch die Namen derer, die im Indochina- oder Algerienkrieg gefallen sind. Ich habe mir sagen lassen, dass es in ganz Frankreich nur etwa zwanzig (kleinste) Gemeinden gibt, die kein Monument aux Morts haben.

Jedes Jahr, am 11. November wird in einer schlichten Zeremonie der jungen Leute gedacht, die für Frankreich gestorben sind. Der elfte November 1918 war der Tag, an dem der Waffenstillstand nach dem verlustreichen 1. Weltkrieg beschlossen wurde.

Auch in unserer kleinen Gemeinde Traversères wird heute in einer kleinen Feier der Toten gedacht. Der Maire wird eine kleine Ansprache halten und es wir ein „vin d’honneur“ zu Ehren der Toten ausgeschenkt.

Neun Millionen junge Männer und Frauen sind in den letzten hundert Jahren für Frankreich gestorben. Neun Millionen nicht gelebte Leben. Neun Millionen sinnlos dahingerafft, weil die Politik nicht fähig war, Konflikte friedlich zu lösen oder machthungrige Hetzer rechtzeitig zu stoppen!

Man kann es nicht genug wiederholen: „Nie wieder!“

Mort pour la France

Hallo!

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on November 9, 2012

Seit bald einer Woche zurück in Frankreich… ohne Internetempfang und auch ohne Telefonverbindung! Mit unserem CH-Mobiltelefon kann man natürlich den französischen Störungsdienst nicht anrufen… und dann diese automatischen Beantworter… und diese endlosen Warteschlangen… es ist manchmal zum Verzweifeln.
Nach vier Tagen intensiven Bemühungen und dank dem Hotspot bei unseren französischen Nachbarn haben wir jetzt wieder eine wackelige Verbindung mit dem Rest der Welt!

Dabei hatten wir alle Hände voll zu tun: 20 Hektaren Saatbeetvorbereitung, 20 Hektaren Saat Féveroles (Bohnen), 3260 kg Biosaatgut ausgebracht in 5 cm Tiefe und jetzt in den nächsten Tagen blind striegeln gegen das Unkraut!

Über 20 Stunden Tag und Nacht Traktorfahren, volle Konzentration beim Säen weil Fehler fast ein Jahr lang sichtbar sind und einem ärgern, fast 500 Liter Diesel verbrannt, alles zur Ernährung der Welt ;-)!