Sesselkleber
Im Club des Schweizer Fersehens wurde kürzlich über die Frage diskutiert, ob für Politiker eine Altersguillotine gelten sollte. Um es vorweg zu nehmen, ich bin nicht dieser Meinung. Von mir aus sollen auch Senioren ins Parlament gewählt werden können.
Allerdings bin ich entschieden der Meinung, dass Parteien sich an klare Amtszeitbeschränkungen halten sollten und dass sie die leidige Ämterkumulation verbieten müssen.
Wer nach zwölf (oder sechzehn) Jahren Amtsdauer noch meint, er sei auch in Zukunft unentbehrlich, der verwechselt Eigeninteressen und die Interessen der Demokratie. Die Demokratie lebt vom Wandel! Wem es nach zwölf Jahren noch nicht gelungen ist, seine Anliegen publik oder sogar mehrheitsfähig zu machen, dem wird es auch in den folgenden Amtsdauern nicht gelingen. Zudem werden junge Nachwuchskräfte von der politischen Beteiligung ausgeschlossen.
Wer argumentiert, das Volk sei ja frei, Sesselkleber abzuwählen, der verkennt Entscheidendes: gewählt werden nicht die Wägsten und Besten, sondern die Bekanntesten! Und da haben natürlich Bisherige gegen Newcomer entscheidende Vorteile.
Parteien tun gut daran, die Amtszeit ihrer Mitglieder rechtzeitig, beispielsweise auf zwölf Jahre zu beschränken und für eine vierte Amtsdauer eine höhere Hürde einzubauen (beispielsweise Zweidrittelsmehrheit der Delegierten).
Amtsdauern von zwanzig und mehr Jahren sind für mich jenseits von Gut und Böse! Selbst wenn man gewisse langjährige AmtsinhaberInnen gut findet, überwiegen die Vorteile eines Wechsels!
Undiskutabel finde ich übrigens auch die Ämterkumulation. Wer meint, er könne ein Parlamentsmandat noch mit einem Sitz in einer hauptamtlichen Exekutive kombinieren, der überschätzt sich masslos und beweist nur, dass er die partizipative Demokratie nicht begriffen hat.
Meine Empfehlung (gilt übrigens für Frankreich mindestens so klar wie für die Schweiz): Keine Sesselkleber und Kumulierer wählen!
Heuhandel
Heuhandel, nicht Kuhhandel. Nachdem ich im Herbst vergeblich nach Käufern für meine zahlreichen Heuballen gesucht habe, reissen sich jetzt plötzlich die Kunden um meine letzten Rundballen. Im Aveyron war es letzten Sommer ausgesprochen trocken, so dass jetzt zahlreiche Bauern Futter zukaufen müssen. Mein Heu (Luzerne-Raygras-Mischung) geht weg für 40 € pro Rundballe, das heisst ca. 80 bis 100 €/Tonne.
Der Abtransport mit grossen Lastwagen um die engen Hausecken auf unserer Ferme ist für die Chauffeure jeweils eine besondere Herausforderung…
Teneriffa zum achten…
… und letzten Mal.
Kakteenfrüchte sind für mich etwas Besonderes und in Teneriffa wachsen sie überall. Dass Kakteen Stachel haben wusste ich natürlich, aber dass die feinen „Härchen“ an der Kaktusfrucht so lästige Widerhaken haben und sich in der Haut nur mit Mühe wieder lösen lassen, das wusste ich leider nicht… Das nächste Mal nehme ich Handschuhe mit!
Hasta la vista Teneriffa!
Teneriffa Flugverkehr
Vor 34 Jahren hat sich auf Teneriffa die grösste Flugzeugkatastrophe aller Zeiten erreignet. Dabei kamen 583 Menschen ums Leben, nur 61 Menschen überlebten.
Das war am 27. März 1977 und eigentlich müsste ich mich daran erinnern. Aber ich muss zugeben, dass ich erst hier wieder auf dieses Unglück aufmerksam wurde. Wahrscheinlich passiert auf dieser Welt einfach zuviel Schreckliches um alles zu memorieren.
Wenn man dem regen Flugbetrieb auf dem neuen Flughafen Teneriffa Süd zusieht, ist es ja sogar erstaunlich, dass es nicht mehr Unfälle gibt.
Teneriffa Landwirtschaft
Früher war Teneriffa berühmt für seine Zuckerexporte (Zuckerrohr). Jetzt ist es vor allem die Bananenproduktion die in den Küstenregionen auffällt, während die terassierten Hänge (leider) mehr und mehr aufgegeben werden.
Immerhin gibt es noch kleine Kartoffeläcker, die eben bestellt wurden…
oder gerade erntereif sind (alles am 14. Januar!).
Kein Wunder, dass auch die Mandelbäume in schönster Blüte stehen!
Touristeninsel Teneriffa
In Teneriffa ist immer Frühling. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über angenehm warm.
Kein Wunder , dass dieses Wetter Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Vor allem ältere. Es sind richtige Rentner Ghettos entstanden: Engländer, Deutsche, Iren, Franzosen…
Die Immobilienkrise in Spanien ist aber auch auf Teneriffa spürbar. Viele Bauplätze sind eingestellt und viele Baumaschinen stehen still.
Teneriffa Geologie
Teneriffa ist eine Vulkaninsel. Die Vielfalt der Geländeformen ist beeindruckend! Mich faszinieren die verschiedenen vulkanischen Steinarten. Hier eine kleine Auswahl:
Teide Nationalpark
Der Teide Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und gilt als eine der grössten Touristenattraktionen Spaniens. Zu recht. Die bizarren Farben und Formen der Vulkanlandschaft sind einzigartig. Manchmal hat man fast das Gefühl man sei auf dem Mond. Wir haben ein Auto gemietet um Flora und Fauna in verschiedenen Höhenstufen und Expositionen zu bewundern. Der Teide ist nicht weniger als 3718 m hoch!
Plantagen
Also, Orchideen haben wir bisher kaum gefunden (nur ein paar Rosetten). Dafür hat es interessante Plantagen:
Bananen…
Gurken…
Tomaten usw. usw.
Für schweizerische Verhältnisse ziemlich einfache Gewächshäuser, dafür gross und kostengünstig. In Teneriffa ist es immer angenehm warm, es braucht keine Heizung, keine Belüftung (nur Netze) und genügend Wasser.


























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