AUSWANDERERBLOG

World food situation

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 6, 2011

Wenn man als Weizenproduzent diese Grafiken mit steigenden Preisindizes sieht, müsste man sich im Hinblick auf einen besseren Erlös und Verdienst eigentlich freuen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Da wir für unser Getreide keine Lagerungsmöglichkeiten haben, müssen wir jeweils direkt nach der Ernte verkaufen. Erfahrungsgemäss sind die Preise im Juli/August eher tief.

Wir produzieren Biogetreide. Weil es immer noch relativ wenig Bioproduzenten gibt, ist die Logistik, Reinigung und Lagerung teurer als für die konventionelle Produktion.

Die Düngung darf nicht mineralisch sondern nur organisch sein. Neben Gründüngung mittels Leguminosen (bei uns Luzerne oder Féveroles) kommen nur organische Handelsdünger in Frage (z.Bsp. Granulat aus Hühnerfedern, Knochenmehl usw.). Diese organischen Dünger sind sehr teuer! Wir müssten beispielsweise den Ertrag verdoppeln, nur um die Düngerkosten zu bezahlen. Aus diesen und anderen Gründen verzichten wir meistens auf Handelsdünger und nehmen einen eher bescheidenen Ertrag in Kauf

Zur mechanischen Unkrautbekämpfung habe ich heute versucht, einen ersten Durchgang mit dem Hackstriegel zu machen. Dazu braucht es viel Fingerspitzengefühl, damit die Schäden an der Kulturpflanze nicht zu gross werden.

FAO: World food situation

Und für die Konsumenten sieht es noch einmal ganz anders aus…

Lebensmittel so teuer wie nie