68 Milliarden durchwinken
Die Schweiz sieht sich gern und oft als die beste Demokratie der Welt. Wenn man allerdings als Auslandschweizer etwas näher hinschaut, zeigen sich in diesem schönen Bild zunehmend Risse und dunkle Flecken. Die Schönwetterdemokratie funktioniert offenbar in Krisenzeiten nur schlecht und recht.
In der Schweiz kann über jede Trottoirverbreiterung und jeden Robidog abgestimmt werden, wenn es aber um einen 68-Milliardenbeitrag zur Sanierung einer Grossbank geht, dann hat weder das Volk, noch das Parlament etwas zu sagen! Man stelle sich vor, einige wenige Personen entscheiden darüber, dass die Schweiz praktisch bedingungslos einer maroden Bank mehr als die Summe des ganzen Bundesbudgets eines Jahres überweist! Notabene einer Bank, deren Verwaltungsräte und Manager während Jahren Millionenbeiträge abgezockt haben!
Dass eben diese Bank (und andere) während Jahrzehnten den rechten Parteien, damit diese schön brav weiterhin ihre (Bankgeheimnis-)Interessen vertraten, geheime Zahlungen leistete, macht die Sache nicht besser.
Am 10. Dezember soll ein neues Mitglied der Landesregierung erkoren werden. Wenn es nach den bürgerlichen Parteien geht, bleibt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ein an Altersstarrsinn leidender Multimilliardär und sein ihm ergebener xenophober Handlanger stehen zur Auswahl.
Amerika du hast es besser! Dort durfte das Volk Barack Obama wählen! Bei uns dürfen wir uns wieder jahrelang streiten, ob jedes Dörflein sein eigenes rückständiges Schulsystem behalten, und ob in der Dorfbeiz geraucht werden darf oder nicht….
Von wegen beste Demokratie der Welt.
Wer hat da was von Altersstarrsinn gesagt Herr Baumann!?Grauhaarige Ex-Politiker sollten sich diesbezüglich sehr sehr zurückhaltend äussern.
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Bei der UBS werden durch diesen Kredit 27’000 Mitarbeiter in der Schweiz abgesichert. Die UBS hat über Jahre viele Steuern direkt bezahlt und indirekt über die (kleinen) Mitarbeiter. Die UBS ist massgeblich für den Zahlungsverkehr in der Schweiz verantwortlich. Also bin ich froh, wenn nicht Jeder und auch jeder Halbschlaue in dieser Sache abstimmen darf. Die Auswirkungen eines Neins wären wesentlich grösser für die Allgemeinheit, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.Ob der Barack eine gute Wahl war, wird sich noch erst zeigen müssen. Ich hoffe das im Interesse der USA.Lieber Herr Baumann, die Mehrheit hat nicht immer recht.Herzlich Catherine Beuret
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Zu CB: Ob die 27’000 Mitarbeiter der UBS mit diesem Kredit tatsächlich abgesichert sind, muss sich noch weisen. Es geht darum, wie man eine Krise bewältigt, wie und ob geschickt, flexibel und durchsetzungsfähig die langfristigen Interessen der Bürger vertreten werden (und ob diese Interessen etwas gelten!) oder ob CH-Bürger einfach ungefragt die Geldgeber spielen.Zu PW:Schön und jung und Nichtpolitikerin zu sein ist kein Leistungsausweis. Starre Haltungen von Politikern sollten aber kritisiert werden dürfen.
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