AUSWANDERERBLOG

Bernerplatte aus China

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 10, 2007

Hast du gewusst, dass das wichtigste Gemüse auf der Bernerplatte meistens aus China stammt? Am 5. Februar habe ich über die aus China stammenden Dörrbohnen der Grossverteiler berichtet. Coop hat mir gestern folgende Stellungnahme zugehen lassen:

„Besten Dank für Ihre Frage. Wieso stammen die Dörrbohnen aus China? Ein anderes Ursprungsland als China, welches Dörrbohnen für den Handel produziert, ist uns nicht bekannt. Dieses Produkt wird in der Schweiz zwar in Kleinstmengen hergestellt und ist zuweilen in Quartierläden zu finden. Die vom Schweizer Detailhandel benötigten Mengen sind im Inland hingegen schlichtwegs nicht verfügbar. Wir schätzen den gesamtschweizerischen Markt auf ca 200 t. Geht man von einem Faktor 10 beim Verhältnis Frischgewicht zu Trockengewicht aus (in der Produktion anfallender Ausschuss eingerechnet), dann müssten jährlich bis ca. 2’000 Tonnen frische Bohnen angebaut, geerntet, getrocknet und aussortiert werden, um die Nachfrage des Schweizer Marktes abdecken zu können. Auch fehlen in der Schweiz Trocknungsbetriebe, die diese Mengen bearbeiten könnten – während der kurzen Ernteperiode im Sommer stellt die Verarbeitung zu Dörrbohnen beträchltiche Anforderungen an diese Betriebe.
Die Anbaubetriebe in China liegen in den Provinzen Lanzhou – in der Umgebung der Stadt Zanghye – und Ningxia – in der Umgebung der Provinzhauptstadt Yinchuan.
Ein Verarbeitungsbetrieb ist bspw. Gansu Ganlu dehydrated Vegetables Co. Ltd. in Zanghye.“

Ich bestreite in aller Form, dass 2000 Tonnen frische Bohnen in der Schweiz nicht verfügbar sind! Wir haben vor einigen Jahren in der Schweiz selber jährlich 20 Tonnen Grüne Biobohnen angebaut, bis uns die Verträge wegen angeblichen Überschüssen gekündigt wurden… Der Anbau von 2000 Tonnen Bohnen lässt sich in der Schweiz problemlos sofort organisieren! Angesichts der vielen nicht ausgelasteten landwirtschaftlichen Trocknungsbetriebe kann ich nicht glauben, dass die Verarbeitung der Dörrbohnen ein Problem darstellt!

Übrigens: Die Böden in der chinesischen „Bohnenregion“ Ningxia würden durch „intensive und falsche Nutzung zunehmend an Fruchtbarkeit verlieren“…

Ich bleibe dran…

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  1. fridu said, on Februar 14, 2007 at 3:21 pm

    rüedu tue doch uf china uswandere, dert chaisch de bohne setze bis der d’ohre waggele use ersch no de dumme schwizer verchoufe

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  2. dabizi said, on April 24, 2007 at 12:37 pm

    Sicherlich kriegst du 2000 Tonnen Schweizer Bohnen angebaut, wenn du das unbedingt willst. Fragt sich nur, ob dein Verkaufspreis mit den Chinabohnen auch nur annähernd konkurrenzfähig wäre…

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  3. Peter Kuederli said, on Dezember 22, 2008 at 7:20 pm

    Ich bemuehe mich jedes Jahr, ein paar Pfund gruene Bohnen zu darren aufgefaedelt im Estrich, da diese leider hier (Florida) weder von China noch aus der Schweiz erhaeltlich sind. Schade, aber nicht zu aendern. Nicht mal der bequeme Doerrex ist hier zu finden. Werde wohl eines Tages mal einen aus der Schweiz mitbringen, sollten diese noch erhaeltlich sein.Gruss Peter Kuederli in FloridaPkuederli@cfl.rr.com

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  4. Beat said, on Februar 5, 2009 at 7:43 pm

    Jaja……den alt geliebten Dörexx gibt es noch.Hm……aber ob den die Amis durch den Zoll gehen lassen,bezweifle ich. Gruss Beat wer mich kennt weiss wer ich bin……gelle Peter:-)

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