AUSWANDERERBLOG

Two to Toulouse

Posted in Comédie française, Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 30, 2019
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Ausgezaubert

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 29, 2019

In seiner heutigen Kolumne im „Der Bund“ spricht mir Politgeograf Michael Hermann aus dem Herzen. Die Zauberformel, gemäss welcher der schweizerische Bundesrat seit Jahrzehnten zusammengesetzt sei, gehöre abgeschafft! Und zwar nicht erst in vier Jahren oder so, sondern subito!

„Das stets neue Aushandeln und Anpassen an die veränderten Stärkeverhältnisse nach jeder Wahl ist nicht unschweizerisch, und es gefährdet schon gar nicht die politische Stabilität des Landes, wie es die Verteidiger des Machtkartells aus FDP, SP und SVP in unheiliger Allianz behaupten.

Es liegt in diesen Anpassungen nicht mehr und nicht weniger als der Wesenskern der Demokratie.“

Genau, und das sei weit wichtiger als die persönliche Lebensplanung amtierender Magistraten!

Ich bin überzeugt, damit würde auch ein Krebsübel der schweizerischen Demokratie endlich behoben: die laufend sinkende Stimmbeteiligung! Auch mit dem Risiko, dass eine jetzt gewählte grüne Bundesrätin in vier Jahren wieder abtreten müsste, muss dem Wählerwillen nach so historischen Wahlen jetzt Rechnung getragen werden!

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Die neuen Gesichter der Grünen

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 28, 2019

Beitrag aus dem Blick:

Kilian (Blick)

 

Kilian Baumann (38), Biobauer

Kilian Baumann ist mit Politik aufgewachsen: Seine Eltern sassen beide im Nationalrat, sie für die SP, er für die Grünen; Vater Ruedi Baumann war sogar Präsident der Grünen. Er selbst wollte eigentlich nicht in die Politik einsteigen – mit der Übernahme des elterlichen Hofs im Alter von 21 Jahren hatte Kilian Baumann genug zu tun. Vor fünf Jahren ist er dem Ruf der Politik dann aber doch erlegen: Seither politisiert Baumann für die Grünen im Berner Grossrat.

Als neu gewählter Nationalrat will er sich – natürlich – fürs Klima einsetzen. Wobei er überzeugt ist, dass vom Klimaschutz auch die Bauern profitieren: «Sie sind von Trockenheit, Hangrutschen und Überschwemmungen direkt betroffen.» Umso mehr ärgert es Baumann, dass sich die SVP als Bauernpartei inszeniere, obwohl sie Massnahmen zum Klimaschutz ablehne. Sein Fazit: «Die reichen Herren aus Zürich und Herrliberg machen Politik für die Superreichen – nicht für die Bauern in Bergtälern!»

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Landart

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 27, 2019

SENTIER A P’ART nennt sich der Rundgang hier in Simorre und lädt zu einer schönen Flurbegehung ein. Die Kunstwerke am Wegrand sind eigentlich nur Beilage. Die wahren Landschaftskünstler sind die Bauern, die die einzigartige Landschaft bewirtschaften. Von Woche zu Woche ändern die Farben, Stimmungen und Erscheinungsbilder! Ein schöner Arbeitsplatz übrigens….

 

Dynastie?

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 25, 2019

Mit Dynastien ist das so eine Sache: man bringt sie fast nicht mehr weg (z.Bsp. Martullo-Blocher). Auch die Liga stimmt nicht ganz im unterstehenden Artikel im heutigen Bieler Tagblatt: wenn schon dann lieber Michèlle und Barack Obama…. 😉

 

Dynastie

Wasser predigen und Wein trinken… ;)

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 24, 2019

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Mein Merlot ist gepresst und nun im Gärbehälter. Ohne Pestizide…

Wunschlisten

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 23, 2019

Bieler Tagblatt von gestern

Nach den hunderten Gratulationsmails wird einiges auf die neu gewählten Parlamentarier einprasseln. Schon behauptet der nicht gewählte Präsident des Bernischen Bauernverbandes (SVP, was denn sonst?), Kilian sei ein Hardliner und unter den Bauern schlecht vernetzt…. Die Biobauern zählen offenbar nicht. Weil Kilian die Forderungen des Bauernverbandes (u.a. keine weiteren Biodiversitätsflächen zulassen!) nicht unterschreiben wollte, wurde er als einziger praktizierender Landwirt vom BBV nicht als bäuerlicher Vertreter akzeptiert. Dafür aber der Steuerbeamte Werner Salzmann…

Einsatz für eine grünere Landwirtschaftspolitik wird von vielen bäuerlichen Parlamentarier (Frauen hatte meines Wissens bisher keine darunter) immer gleich als Hochverrat angesehen. SVP-Bauernvertreter sind selbstverständlich in vielen Verwaltungsräten von Fenaco, Milchverbänden, Fleischvermarktungsbetrieben, Banken, Versicherungen usw. vertreten und gelten daher als „vernetzt“. Transparenz über ihre finaziellen Entschädigungen besteht selbstverständlich nicht. Nur nebenbei: der Vizedirektor des Schweizerischen Bauernverbandes hat als VR der Raiffeisenbank während Jahren 170’000 Franken „verdient“.

Zum Glück haben viele Bäuerinen und Bauern nicht mehr SVP sondern grün gewählt.

Es wäre an der Zeit, dass auch der Bernische Bauernverband endlich über die Bücher gehen würde und sich weniger parteipolitisch und mehr im Interesse einer umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft engagieren würde!

 

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 22, 2019

Und wenn das so ist, sind die Eltern sehr stolz und glücklich!

Foto Bieler Tagblatt

So ein Tag, so wunderbar wie gestern!

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 21, 2019

Historische Klimawahl, mehr Oekologie, weniger SVP-Agenda.

Grüne plus 17 Sitze, Oekoparteien zusammen plus 26 Sitze!

Berner Grüne verdoppeln ihre Sitzzahl, von 2 auf 4! Unser Sohn Kilian ist grüner Nationalrat!

Gute Aussichten im zweiten Wahlgang 6 grüne Ständeratssitze zu gewinnen!

Herzliche Gratulation allen Beteiligten!

Wahlen 2019

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 20, 2019

Es Ist Sonntag, 20. Oktober 2019, 11 Uhr, Wahltag in der Schweiz. Um 12 Uhr schliessen die Urnen.
Ich habe in meinem Tagebuch etwas zurückgeschaut. 1982 zum Beispiel, Gemeinderatswahlen in Grossaffoltern. Bekanntgabe der Wahlresultate um 19 Uhr in der Traube in Grossaffoltern: ich bin gewählt mit 514 Stimmen, im fünften Rang im neunköpfigen Gemeinderat.
1986 Wahl von Stephanie und mir in den Bernischen Grossen Rat als schweizweit erstes Ehepaar. Zwei Wochen später verdrängt die Freie Liste (so hiessen die Grünen damals) die FDP aus demRegierungsrat!
1987 fiebere ich den Wahlresultaten der Nationalratswahlen entgegen, die in Bern erst Dienstagmorgen bekannt werden: ich bin als zweiter Ersatz hinter Joy Matter etwas enttäuscht, obschon ich nicht mit der Wahl gerechnet hatte.
Die Grossratswahlen 90 schafft Stephanie glamourös bei der SP, ich eher knapp bei den Grünen.
1991 ist die Ausgangslage für  die NR-Wählen für mich sehr schwierig: drei Bisherige kandidieren wieder bei den Grünen, dazu Leni Robert, die bei den RR-Wahlen abgewählt wurde. In einer Live-Sendung am Lokalradio ExtraBE erfahre ich am Montagabend, dass Lukas Fierz als Bisheriger abgewählt wurde und ich an seiner Stelle als Vierter in den NR einziehen könne! Ich war 43, unsäglich glücklich und auch etwas stolz. Stephanie erreichte ohne hohe Kosten auf der SP-Frauenliste den dritten Ersatzrang und konnte drei Jahre später in den NR nachrücken (die vor ihr platzierten Ruth Dreifuss war inzwischen Bundesrätin und Dori Schär Regierungsrätin!)

Die erste Legislatur in der Grünen Fraktion war geprägt durch den EWR, den ich befürwortete entgegen fast allen anderen.
Die Wahlen 1995 wurden denn auch zum Debakel: die Berner Grünen verloren drei ihrer vier Sitze! Obschon ich davon ausgehen musste abgewählt worden zu sein, erfuhr ich an einer WAK-Sitzung am Montag zusammen mit dem SVP-Wakelkadidat William Wyss über ein Transisterradio von meiner Wiederwahl. Wir gingen spontan ins Café Federal und feierten mit einer Flasche Weisswein! Rosmarie Bär wurde unerwartet abgewählt. Stephanie wurde problemlos wiedergewählt!
1999, ich war inzwischen Präsident der GPS, wurde für mich ein Kinderspiel. Ich würde problemlos wiedergewählt, die Grünen könnten sich erstaunlich halten, obschon ihnen Verluste prognostiziert wurden! Stephanie erzielte einmal mehr ein Spitzenresultat.
2003 und 2007 erzielten die Grünen Bombenresulate (20 Parlamentarier insgesamt) obschon wir nicht mehr antraten 😊.
2011 und 2015 ging es mit den Grünen wieder abwärts (nur noch 11 Mandate).
Jetzt, 2019 kandidiert Kilian zum zweiten Mal (er war dritter Ersatz). Die vorausgesagte grüne Welle (Klimawahl, Frauenstreik) sollte die Grünen wieder zu mehr Mandaten verhelfen! Wir sind gespannt auf das abschneiden von Kilian! Es ist 12 Uhr, die Urnen sind geschlossen.

Es ist 22 Uhr: unglaublich aber wahr: die Grünen holen im Kanton Bern vier Sitze und Kilian wird in den Nationalrat gewählt! Wir gratulieren herzlich und sind stolz auf ihn und seine Familie!👏