Emmerdeur Macron
„Beginnen wir das Neue Jahr mit einem linguistischen Diskurs, der besonders die frankophile Fraktion ansprechen dürfte: Wie lässt sich das schöne französische Verb «emmerder» übersetzen? Schöngeist Macron, der einst einen Jugendlichen zurechtstutzte, der ihn mit «Manu» ansprach, gebrauchte dieses Tätigkeitswort: Er wolle Ungeimpfte bis zum Schluss «emmerder», sagte er dem «Parisien». Der «Tagi» übersetzte den Ausdruck im Print wohlwollend mit «nerven», wechselte online dann aber zu «auf den Sack gehen», der «Financial Times» fiel «piss off» ein. Nun ja – die Fäkal-Dimension sparten sich beide. Keine Frage: Die Heftigkeit der neuen Virus-Welle zu Jahresbeginn war absehbar, in Frankreich genauso wie in der Schweiz. Doch dass Macron, dem man die Balzac-Deklamation rückwärts zutraut, ganz bewusst zu derart deftiger Wortwahl greift, zeigt vor allem eines: Die pandemiebedingte Gereiztheit macht auch vor Kaltblütern nicht halt.
Aber sehen wir als grosse Versteher der lateinischen Seele auch das Positive. Ein «Emmerdeur», ebenfalls wohlwollend übersetzt als «Nervensäge», ist in der dialektischen französischen Wahrnehmung eben auch ein Held. Man erinnere nur an das legendäre Buch «Le guide de l’emmerdeur», das massenhaft Tipps enthält, wie man sich in einem Geist der Revolte gegen Steuergesetze, Restaurant-Abzocken oder Verkehrsrowdys behauptet. Im Herzen bleibt der Franzose eben ein Revoluzzer – ein Emmerdeur der Mächtigen. Da zeigt sich selbst Jupiter Macron zu Beginn seines Wahljahrs volksnah.“
Dirk Schütz, Chefredaktor Bilanz
Übrigens: Macron hat mir aus dem Herzen gesprochen!
Einmal Bauer, immer Bauer…
Das war vor gut 20 Jahren… (Beitrag aus der Rundschau srf)
https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:srf:video:fbcf3a59-295e-4578-9ed5-25e979fa629c

Meret Oppenheim
Kunstmuseum Bern, Mon exposition 22.10.21 – 13.2.22
https://de.wikipedia.org/wiki/Meret_Oppenheim
In Bern ist der Oppenheimbrunnen allen bekannt…


Die Ausstellung im Kunstmuseum Bern ist eine erste grosse transatlantische Retrospektive dieser visionären Schweizer Künstlerin.


Kunstmuseum Basel: Camille Pissarro
Camille Pissarro (1830-1903) gehörte zu den bedeutendsten Künstlern im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Er ist berühmt für seine Darstellungen des französischen Landlebens vor gut hundert Jahren.
https://kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2021/camille-pissarro



Die Welt verändert sich… auch Basel!
Kopenhagener Trilogie
Ich habe die Autobiographie der Dänin Tove Ditlevsen (1917-1976) gelesen. Das heisst, die beiden Bücher „Jugend“ und „Abhängigkeit“. Ergreifendes Porträt einer Frau, Schriftstellerin und Mutter, „geradezu furchterregend ehrlich.“

„Von Tove Ditlevsens Leben zu sprechen, heißt von ihrem Schreiben zu sprechen – und umgekehrt. Ihr Leben war bestimmt durch den Drang, sich literarisch auszudrücken, und ihr umfassendes Werk eine ständige Auseinandersetzung mit ihren Erfahrungen, ihrer Identität. (…)
Sie beschreibt zunächst ihre Kindheit in einer Arbeiterfamilie, die schmerzliche Beziehung zu einer lieblosen Mutter, ein Milieu, in dem sie sich fremd fühlt, Armut und Ängste; nach der Konfirmation die schnell wechselnden Arbeitsplätze im Haushalt und im Büro und schließlich den Durchbruch als Dichterin im Jahre 1939.
Ihre literarischen Erfolge werden überschattet von vier gescheiterten Ehen, zwei Schwangerschaftsabbrüchen, dem permanenten Entfremdungsgefühl im neuen, literarischen Milieu und, wohl als Folge all dessen, schließlich der Flucht in Depressionen und Drogen. Tove Ditlevsen beendet ihr schwieriges Leben durch einen Selbstmord, den sie am Schluss des letzten Bandes ihres autobiografischen Werks beschreibt, womit die Einheit von Leben und Werk mit größtmöglicher Konsequenz vollzogen ist.“
Isaac Newton, Albert Einstein
https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton


„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“








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