Milch verschüttet…
Die zwei obersten Milchbosse der Schweiz haben das Handtuch geworfen und sind frustriert über ihre unloyalen Verbandskollegen zurückgetreten. Ein weiterer Akt im unendlichen Trauerspiel schweizerischer Agrarpolitik. Das Milch- und Grasland Schweiz mit seinen alten, weltberühmten Käsespezialitäten hat es auch nach generationenlangen Irrungen und Wirrungen nicht geschafft, den Produzenten ein einigermassen befriedigendes Einkommen zu ermöglichen.
Immer wieder hat man die Milchbauern zur Solidarität und Selbstbeschränkung aufgerufen… aber damit immer wieder die anderen gemeint… um selber expandieren zu können.
Inzwischen haben bald alle der kleineren Produzenten aufgehört den weissen Saft zu produzieren und die Stalltüre geschlossen. Die Mengen- und Preisprobleme bekam man aber damit nicht in den Griff – ganz im Gegenteil.
Bei der früheren, jahrelangen einzelbetrieblichen staatlichen Milchkontingentierung konnte man wenigstens immer den bösen Staat für die Ungerechtigkeiten verantwortlich machen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Es sind ausschliesslich bürgerliche Bauernvertreter die das Debakel zu verantworten haben. Schliesslich haben sie während Jahrzehnten von den üppigen Verwaltungsratsdantiemen der Milchverarbeiter profitiert (und wetten dass das so weitergeht…).
Bauern sind nicht solidarisch und verhalten sich wie andere KMUs in einer Marktwirtschaft so, dass sie vor allem selber Nutzniesser sind. Selbst wenn es auf Kosten ihrer Berufskollegen geht.
Mein Rezept: Keine Marktinterventionen mehr, Direktzahlungen pro Betrieb plafonieren und an strenge Umwelt- und Tierschutzauflagen binden. Nicht neu, aber aktueller den je!
Wedele
Nachhaltige Energieproduktion ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Wedelen die ich hier produziere dienen später zum Anfeuern der Holzheizung, zum Backen von Holzofenbrot und Pizzas…
Eigentlich könnte ich einen Wedelekurs anbieten, als Beitrag an die schweizerische Energiewende!
Ganz die Schweiz
„Wer spontan und individuell durch die Schweiz reisen will, darf sich mit „Image Problem“ erst einmal auf eine Fragereise machen. Wie die Schweizer die Schweiz eigentlich selber sehen, sehen möchten, oder gar gesehen haben wollen, das haben die beiden bauernschlauen Simon Baumann und Andreas Pfiffner angestellt. Sie bereisen erst die Schweiz und anschliessend die umliegenden Länder mit der hintersinnigen Frage, wie sie denn den Film machen sollen, damit die Schweiz irgendwie gut wegkommt: Dass sie sogar ein wenig von dem Flucht-Geld in den Nachbarländern an Passanten zurückgeben, schafft sicher überall Goodwill, auch für uns Individualreisende.“
(Tages Woche)
Wer den Film bisher verpasst hat. Hier eine Gelegenheit: Noch einmal im Kino – und zwar im ganz grossen: KUFA Kulturfabrik Lyss. Man sagt uns, es gebe auch ein paar Sofas. So muss Kino sein.
Image Problem – Kino KUFA
Am 4. Februar um 19:00
Kulturfabrik KUFA Lyss in Lyss
Japanisches Schlangenstehen
Rücksichtsvoller und disziplinierter als auf schweizerischen Bahnhöfen….
Abzocker
„Seit Jahrzehnten funktioniert Economiesuisse als Lobby der Abzocker, sei es der aktuelle Vasella, sei es der abgetakelte Ospel. Ob Gerold Bührer oder Pascal Gentinetta, stets wieselten die Knechte für ihre Geldherren übers politische Parkett und propagierten den Portemonnaie-Patriotismus. Auch jetzt wieder: Wer die Abzocker-Initiative unterstütze, der schade der Schweiz als Standort fürs grosse, ganz grosse, grösste Geld, so klagen und warnen sie.“
Frank A. Meyer im Sonntagsblick
Klartext
Viviane Reding: EU à la carte gibt es nicht!
Ohne automatische Übernahme von EU-Recht gebe es keine weiteren bilaterale Verträge mehr.
Gut, dass hin und wieder jemand Klartext spricht!
Schiffbruch mit Tiger
Es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch von Yann Martel Schiffbruch mit Tiger gelesen habe.
Weil ich mir fast nicht vorstellen konnte, dass man diese phantastische (und phantasievolle) Geschichte verfilmen kann, haben wir uns nun auch den Film angesehen.
Unter dem Titel Life of Pi läuft der Streifen (in 3D) zur Zeit in den Schweizer Kinos.
Und ich muss sagen: Ang Lee ist ein überraschendes Meisterstück gelungen. Offenbar hat der Regisseur tief in die filmische Trickkiste gegriffen um diese eindrücklichen Tigerszenen auf die Leinwand zu bannen. Chapeau!
Wahr ist, was zwischen dir, dem Leser, und dem Buch passiert. Auch im Film wird versucht, das Ganze nicht nur als reine Abenteuergeschichte darzustellen. Ich bin nicht sicher, ob eine weitergehende Interpretation auch wirklich gelingt.




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