Erntezeit
Tournesol-Ernte in vollem Gang…



Der Herbst steht vor der Türe

La spiranthe d’automne (Spiranthes spiralis), die letzte Orchidee der Saison, hat die Trockenheit der letzten Monate nur schlecht vertragen. Statt zu Hunderten blüht sie dieses Jahr nur vereinzelt ums Haus herum und in den Wiesen.


Frankreich will Pflanzengift Glyphosat verbieten
Im Streit um die Gefährlichkeit des Unkrautvernichters entscheidet die französische Regierung nun im Alleingang gegen Glyphosat.
Gut so, meine ich!
Das ist die Alternative:

Vor der Sonnenblumenernte
Am Montag beginnen wir mit der Ernte der Sonnenblumen! Die Sonnenblumenkerne werden zu Bio-Sonnenblumenöl verarbeitet. Der Rest der Pflanze wird wieder in den Boden eingearbeitet.





Denkmalpflege
Die Renovation der alten Oele in Suberg lässt jetzt schon erahnen, dass hier ein kleines denkmalgeschütztes Bijou wiederentsteht…



„Nicht mit mir“
„Nicht mit mir“ ist ein Roman von Per Petterson:
Klappentext:
Früher waren Jim und Tommy unzertrennlich. Jim, der Gymnasiast, wuchs bei seiner frommen Mutter ziemlich wohlbehütet auf. Tommy lebte bei einem Pflegevater und arbeitete in der Sägemühle. Nun treffen sie einander nach über dreißig Jahren wieder: Tommy hat es in der Finanzbranche zu Wohlstand gebracht, aber der Job ist ihm zuwider. Jim ist Bibliothekar geworden, seit einem Jahr jedoch ist er krankgeschrieben und angelt am Fluss. In unvergesslichen Szenen schildert Petterson die Freundschaft der beiden Männer, ihre Frauen, ihre Einsamkeit, ihre Wut und ihren Trotz.
Tolles Buch! Die Norweger überraschen mich immer wieder! Spannende Lektüre!
Französische Revolution?
Französische Revolution?
Unsere Auswanderer-Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt

Die Schonfrist für den neuen französischen Präsidenten ist vorbei. Nach der sensationellen Präsidenten- und insbesondere Parlamentswahl hat die schwierige und mühsame Regierungsarbeit schon lange begonnen. Und wie zu erwarten war rasseln die Umfragewerte auf der Beliebtheitsskala in den Keller.
Man muss sich das einmal vorstellen, ein 39jähriger Jungspund gründet eine neue Bewegung („En marche“), erobert gegen alle politischen Schwergewichte der staatstragenden Parteien das Präsidentenamt und anschliessend gleich noch eine satte Mehrheit im französischen Parlament!
Er verspricht eine „moralisation“ der politischen Arbeit und setzt seine Versprechen auch gleich um:
- Ende der Doppelmandate für Parlamentarier (cumul des mandats)
- Amtszeitbeschränkung auf drei Wahlperioden (15 Jahre)
- Offenlegung der persönlichen finanziellen Verhältnisse des Politpersonals usw.
Man kommt nicht umhin, sich eine ähnliche Frühlingsputzete auch für das eidgenössische Parlament zu wünschen: Abwahl aller Sesselkleber, Verbot oder zumindest Offenlgung aller Verwaltungsratshonorare und Lobbyistenentschädigungen, Transparenz in der Parteienfinanzierung usw.
Wir wissen, in Frankreich warten gewichtige Gesetzgebungsarbeiten, angefangen beim viel geschmähten „code du travail“ bis hin zur Reform des Rentensystems. Und man wird es dem neuen Präsidenten nicht leicht machen: Alle die etwas verlieren, wollen demonstrativ auf die Strasse gehen: die Gewerkschaften, die Studenten, die „Maires de France“ und die Bauern. Dies aber wohlverstanden erst nach den wohlverdienten Ferienwochen.
Präsident Emmanuel Macron hat aussenpolitisch bisher gute Figur gemacht. Er hat die Wichtigkeit der Europäischen Union wieder ins Zentrum gerückt, er hat dem amerikanischen Präsidenten klipp und klar gesagt, dass nicht America first sondern mit dem Klimaabkommen und den Menschenrechten unser ganzer Planet und die internationale Solidarität Priorität haben müssen.
Wir können nur hoffen, dass die neue französische Revolution erfolgreich sein wird und vielleicht sogar etwas auf die Schweiz abfärbt! Schliesslich war es vor mehr als 200 Jahren die französische Revolution und Napoleon die uns vom Joch der gnädigen Herren befreit haben!
Ruedi und Stephanie Baumann



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