AUSWANDERERBLOG

Trinkwasserqualität

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 6, 2020

Vorläufig kann nur ein Ja zur Trinkwasserinitiative weiterhelfen!

 

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Siehe dazu Bericht im Bieler Tagblatt!

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Wileroltigen

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 31, 2020

Wileroltigen ist eine sehr kleine Gemeinde im Berner Seeland mit 372 Einwohnern. Kaum jemand kennt das kleine Dorf unweit der Autobahn. Einige Bauernhäuser und Eigenheime, keine Kirche, ein Friedhof und an der Gemeindegrenze ein kleiner Autobahnrastplatz.

Weil der Kanton Bern eben bei dieser Rasstätte einen Transitplatz für ausländische Fahrende errichten will, ist nun seit langer Zeit Feuer im Dach: die Gemeinde Wileroltigen will den Transitplatz nicht!

Weil gegen den Grossratsbeschluss das Referendum ergriffen wurde, wird nun am nächsten Abstimmungswochende im Kanton Bern entschieden. Die SVP ist gegen den Transitplatz, der Bernische Bauernverband und die meisten Parteien dafür.

Ich bin in Wileroltigen heimatberechtigt. Aber das ging auch nicht von selbst, ganz im Gegenteil. Einer meiner Vorfahren musste in einem höchstrichterlichen Verfahren Baumann gegen Wileroltigen die Heimatberechtigung 1733 (!) erkämpfen! Die ganze Geschichte hier: https://auswandererblog.ch/2012/04/03/familiengeschichte/

Ich wünsche mir, meine Heimatgemeinde zeigt sich einmal gegenüber den Fremden grosszügig und stimmt für den Transitplatz! Ich möchte auch einmal stolz sein auf meine Heimatgemeinde!

 

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Bodenpreissteigerung 2000%

Posted in Patrimoine et architectures, Politik by ruedibaumann on Januar 30, 2020

Ich habe 1973 in meiner ETH-Diplomarbeit die Bodenpreisentwicklung in der Gemeinde Spreitenbach untersucht und danach sogar im Tagesanzeiger Magazin publiziert (lange ist’s her…). Die Entwicklung dort, die sich in der Zwischenzeit in der Schweiz millionenfach wiederholt hat, war exemplarisch: explosionsartige Bodenpreissteigerungen, ohne Mehrwertabschöpfung durch die öffentliche Hand notabene, Baulandbauern die zu Millionären wurden und mit ihren Landkäufen andererorts dafür sorgten, dass auch landwirtschaftlicher Boden immer teuerer wurde! Weil es keine Vorkaufsrechte für die Gemeinden gibt, ging der sogennannte Agglomerationsgewinn nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die Baulandbauern und ihre Erben.

Alle Anstrengungen, auf Verfassungs- oder Gesetzesebene eine vernünftige Mehrwertabschöpfung zu erlassen, sind seither leider gescheitert (eidgenössisches Raumplanungsgesetz 1976, Stadt-Land Initiative, usw.) und die Bodenpreise steigen munter weiter. Kein Wunder, dass sich in der Schweiz nur eine Minderheit eine eigene Wohnung leisten kann. Hier in Frankreich wohnen immerhin 80% der Leute in eigenen vier Wänden!

Also höchste Zeit, mit einem Ja zur Wohnbauinitiative den Gemeinden ein Vorkaufsrecht auf Bauland einzuräumen, um wenigstens so der Baulandspekulation etwas entgegenzuhalten und den genossenschaftlichen Wohnungsbau überhaupt zu ermöglichen!

Übrigens, in Frankreich gibt es ein öffentliches Vorkaufsrecht der SAFER für Landwirtschaftsland. Folge: Ackerboden ist zehn mal (!) günstiger als in der Schweiz!

 

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Die letzte Terroristin

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Januar 5, 2020

Ich bin kein Krimifan. Aber mit dem  Politikthriller von André Georgi habe ich eine Ausnahme gemacht. Es ist eine spannende Geschichte rund um die deutsche Treuhand, die dritte Generation der RAF und die dramatische Situation nach der Wende in Deutschland. Sehr gut geschrieben, spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Sehr lesenswert!

https://www.suhrkamp.de/buecher/die_letzte_terroristin-andre_georgi_46780.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt

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Der französische Rentensalat

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 1, 2020

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Ich muss zugeben, so richtig begriffen habe ich das französische Rentensystem noch nicht, obschon ich jetzt seit zwanzig Jahren irgendwie daran beteiligt bin. Es ist kompliziert, aber darum wird ja nicht gestreikt. Es gibt in Frankreich 42 verschiedene Branchenlösungen, also quasi ein Rentensystem für jeden einzelnen Beruf.

Als «agriculteur» bin ich Mitglied bei der MSA (Mutualité Sociale Agricole) und bezahle da meine Beiträge für die Altersrente wie für die Krankenversicherung. Diese Beiträge sind verglichen mit der Schweiz sehr moderat: 328 €uros insgesamt pro Monat. Kein Wunder, dass die daraus resultierende Altersrente nach 40 Beitragsjahren sehr bescheiden ausfallen wird: rund 700 €uros pro Monat. Heute nach rund 20 Beitragsjahren würde ich 200 €/Monat erhalten, wenn ich in Rente ginge…. Darum habe ich mich entschlossen, mich erst mit 95 pensionieren zu lassen….

So wie für die Bauern gibt es noch 41 andere «régimes», also Rentensysteme je nach Branche. Wie die im einzelnen funktionieren weiss ich allerdings auch nicht. Ob es sich jeweils um Umlageverfahren wie bei unserer guten schweizer AHV handelt, oder ob es um Kapitalisierung wie in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich glaube das geht den meisten Compatriotes so.

Im Zusammenhang mit dem nun bald einen Monat andauernden Streik ist vor allem vom Rentenalter die Rede: TänzerInnen könnten mit 42 in Rente gehen, «Cheminots» (Bähnler) mit 52 oder 55 usw.

Allgemein spricht man von einem Rentenalter 62 oder von 40 Beitragsjahren, wobei auch der «pénibilité» (Beschwerlichkeit der Arbeit) Rechnung getragen werden soll.

Offenbar fürchten wichtige Berufskategorien wie Beamte, Personal aus dem Gesundheitswesen, LehrerInnen usw. um gewisse Privilegien bei einer Vereinheitlichung des Rentensystems. Allerdings ist zumindest für mich auch völlig unklar, wie hoch die einzelnen Renten künftig ausfallen werden, welche Alterskategorien betroffen sind und wie der Ausgleich zwischen Männern und Frauen und zwischen hohen und tiefen Beitragszahlern geschieht.

Macron hat sich mit dem Versprechen, das Rentensystem in Frankreich zu reformieren sehr viel vorgenommen. Ich kann nur hoffen, dass es ihm gelingt! Seine Neujahrsansprache gestern abend war dazu ein Balanceakt auf hohem Niveau und hohem Seil!

Die Diskussionen in der Schweiz um die Finanzierung der AHV und der beruflichen Vorsorge sind vergleichsweise Nichtigkeiten. Insbesondere mit der AHV haben unsere VorgängerInnen ein Sozialwerk geschaffen, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann! Obschon Frankreich ein Sozialstaat ist und in vielen Belangen der Schweiz weit überlegen: in Sachen AHV könnte Frankreich viel von der Schweiz lernen!

 

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Grüne Landwirtschaftspolitik

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Dezember 21, 2019

Interview im heutigen Schweizer Bauer.

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Mühleberg ist vom Netz…

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 20, 2019

… und das Licht ist nicht ausgegangen! Endlich ist das erste Atomkraftwerk der Schweiz heute abgestellt worden! Danke an alle, die sich Jahrzehnte lang gegen die Atomenergie engagiert haben!

Jetzt müssen die radioaktiven Brennstäbe nur noch eine Million Jahre sicher weggesperrt werden….

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Heute in der Berner Zeitung…

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 16, 2019

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Bundesratswahlen

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 11, 2019

Der Machtpoker der bürgerlichen Parteien hat gespielt, alle BundesrätInnen wurden wiedergewählt (leider auch die schwachen Figuren). Die grüne Kandidatin Regula Rytz wurde nur von den Grünen und der SP unterstützt. Die Grünliberalen haben sich durch ihre Haltung disqualifiziert. Die sogenannte Mitte hat eine grosse Chance verpasst, dem Wählerwillen nach dem historischen Wahlsieg der Grünen Rechnung zu tragen! Ein schwarzer Tag für die schweizerische Demokratie!

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Hinter dem heute noch gewählten Bundesrat der nicht einmal mehr 70% der Wähler repräsentiert stehen die künftigen grünen Bundesrät*innen!

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Politik im Blut

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 6, 2019

Heute steht etwas über Bundeshaus-Dynastien in der Schweizer Illustrierte…

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