AUSWANDERERBLOG

Maibummel im März

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 16, 2014

Wanderungen in der Gascogne sind immer wieder neue Entdeckungsreisen! Seien es pittoreske Heimetli mitten im Ackerland…

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… oder eine Kirche mit farbiger Maria davor… (hier in Saint Elix, Gers)

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… aber noch viel interessanter: alte Stahlrösser in allen Farben und Formen…

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… der erste Massey-Fergusson…

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Fordson…

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Nostalgie pur…

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Rundumsicht auf La Oueyte

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 3, 2014

Nichts als Gegend!

Und im Hintergrund der Pic du midi in der Pyrenäenkette. 360° Rundumsicht auf dem Pic du Midi

Murtener Essgeschichten

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Februar 13, 2014

Anlässlich einer Cousinade haben wir in Murten an einer köstlichen kulinarischen Stadtwanderung teilgenommen. In vier Gängen wurden uns vergnügliche Häppchen aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte serviert.

Murtener Essgeschichten

Sehr zu empfehlen und guten Appetit!

Für Feinschmecker…

..und historisch Interessierte.

Für Weinkenner…

… und für alle Süssen

Wandern im Gers

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 21, 2014

Schöne Winter/Frühlingswanderung um Montaut-les-Créneaux. Quel beau pays!

Wurzeln, racines, roots (mütterlicherseits)

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 20, 2014

Ich bin in den Wintermonaten 2007 meinen Wurzeln (väterlicherseits) etwas nachgegangen.
Dank einer Recherche der bernischen Denkmalpflege über historische Bauten in Suberg kann ich nun auch über meine Ahnen und Urahnen mütterlicherseits etwas ausführlicher berichten.

Dabei beschränke ich mich auf das Bauerndorf Suberg, das inzwischen dank dem Dokufilm „Zum Beispiel Suberg“ schon so etwas wie nationale Bekanntheit erlangt hat.


Plan Suberg 1850

Ich gehe aus vom Chorrichter und Pintenwirt Bendicht Hänni, der seinen Gutsbesitz bei seinem Tod 1826 den beiden Söhnen vermacht hat (die 5 Töchter gingen offenbar leer aus).
Der eine Sohn erhielt die Mühle, der andere damals noch minderjährig (Johannes Hänni, 1810-1864) die Pinte und den Gutsbetrieb.

Um 1830 errichtet Johannes Hänni hinter der alten Pinte den Wohnstock Inselmatt, den eigentlichen Grundstein der heutigen Inselmatt.


Hof Inselmatt um 1960

1839 baut er eine neue Pintenwirtschaft an der Bernstrasse (heute Goldener Krug).

1852 wird die alte strohbedeckte Pinte abgerissen und an deren Stelle eine Scheune erstellt (heute Bodenlabor Hauert).

1864 stirbt Johannes Hänni. Es kommt zur Teilung zwischen den zwei Söhnen. Der jüngere Sohn erhält das Wohnhaus mit Pinte (heute Krug), der ältere Johann Hänni den neu gebauten Wohnstock Inselmatt und 9 Hektaren Land.

Johann Hänni-Gygi erweitert 1864 den Wohnstock zu einem Bauernhaus das fortan als Landwirtschaftsbetrieb Inselmatt geführt wird.

Seit genau 150 Jahren wird somit auf der Inselmatt gebauert!

Johann Hänni-Gygi stirbt jung (1830-1867 bzw. 1887, die Quellen widersprechen sich), so dass seine Witwe Magdalena (29 jährig) plötzlich mit ihrer 5 jährigen Tochter Maria Magdalena allein für den Hof verantwortlich ist.

Zudem ist das Heimet stark verschuldet (Pfandbrief Obligation Zieglerspital Bern).

1884 heiratet Maria Magdalena Simon Röthlisberger von Langnau, Käsermeister in Kosthofen und sie bauern fortan auf der Inselmatt.
1889 wird ihnen Otto Röthlisberger (mein Grossvater) geboren nachdem ein erster Sohn kurz nach der Geburt gestorben ist.

1908 können sie die hohe Pfandobligation an das Zieglerspital zurückzahlen und später auch kleinere Landkäufe tätigen.

Otto Röthlisberger heiratet 1918 Lina Hauser, aufgewachsen bei ihrer Tante Elise Arn, Hutmacherin in Grossaffoltern. Lina Hauser bringt eine kleine Waldparzelle mit in die Ehe.

1. Dezember 1918, Geburt ihrer Tochter Lina Frieda Röthlisberger (meine Mutter).

Nach dem Tod seiner Eltern (1921 bzw. 1923) kann Alleinerbe Otto Röthlisberger den Inselmatthof übernehmen.

Einzelkind Tochter Lina Röthlisberger heiratet 1945 Rudolf Friederich Traugott Baumann (mein Vater) vom nahe gelegenen Kleinbetrieb Post Suberg. Meine Eltern bleiben praktisch zeitlebens Pächter auf der Inselmatt. Durch Zupacht des elterlichen Kleinbetriebes kann kann der Hof etwas vergrössert werden.
Meine Geschwister und ich werden geboren (Kurt* 1946, Ruedi *1947, Ruth *1950).

1972 stirbt Otto Röthlisberger und 1975 viel zu früh mein Vater Rudolf Baumann.

Wir (Stephanie und Ruedi Baumann-Bieri) übernehmen den Hof käuflich und sanieren in den nächsten Jahren sowohl den Wohn- wie den Ökonomieteil des Bauernhauses.
Wir bauern auf der Inselmatt von 1975 bis 2001.

In dieser Zeit wurde der Betrieb durch eine umfassende Güterzusammenlegung (Gesamtmelioration Grossaffoltern) arrondiert und wir konnten auch kleinere Landkäufe tätigen, u.a. Zukauf der alten Oele am Gewerbekanal. 2001 wandern wir nach Südwest Frankreich aus auf den Hof La Oueyte.

Wir verkaufen die Inselmatt unserem jüngeren Sohn Kilian Baumann (*1980) und die alte Oele dem älteren Sohn Simon Baumann (*1979).
Seither bauert Kilian zusammen mit Bettina Roder auf der Inselmatt und Simon hat zusammen mit Kathrin Gschwend in der alten Oele ein Filmatelier eingerichtet.

Fast 200 Jahre Hof- und Familiengeschichte, mit Verästelungen und Verwandtschaften die viel Raum für das Nachdenken über frühere Zeiten offenlassen. Spannende Arbeit an den eigenen Wurzeln…

Moulin a vent

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 15, 2014

Man findet sie oft im Gers: die Ruinen einer alten Windmühle, Zeugen einer Zeit, als noch mit erneuerbaren Energien gearbeitet wurde. Immer stehen sie zu oberst auf einem Hügelzug, schön dem Wind ausgesetzt.
Hier haben wir auf unserem letzten Sonntagsspaziergang die Ruine einer Windmühle in der Gemeinde Pavie, 260 m. ü. M. entdeckt.

Wer hätte vor hundert Jahren gedacht, dass die éoliennes einmal wieder so modern werden würden?

Frühere Entdeckungen

Schönes Land

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 6, 2014

„I love France!“ Unter diesem Titel hat heute Le magazine du Monde einen Bericht veröffentlicht, in dem ausländische Studenten über Frankreich befragt wurden. „Un pays merveilleux“ war die häufigste Antwort, ein Land wo es sich gut leben lässt, wo die Leute engagiert sind, offen und solidarisch. Rundum eine richtige Liebeserklärung an Frankreich!

„Les Français ont une vision de la vie plus équilibrée. En Chine, il faut travailler, travailler… Et on oublie pourquoi on travaille!“ erklärt stellvertretend für viele die chinesische Studentin Lin Xiang.

Ich kann dem nur beipflichten!

Il revient à ma mémoire
Des souvenirs familiers
Je revois ma blouse noire
Lorsque j´étais écolier
Sur le chemin de l´école
Je chantais à pleine voix
Des romances sans paroles
Vieilles chansons d´autrefois

{Refrain:}
Douce France
Cher pays de mon enfance
Bercée de tendre insouciance
Je t´ai gardée dans mon cœur!
Mon village au clocher aux maisons sages
Où les enfants de mon âge
Ont partagé mon bonheur
Oui je t´aime
Et je te donne ce poème
Oui je t´aime
Dans la joie ou la douleur
Douce France
Cher pays de mon enfance
Bercée de tendre insouciance
Je t´ai gardée dans mon cœur

J´ai connu des paysages
Et des soleils merveilleux
Au cours de lointains voyages
Tout là-bas sous d´autres cieux
Mais combien je leur préfère
Mon ciel bleu mon horizon
Ma grande route et ma rivière
Ma prairie et ma maison.

Es war einmal…

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Dezember 21, 2013

… ein Bauerndorf

… aber dann kam der Baggerzahn…

… und die Neuzeit

… und der Wohlstand

Viel eindrücklicher dargestellt im Film „Zum Beispiel Suberg“

Am Wohlensee

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Dezember 18, 2013

Vor bald 100 Jahren (1917 – 1920) wurde hier das Wasser der Aare gestaut und das Wasserkraftwerk Mühleberg gebaut. Dabei wurden 300 Hektaren Land unter Wasser gesetzt.
Entstanden ist eine einzigartige Fluss- und Seenlandschaft, ein Naherholungsgebiet par Excellence!

Schutzverband Wohlensee

Leipzig

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Dezember 9, 2013

Im Herbst 1989 war die Nikolaikirche in Leipzig zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR mit dem anschließenden Mauerfall in Berlin am 9. November 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990.

Jetzt ist schon bald wieder ein Vierteljahrhundert vergangen, und die DDR ist nur noch bei älteren Menschen wirklich präsent. Es wird gebaut und renoviert was das Zeug hält.

Viel weiter zurück erinnert das protzige Völkerschlachtdenkmal. 600’000 Soldaten waren 1812 an der bis zu den Weltkriegen wohl grössten Schlacht beteiligt. 92’000 Soldaten starben und Napoleon Bonaparte erlitt eine entscheidende Niederlage.