Der Goalie bin ig
Das chame so säge, wöu Junkies hüete, isch für töu Puren eifach e Betriebszweig meh, die einte hei Chäubermascht und Raps und angeri hei Bärgchäs und Geissen und töu nähme Junkies. Subväntioniert isch aues.
Es kommt oft vor, dass ich mir nach einem guten Buch noch – falls vorhanden – den Film ansehe. Ich bin jeweils gespannt, wie ein Roman filmisch umgesetzt wird. Beim „Der Goalie bin ig “ von Pedro Lenz war es umgekehrt: ich habe zuerst den guten Film gesehen und dann erst das köstliche Buch gelesen. Mit grösstem Vergnügen!
Der Goalie bin ig
Toller Film, nach dem Bestseller von Pedro Lenz
Fast so gut wie „Zum Beispiel Suberg“… 😉
Der erste Mensch
«Inszeniert wie ein Roman, enthält ‹Der erste Mensch› eine bewegende Autobiographie der algerischen Kindheit Albert Camus´: das intimste Selbstzeugnis, das der diskrete und scheue Autor hinterlassen hat.» (Der Spiegel) «Ein überwältigendes posthumes Comeback.» (FAZ) Gespiegelt in der Figur Jacques Comery erzählt Camus von seiner Kindheit, die er mit seiner fast tauben, analphabetischen Mutter und einer dominanten Großmutter im Armenviertel Algiers verbringt. Auf der Suche nach einer Vaterfigur beginnt er, über die eigene Herkunft zu reflektieren. [Das handgeschriebene Manuskript wurde bei dem tödlichen Autounfall Camus’ in seiner Mappe gefunden.
Mich hat Albert Camus immer fasziniert. Seine Bücher lese ich auch ein zweites oder drittes Mal.
Algerien interessiert mich, ich war zweimal dort. Hier in SW-Frankreich habe ich viele sogenannte “Pieds noir” kennengelernt, französische Siedler die während dem Algerienkrieg das Land verlassen mussten. Der frühere Hofbesitzer von “La Oueyte” war auch ein Pieds noir und bewirtschaftete unsere heutige Ferme von 1963 bis 2000.
Ein Bündner erfährt die Welt
„Andrea Hämmerle hat neben der Politik eine andere Leidenschaft: das Reisen. Seit 1966 war er immer wieder unterwegs. Mit Freunden, mit seiner Frau, mit der Familie oder auch allein besuchte er alle Kontinente. Er reiste per Autostopp, mit dem 68er-Kultauto Döschwo, auf einem Frachtschiff oder Luxusliner, mit der Eisenbahn und halt auch mit dem Düsenjet. In seinem reich bebilderten Buch berichtet Andrea Hämmerle von diesen Reisen. Packend erzählt er Geschichten von Pannen in der Sahara, von Strandleben neben dem Beiruter Flughafen, vom einsamen Inkatrail nach Machu Picchu, von der Hitze in der Wüste und der Kälte im sibirischen Winter. Als politischer Mensch interessierte er sich stets auch für die geschichtlichen Hintergründe und die aktuellen Ereignisse vor Ort. Auch sie kommen im Buch nicht zu kurz. Wichtige Schwerpunkte bilden Länder und Orte, die heute für Reisende weitgehend tabu sind: Syrien, Afghanistan, Algerien, der Sahel.“ (Klappentext)
Wir waren zusammen mit Andrea während Jahren im Nationalrat, haben zusammen für eine andere Landwirtschaftspolitik gekämpft, manchmal auch gestritten. Auch wir haben unsere ersten Reisen per Autostopp gemacht (Jugoslawien, Schweden, Spanien, Afrika), auch wir waren jahrelang mit dem Döschwo unterwegs… lange bevor wir uns kennen lernten.
Auf dem Weg in den marokkanischen Winter hat er uns besucht und auf la Oueyte einen Zwischenhalt gemacht.
Tauchen Sie ein in 45 Jahre auf Reisen.
Es lohnt sich!
Das Schönste was ich sah
„Als Giovanni Segantini sich an der Akademie Brera einschreibt, hat er eine albtraumhafte Kindheit und Jugend hinter sich. Er ist abgerissen, hungrig und hat kein Geld. Trotzdem wird er der engste Freund Carlo Bugattis, eines reichen Mailänder Bürgersohnes, der auch an der Brera studiert und schon einen Namen als Möbelbauer hat. Carlos‘ schöne, verwöhnte Schwester Luigia verliebt sich in den scheuen Giovanni, der zum Erstaunen aller in der Akademie einen Preis nach dem anderen bekommt. Der Maler und Luigia werden ein Paar und haben zusammen vier Kinder. Es ist ein turbulentes Leben, aber Luigias Hingabe an Giovannis Künstlertum und seine unerschütterliche Liebe zu ihr wappnen sie gegen alle Widrigkeiten.“
Klappentext
Ich habe eben den Biographie-Roman über Giovanni Segantini von Asta Scheib gelesen.
Man staunt, wieviele Bilder des Malers einem aus frühester Kindheit in Erinnerung geblieben sind!
Walter Vogt 1927 – 1988
Gedenkveranstaltungen an den Schriftsteller Walter Vogt im kulturpunkt PROGR Bern.
Ich habe Walter und Elisabeth Vogt in guter Erinnerung aus unserer gemeinsamen Zeit bei den Anfängen der Grünen Freien Liste im Kanton Bern.
Eines seiner Kürzestgedichte:
Die drei Phasen des Menschenlebens auf den Punkt gebracht:
Da Da, Blah Blah, Ga Ga
Fast ein bisschen Frühling
„Zwei arbeitslose Burschen, Kurt Sandweg und Waldemar Velte, suchten im Winter 1933 den Seeweg von Wuppertal nach Indien. Um sich das Reisegeld zu beschaffen, überfielen sie eine Bank, wobei sie versehentlich den Filialleiter erschossen. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern kamen sie nicht sehr weit: In Basel verliebte Kurt Sandweg sich in die Schallplatten-Verkäuferin Dorly Schupp. Tag für Tag kauften er und sein Freund eine Tango-Platte, bis das Geld aufgebraucht war und der nächste Banküberfall nötig wurde. Abend für Abend gingen die drei am Rhein spazieren. Mit von der Partie war die junge Sportartikelverkäuferin Marie Stifter, die dreißig Jahre später die Großmutter des Erzählers wurde und die sich entscheiden musste zwischen einem Bankräuber und ihrem Verlobten.“ (Inhaltsbeschrieb)
Alex Capus ist für mich einer der originellsten schweizer Schriftsteller. Immer ein grosses Lesevergnügen!
Verliebte Feinde
„Iris von Roten, promovierte Juristin aus evangelisch-großbürgerlichem Haus, wurde 1958 mit ihrem feministischen Manifest Frauen im Laufgitter über Nacht zur meistgehaßten Frau in der Schweiz und zu einer über die Grenzen hinaus bekannten Frauenrechtlerin. Verheiratet war sie mit dem katholisch-konservativen Walliser Patrizier, promovierten Juristen und Politiker Peter von Roten. Für die Ehe, hatte Iris von Roten durchgesetzt, mußte von Anfang anvöllige Eigenständigkeit jedes Partners in ökonomischen, politischen, beruflichen und sexuellen Belangen gelten. Iris und Peter von Roten haben ihren Lebensplan gelebt, sie wußten darum, kein glückliches Ehepaar im herkömmlichen Sinne zu sein. Während der zahlreichen und länger andauernden Trennungen der beiden Iris von Roten unternahm, allein, wie vor ihr Ella Maillart und Annemarie Schwarzenbach, Reisen in den Nahen Osten, die USA , schrieben sie sich ca. 1500 Briefe, ein intellektuell und gesellschaftskritisch reicher Fundus, der nun erstmals von Wilfried Meichtry ausgeschöpft wird. Wilfried Meichtry erzählt die spannende private und politische wie kulturelle Zeitgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert, es ist auch eine Geschichte der Frauenbewegung, des konservativsten Katholizismus und ein Bild der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und es ist das Dokument eines radikalen Lebensentwurfs ähnlich dem von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, zwar unter weniger metropolitanen Vorzeichen, aber intensiver, letztlich konsequenzenreicher.“
(Inhaltsbeschrieb)
Ich bin fasziniert von dem Buch. Es ist eine aussergewöhnliche Liebes- und Ehegeschichte und dazu eine private, politische und kulturelle Zeitgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Wilfried Meichtry, promovierte Historiker und Germanist, arbeitet die Geschichte sorgfältig auf und schreibt spannender als jeder Romancier.
Natürlich bin ich jetzt gespannt auf den Film, der zur Zeit auch am Filmfestival von Locarno gezeigt wird. Ich hoffe, der Film wird nicht nur in der Schweiz und Deutschland, sondern auch in Frankreich aufgeführt!
Richard Ford: Unabhängigkeitstag
Vier Tage auf 600 Seiten und obschon eigentlich nicht viel passiert – spannend von Anfang bis Schluss! Der Mann kann schreiben!
Unabhängigkeitstag ist ein grossartiges Psychogramm des modernen Amerika.
Ich-Erzähler und Protagonist ist Frank Bascombe, ein Immobilienmakler aus New Jersey, den der Leser am Wochenende des Unabhängigkeitstags begleitet und für das sich der Protagonist vorgenommen hat, mit seinem Sohn einen Ausflug zu machen und auf die Probleme einzugehen, die dieser zu haben scheint. Zusätzlich trifft Frank Bascombe an diesem Wochenende unter anderem seine Ex-Frau, seine Mieter, einen Angestellten, seine Freundin und ein Klienten-Paar, das Schwierigkeiten hat, das geeignete Haus zu finden.
Vernissage Berns Aare
Die Aare gehört zu Bern wie das Münster und das Bundeshaus. Sie hat nicht nur viele Schlaufen, sondern auch viele Facetten. Dieser Vielfalt geht das neue Buch aus dem Haupt Verlag nach – Berns Aare stellt mit spannenden Texten und schönen Bildern die Aare von Muri bis zum Wohlensee in den Mittelpunkt.
Heute war Vernissage im Infozentrum Eichholz… an der Aare natürlich!
Ein schöne Buch mit interessanten Texten und einzigartigen Fotos: ein ideales Geschenk für alle Aareschwimmer und Heimwehberner!





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