Feuer
Es hat Nebelschwaden im Tal des Arrats…
… meint man zuerst, aber es ist Rauch….
…. wo Rauch ist, ist auch Feuer…
Die Behörden haben ihre liebe Mühe, auch in der France profonde die EU-Umweltschutzvorschriften durchzusetzen. Das Verbrennen von Gartenabfällen, Heckenholz und anderem organischen Material hat auch hier Tradition. Hand aufs Herz: Das Härdöpfu bräteln in den Kartoffelstaudenfeuer in unserer Kindheit war halt faszinierend und abenteuerlich…
Gesprächsstoff
Die aus bescheidenem Hause stammende französische Justizministerin Rachida Dati liefert der französichen Klatschpresse und damit der französischen Öffentlichkeit immer wieder hochwillkommene Schlagzeilen für gesellschaftliche Debatten. Eben hat sie, nur fünf Tage nach der Geburt ihrer Tochter, die Arbeit in der Regierung freiwillig wieder voll aufgenommen. Dabei ist man in der Grande Nation doch sehr stolz auf den gesetzlich verankerten mehrmonatigen Mutter- und/oder Vaterschaftsurlaub. Sollte der Mutterschaftsurlaub nicht auch für Ministerinnen gelten fragt man sich jetzt landauf und landab.
Ein Vaterschaftsurlaub kann wohl kaum in Frage kommen, weil sich die unverheiratete Ministerin standhaft weigert, den Namen des Kindsvaters bekanntzugeben….
Das ist im aufgeklärten Frankreich, wo inzwischen bald jedes zweite Kind ausserhalb einer ehelichen Partnerschaft geboren wird, sicher ihr gutes Recht. Nur führt das natürlich zu einem endlosen öffentlichen Rätselraten, wer denn nun der Vater der kleinen Tochter sein könnte. Zur Diskussion stehen diverse Show-, Wirtschafts- und Politgrössen bis hinauf zum Staatschef.
Mit Sicherheit wird in den nächsten Jahren das grosse Rätselraten weitergehen….
Dabei geht jeweils vergessen, dass im französischen Justizwesen riesige Probleme anstehen. Die Gefängnisse sind massiv überbelegt, die Gerichte überlastet und die Verfahrensabläufe höchst umstritten. Aber das ist ein anderes, weniger süffiges und viel ernsteres Thema.
A Cigarette For Two
An Silvester statt immer „Diner For One“ einmal etwas Neues: „A Cigarette For Two“!
Aus der Werkstatt von ton und bild, dem sensationellen und einzigartigen Filmstudio auf dem Bio-Bauernhof!
Notleidende Bauern
Nachdem ich die Arbeit an der Miss Wirtschaft beendet habe, beschäftige ich mich nun mit den „Notleidenden Bauern“. Aus Eichen-, Ulmen- und Lorbeerholz entsteht langsam ein Heer von Bauernopfern.
Opfer der von den Banken und ihren Holzköpfen ausgelösten Wirtschaftskrise.
Miss Wirtschaft
Endlich habe ich mein Kunstwerk vollendet. „Miss Wirtschaft“ steht. Sie ist eine einmalige, formschöne Skulptur, wetter- und krisenfest, käuflich (999.99 €uros) und reziklierbar.
Das edle Kunstwerk habe ich umweltschonend aus wertvollem Ur-Stahl professionell zusammengeschweisst, so dass die epochale „Miss Wirtschaft“ praktisch unverwüstlich, wertbeständig und langlebig alle gegenwärtigen und künftigen Kursschwankungen überleben wird.
Investieren Sie in diesen unsicheren Zeiten in ein zeitloses Chef-d’oeuvre mit erheblichem Kurspotential! Sie können nur gewinnen!
PS: Falls sich ein Bankhaus entschliessen sollte „Miss Wirtschaft“ anzuschaffen (zur Präsentation an ihrem Hauptsitz), dann wäre der Künstler natürlich nicht abgeneigt, neben dem Katalogpreis einen bescheidenen Bonus zu erhalten.
PPS: 1. Nein, die kostbaren Materialien stammen nicht von meinem Traktor.
2. Das Museum of Modern Art (MoMA) aus New York wünscht noch eine Detailaufnahme vor einem allfälligen Kaufentscheid. Bitte, hier ist sie:
Le Printemps de Septembre
Unter diesem Titel findet in Toulouse vom 26. September bis 19. Oktober 2008 eine Kunstausstellung statt. Das Festival de création contemporaine ist mit „La où je vais, je suis déja“ überschrieben (warum habe ich eigentlich nicht ganz begriffen) und präsentiert vor allem Schweizer Künstler.
Das Festival ist über dreissig Standorte in der ganzen ville rouge verteilt und umfasst Bilder, Skulpturen, Videodarstellungen, Konzerte, Diskussionen… alles was sich Kulturinteressierte wünschen können.
Stellvertretend für all‘ die Kunstwerke präsentiere ich hier eine Installation von Fabrice Gygi, 1965, Genève, im Musée les Abattoires unter dem sinnigen Titel Fliessband für Massentierschlachtung…(Werkbeschrieb)
…. Grossaufnahmen schwarz – weiss…
…. Kunst- und Skulpturenmarkt im Stadtgarten und …
…Toninstallation in der Jakobinerkirche
Jubiläum
Er ist 60-jährig (ungefähr gleich alt wie ich…) und fährt immer noch. Er war das Kultfahrzeug einer ganzen Generation, inbesondere der 68er. Wir haben mit ihm West- und Osteuropa bereist, sind vom Peloponnes bis in die Normandie gefahren und haben bei offenem Dach den Fahrtwind und die grosse Freiheit gespürt…. Die Rede ist natürlich vom Döschwo.
Citroën baute das Autöli dem Vernehmen nach ursprünglich für les paysans français, damit sie ihre Produkte, Früchte, Gemüse, ein Fass Wein und ein Korb Eier möglichst unbeschadet und kostengünstig über die holprigen Strassen auf den Wochenmarkt bringen konnten. Der 2CV schaffte das alles und noch viel mehr problemlos…
Journées européennes du patrimoine
Das sonnige Wochenende war in Frankreich geprägt durch die Journées européennes du patrimoine. Im ganzen Land standen über 15 000 historische Gebäude dem interessierten Publikum unentgeltlich offen. Allein im Gers waren 100 verschiedene Museen, Gebäude und Anlagen für die breite Öffentlichkeit zugänglich.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, um in unser Region die einzige noch in Betrieb stehende Windmühle zu besichtigen. Le moulin de Brignemont ist wieder instand gestellt worden, um den jungen Leuten zu zeigen, wie hier vor mehr als hundert Jahren das Getreide gemahlen wurde.
Es ist erstaunlich, mit welcher sanfter Kraft der Wind den schweren Mühlestein zum drehen bringt. Die ganze gewaltige aber einfache Mechanik, vornehmlich aus Eichenholz hergestellt, ist beeindruckend.
Und noch etwas: jetzt werden ja überall moderne Éoliennes zur Stromgewinnung aufgestellt.
Vielleicht wird für späteren Generationen unser Jahrhundert der rücksichtslosen Erdoelausbeutung als die egoistischste Verschwendungszeit der Menscheit in die Geschichtsbücher eingehen…
Jedenfalls bin ich beeindruckt von der Windtechnologie unserer Vorfahren. Es lebe die erneuerbare Energie!
Ein indiskreter Blick…
… durch ein trübes Fenster…
… und ein Traum tut sich auf.
Eine mechanische Werkstätte als kleines Paradies eines Sammlers, Bastlers oder vielleicht Künstlers?
Oder ein Alptraum für alle Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker?
Je suis seul…
Simon (subergwest) hat unser Festessen mit Freunden mit seiner Kamera begleitet und alle dreissig Sekunden automatisch eine Aufnahme gemacht. La grande bouffe…
Herzlichen Dank an die Köchin und an den Kameramann!






















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