Stilleben mit Compis
Die dicken Mauern in französischen Häusern behindern den drahtlosen Internetzugang. Mit einer Lifebox, einem Router und zwei Adaptern können wir und unsere Besucher nun auf unserem Hof drahtlos („wifi“ sagen die Franzosen) internettlen. Eingerichtet hat das unser Sohn (die Kinderlein können das heute von klein auf…) und wir sind glücklich darüber. Merci viu mau subergwest!
Kugellager
Die Französische Erde lässt nicht nur Blumen blühen und Getreide wachsen, sie lässt sich auch zu Kunstwerken verarbeiten. Les terreforts sont des „terres fortes, lourdes, argileuses et difficiles à travailler“. Die Erde hier wird auch „terre amoureuse“ genannt, wahrscheinlich weil sie in nassem Zustand so klebrig (anhänglich) ist…
Die Böden sind kalkreich, wasserspeichernd, gut geeignet für den Getreideanbau. Die Trockenheit erzeugt tiefe Spälte im Boden und hilft mit, die Erde auch in der Tiefe zu „décompacter“ (aufzulockern).
Der Ackerbauer profitiert auch von den seltenen Winterfrösten, die die Ackerkrume „kochen“ („cuit“) und krümelig machen.
Jazz in Marciac
Ein heftiges Gewitter war schuld, dass gestern abend das Jazzkonzert in Marciac von Dee Dee Bridgewater unterbrochen werden musste. Trotzdem (oder zumindest vorher) war die Athmosphäre im südwestfranzösischen Städtchen wie immer ausgesprochen beschwingt und heiter (Jazz in Marciac).
Précaution à la Française und ein verlorener Botschafter!
Essen unter den Lauben….
…. bevor das heftige Gewitter losbricht!
Fête de Traversères
Zwei Tage Fête de Traversères bedeutet concour de Pétanque und vor allem reichhaltiger repas communal mit 150 Gästen an einem langen Tisch, convivialité française eben. Douce France!
… am Samstagabend gab es Couscous und am Sonntagabend Coeur de canard…
L’été photographique de Lectoure
Der Fotosommer in Lectoure (L’été photographique de Lectoure) und die Rede von Barak Obama in Berlin über das Niederrreissen von Mauern hat uns inspiriert….
Photogalerie ergänzt durch zer mit einem Bild gemacht auf einer Bündner-Alp…
Atomunfall
Das französische Rhonetal ist vollgestopft mit Atomkraftwerken. Sie haben die riesigen Kühltürme, oft verziert mit niedlichen Kindergesichtern, sicher auch schon gesehen. Frankreich ist und bleibt ein Atomstaat, auch wenn die Bemühungen zur Förderung von alternativen Energieformen unverkennbar sind. Einen ernstzunehmenden Widerstand gegen die zahlreichen Atomkraftwerke hat es hierzulande offenbar nie gegeben. Nur so ist es zu erklären, wie gelassen die französische Öffentlichkeit auf den Atomunfall im Kernkraftwerk Tricastin reagiert. Erst ganze 15 Stunden nach dem Austreten von radioaktiver Flüssigkeit wurde die Öffentlichkeit informiert und die Badenden angewiesen, den radioaktiv verseuchten See zu verlassen und das Wasser der Umgebung nicht mehr zu trinken…
Das ist alles nicht sehr vertrauenerweckend und gibt jenen recht, die behaupten, dass Kontrollierte und Kontrolleure unter einer Decke stecken würden!
Ich hoffe nur, dass das in der Schweiz besser ist, auch wenn es nicht sehr viel weiterhilft. Übrigens: ich habe gehört, dass bei Revisionsarbeiten in schweizerischen Atomkraftwerken einzelne Arbeiter einem stark erhöhten Strahlenrisiko ausgesetzt würden! Ist das wahr?
Euro 08
Das war also nichts mit meinen beiden Favoriten an der Fussballeuropameisterschaft. Alle beide kläglich in der Vorrunde ausgeschieden….. Ick bin ein Holländer!
Dafür ist jetzt endlich Heuwetter im Südwesten!
Le Temps des Cerises
Ich liebe französische Chansons. Wie dieses, alte berühmte…
Komponiert wurde es von Jean-Baptiste Clément im vorletzten Jahrhundert. Näheres über die Entstehungsgeschichte im Blog von Matoo
Und hier noch den Text…..(zum mitsingen)
LE TEMPS DES CERISES
Paroles: Jean-Baptiste Clément. Musique: A. Renard 1867
Quand nous chanterons le temps des cerises
Et gai rossignol et merle moqueur
Seront tous en fête …
Les belles auront la folie en tête
Et les amoureux du soleil au cœur
Quand nous chanterons le temps des cerises
Sifflera bien mieux le merle moqueur
Mais il est bien court le temps des cerises
Où l’on s’en va deux cueillir en rêvant
Des pendants d’oreille …
Cerises d’amour aux robes pareilles
Tombant sur la feuille en gouttes de sang
Mais il est bien court le temps des cerises
Pendants de corail qu’on cueille en rêvant
Quand vous en serez au temps des cerises
Si vous avez peur des chagrins d’amour
Evitez les belles …
Moi qui ne crains pas les peines cruelles
Je ne vivrai point sans souffrir un jour
Quand vous en serez au temps des cerises
Vous aurez aussi vos peines d’amour
J’aimerai toujours le temps des cerises
C’est de ce temps-là que je garde au cœur
Une plaie ouverte …
Et Dame Fortune, en m’étant offerte
Ne pourra jamais fermer ma douleur
J’aimerai toujours le temps des cerises
Et le souvenir que je garde au cœur
Entre les murs
Das Regenwetter zwingt uns oft „entre les murs“, also an den Küchentisch. Genau so heisst der französische Film von Laurent Cantet, der gestern in Cannes die Goldene Palme gewonnen hat:
Lehrerfilm, das wirkt didaktisch, der Film aber, der fast ausschliesslich in einem Klassenzimmer spielt, ist es nicht. Mit einer Intensität, die einen von der ersten fast bis zur 128. Minuten bannt, schildert «Entre les murs» den Alltag eines Pariser Lehrers, der seiner multikulturellen Klasse nicht nur die Finessen der französischen Sprache, sondern auch Mündigkeit und Verantwortung zu vermitteln versucht. Der Film ist authentisch wie ein Dokumentarfilm – und das nicht nur aus stilistischen Gründen: Er basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von François Bégaudeau. Dieser übernahm gleich selbst die Rolle des Lehrers, die Schüler werden allesamt von Laien verkörpert. (E-Bund von heute)
Allerdings wird hier am Compi mit unseren Gästen (noch) nicht über diesen Film debattiert, sondern (wie könnte es anders sein) über das !
Susanna Majuri
Das Centre de photographie de Lectoure hat im „Pays Portes de Gascogne“ vom 26. April bis 1. Juni wieder eine reizvolle Fotoausstellung realisiert. Ausgestellt wird in verschiedenen Dörfern der Umgebung (Avezan, Miradoux, L’Isle-Bouzon, Lectoure) in diversen historischen Gebäulichkeiten oder entlang von Spazierwegen.
Susanna Majuri, Histoires de coeur
Ausstellung in einem ehemaligen Pigeonnier















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