Landtechnik
Meine Technikbegeisterung stammt aus den 50er-Jahren und begann mit unserer Lieuse (Bindemäher). Eine komplizierte Landmaschine mit Bodenantrieb, die das Getreide schnitt, zu Garben bündelte und schliesslich kunstvoll mit einer Schnur, die maschinell geknüpft (!) wurde zusammenband… Zudem hatte unsere Lieuse so grosse Holzarme, die sich geheimnisvoll bewegten und die fast aussahen wie ein Indianerzelt!
Am marché à l’ancienne in Seissan werden diese alten ehrwürdigen Maschinen, die im letzten Jahrhundert die harte Erntearbeit schon stark erleichtert haben, jeweils dem staunenden Publikum vorgeführt. Nostalgische Erinnerungen für alte Bauern!
Ich weiss nicht, wer diesen Knüpfer im letzten Jahrhundert erfunden und entwickelt hat, aber jedenfalls hat er noch heute meine uneingeschränkte Hochachtung!
… und es hat funktioniert und funktioniert noch heute!
Ich kann nur sagen: Chapeau!!
L’eau de vie
Sie heissen „Reine Claude“, „L’eau de vie“, „Coeur de Lyon“, „Bigaro“, „Gros Manseng“, „Tannat“, „Cabernet“, „Merlot“ usw. und sind alles Früchte unseres Hofes (und unserer Arbeit). Le petit paradis de Stephanie…
Resultate der Landschaftspflege
Die harte Knochenarbeit lohnt sich. Unsere „Eichenhostet“ ist das Resultat von ein paar Jahren Landschaftspflege….
Diese junge Eiche wird uns alle überleben…
….. erst recht die „Eichenhostet“….
…. schöne Arbeit in intakter Landschaft…
Abläder
Die kleinen Flächen, Naturwiesen, Wegränder, Börder, Krautsäume usw. geben viel zu tun und wenig Ertrag. Ich bin seit zwei Tagen mit diesen Ablädern beschäftigt. „Mi muess d’Freud viu rächne!“ Jetzt habe ich halt das Defilee du quatorze juillet verpasst, dafür werden wir uns nächstes Jahr wieder an den schönsten Orchideenwiesen von ganz Frankreich freuen können!
Subvention
Le Conseil Régional Midi-Pyrénés hat mir gestern folgende Mitteilung gemacht:
„Il vous est accordé une subvention d’un montant de 2 050 € pour la réalisation d’équipement dans votre exploitation dans le cadre d’une démarche en agriculture biologique“
Für die Anschaffung von Heugerätschaften hat mir die Region damit eine Subvention von 20% gewährt. Merci beaucoup!
Die Region Midi-Pyrénée, bestehend aus neun Departementen, hat seit Jahren eine linke Mehrheit und steht dem Biolandbau positiv gegenüber. Sarkozy hat zwar auch versprochen, dass er den biologischen Landbau während seiner Regierungszeit verdreifachen wolle. Geschehen ist allerdings bisher auf Landesebene noch gar nichts. Gut für uns und die Umwelt, dass zumindest die Region im Rahmen ihrer Möglichkeiten umweltschonende Landwirtschaft fördert.
Heuhandel
Die Heupreise sind in der EU wesentlich tiefer als in der Schweiz. Bodengetrocknetes, gepresstes Heu kostet nach meinen Erkundigungen in CH 200 bis 250 €uro pro Tonne. Hier 50 bis 100 €/t. Nachdem die EU dieses Frühjahr beschlossen hat, die vorher obligatorischen surfaces jachères (10% Brachflächen pro Betrieb) aufzuheben, fällt natürlich jetzt viel mehr Naturwiesenheu an, was seinerseits wiederum zu einem erheblichen Preisdruck führt.
Für zertifiziertes Bioheu wird in der Regel ein um 10 bis 20% höherer Preis verlangt, bzw. geboten.
Für meine rund 150 Tonnen Bioheu würde sich ein Transport in die Schweiz trotz Autobahngebühren und hohen Dieselpreisen wirtschaftlich immer noch lohnen. Oekologisch ist es aber nicht zu verantworten, Heu 1000 km zu transportieren!
Ich versuche, mein kostbares Dürrfutter in der unmittelbaren Umgebung abzusetzen.
Buntes Treiben
In der Schweiz wird dank den aktiven Grünen, Kleinbauern- und Umweltschutzorganisationen die oekologische Landwirtschaft gefördert. Für diese (angesäte) Buntbrache erhält der Bauer beispielsweise 3000.- sfr- pro Hektare!
Und das ist Weizen, Buchweizen, und dient als Deckfrucht für eine neue Buntbrache…
Aber auch beim Bschütten treiben sie’s bunt, die Schweizer: Gülle wird mit dem Schleppschlauchverfahren ausgebracht…




















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