AUSWANDERERBLOG

Das Fass

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 17, 2008

Damit ich mit meinem Rebensaft schlussendlich die Bodeaux-Weine konkurrenzieren kann, brauche ich ein richtiges französisches Eichenfass. In der Region des Madiran haben wir im Keller des Château Laffitte-Teston einen Barrique abgeholt. Darin will ich künftig meinen Merlot zu einem Grand cru ausbauen….

Keller Château Lafitte-Teston

Auf dem Château Laffitte-Teston werden die Barriques nur für drei Jahre gebraucht und dann ersetzt. Ich habe damit die Gewissheit, dass schon einmal ein Spitzenwein in meinem Fass gelagert wurde….

Vorhang auf…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 15, 2008

Kilian hat mir ein Bild geschickt von seinem Freilaufstall mit originellem Vorhang.

Biohof Inselmatt

Betriebsrundgang Biohof Inselmatt in der Schweiz.

Hin und wieder hat es aber im Berner Seeland auch ein wenig Nebel…

Weshalb ich manchmal gerne ein John Deere 7810 wäre…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 10, 2008

Der obige Streifen von Slam Poetin Lara Stoll hat am Kurzfilmfestival shnit in Bern (8. 12. Oktober) den ersten Preis gewonnen.

Luzerne (alfalfa)

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 7, 2008

Das anhaltend trockene Wetter macht den Vorteil von Tiefwurzlern deutlich: die vor einem Jahr gesäte Luzerne hat sich auf unseren Feldern endlich richtig etabliert und erholt. Offen ist allerdings nach wie vor, ob sich die Luzerne-Heupreise nächstes Jahr auch erholen werden. So oder so wird die Luzerne als grüner Stickstoffdünger dem Boden gut tun.

Und auch der Raps keimt schön…

Gastronomie Stephanie…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 4, 2008

aus dem eigenen Garten auf unserem Teller (im Uhrzeigersinn):
Zucchini und Rübli bedeckt mit Sellerielaub,
Kohlrabi umrahmt von Rosmarinzweig und Cherrytomätli,
Truthahn (=gekauft) auf Zwiebelbeet,
Sellerie, Peperoni und Kartoffel.
Und dass alle Gemüse so gediegen klein sind, heisst nicht, dass wir jetzt den Stern-, Kochmützen- und Punkte-dotierten teuren Restaurants nacheifern würden – nein, es liegt nur daran, dass in den letzten trockenen Wochen alles so unheimlich langsam gewachsen ist. Erstaunlicherweise blieb das Gemüse trotzdem zart….

Im Garten hat es zurzeit ausserdem noch: Auberginen, Krautstiele, Kürbisse, Lauch, Physalis, Feigen, Spinat, Tomaten (grosse), Topinambur und Radisli. Und jede Menge Endiviensalat, von dem wir wohl bis April essen werden, falls Hasen und Rehe uns nicht helfen wollen.

Unendliche Geschichte

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 3, 2008

Fleissige Auswandererblog-Leser erinnern sich: Die Elektronik von meinem Massey-Ferguson-Traktor hat seit längerer Zeit gespuckt. Die fleissigen Mechaniker bei Duvignau in Vic-Fezensac haben sich der Sache angenommen und die Maschine repariert und getestet und endlich lief alles wieder wie am Schnürchen. Heute morgen konnte ich den Traktor abholen. Natürlich habe ich mich vor der Abfahrt vergewissert, dass nun wirklich alles klappte. Ich habe, wie das in Frankreich üblich ist, an Ort und Stelle die Rechnung mit einem Cheque beglichen (729.08 Euro TTC) und trat frohgemut die 60 km lange Heimreise an.

Auf halbem Weg hielt ich bei einer Ausweichstelle kurz an, um die Autos vorbeizulassen (der Traktor ist auf max 40 kmh eingestellt). Vor der Weiterfahrt habe ich vorsichtshalber kurz einen Rückwärtsgang eingelegt und es geschah…. nichts! Himmuheilanddonnergopferdaminondediu…
Auf der Anzeigetafel leuchtete wieder das verdammte rote Ausrufezeichen!…!…!…! aber der Traktor machte keine Anstalten, sich auch nur einen Centimeter rückwärts zu bewegen.
Ich habe geflucht, telefoniert, wieder geflucht und wieder telefoniert und mich dann entschieden heimzufahren (vorwärts ging es ja problemlos…).
Klar, dass heute niemand mehr vorbeikommen kann, alle Mechaniker sind auf dem Feld bei einer dringenden Mähdrescherreparatur. Und morgen ist Samstag…
Ich glaube ich stelle wieder auf Pferdezug um…

Stadtverkehr

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 26, 2008

Nun, die Wirkung der Elektronik meines Traktors wurde immer unberechenbarer, so dass ich mich entschlossen habe, das Gefährt in die Intensivstation zu bringen. Das einzige Problem ist, dass diese Werkstatt gut 60 Kilometer von unserem Hof entfernt ist und dass dazwischen die Stadt Auch mit regem Stadtverkehr liegt.
Es kam wie es kommen musste, bei einem Rotlicht in der verkehrsreichsten und engsten Strasse der Stadt musste ich anhalten… und konnte nicht mehr weiter fahren, keinen Meter! Ich versuchte es mit allen 16 Vorwärts- und Rückwärtsgängen, die Maschine tat keinen Wank mehr und die Verkehrskolonne dahinter wurde länger und länger…. Die Ampel wurde grün, dann wieder rot und wieder grün… und die zahlreichen Autofahrer hinter mir immer ungeduldiger! Die Rundumleuchte auf dem Traktorendach schien immer schneller zu drehen und wir versuchten das schwere Gerät mit vereinten Kräften auf das Trottoir zu schieben, aber es ging nicht!
Wegen dem dichten Gegenverkehr kam niemand an meinem breiten Gefährt vorbei. Ich hoffte auf die Polizei, oder ein Abschleppwagen, aber es war wie verhext, nichts ging mehr. Das beginnende Hupkonzert einzelner Automobilisten in der endlosen Kolonne machte die Sache auch nicht einfacher…

Plötzlich, niemand weiss warum, entschloss sich mein lieber Traktor doch wieder weiterzufahren. Jetzt nur niemals mehr anhalten, einfach weiterfahren, den Vortritt erzwingen…
Auf meiner abenteuerlichen Reise von Traversères nach Vic-Fezensac wurde die Fahrt durch die geheimnisvolle Bordelektronik noch drei weitere Male unterbrochen, allerdings mehr oder weniger auf freiem Feld, so dass dem Südwesten ein weiteres Verkehrschaos erspart blieb!

Der Massey-Ferguson muss jetzt mindestens zehn Tage auf der Intensivstation bleiben, damit die Spezialisten herausfinden, was dem Traktor fehlt! Wahrscheinlich müssen wir uns jetzt schon auf eine gesalzene Rechnung gefasst machen! Spenden bitte an….

Ich verspreche allen Verkehrsteilnehmern in Frankreich feierlich, dass ich mich erst wieder mit meinem Traktor auf eine öffentliche Strasse begebe, wenn alles tadellos funktioniert!

Harziger Heuhandel

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 25, 2008

Zur Zeit hat es in Frankreich zu viel Heu. Einerseits weil die Viehhalter wegen der Blauzungenkrankheit und den damit verbundenen Impfungen auf Futterzukäufe verzichten, andererseits weil die EU im Frühjahr kurzfristig die surface de jachère (Stilllegungsflächen) aufgehoben hat. Wenn Heu gehandelt wird, dann nur zu einem sehr tiefen Preis (50€/t).

Wir haben uns entschieden, den letzten Emd-Schnitt nicht zu ernten, sondern zu broyen (häckseln) und direkt als Gründüngung zu nutzen…

Herbstweide

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 18, 2008

Die Blonde d’Aquitaine von Jean-Michel weiden ruhig auf unserer Orchideenwiese und durchforsten die Landes. Durch den Weidegang wird die Verbuschung der Waldwiesen verhindert und die Voraussetzung für eine weitere phantastische Orchideensaison geschaffen.

Die Trauben hängen hoch…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 17, 2008

…. in unserem Fall sind es die Brombeeren. Man muss sich halt zu helfen wissen!