AUSWANDERERBLOG

Vom Mythos genährt

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 16, 2011

„Die reiche Schweiz kann es sich nämlich leisten, agrarische Ökosünden zu exportieren. Es ist zwar einfach, aber bestimmt nicht nachhaltig, zu Hause die artenreichen Blumenwiesen und Buntbrachen abzufeiern und zu subventionieren, während man das Futter für Schweizer Schweine und Hühner auf brasilianischen Urwaldboden anbauen lässt.“
Mehr dazu…

Die Autorin ist Journalistin in Zürich und Mitglied im landwirtschaftlichen Forschungsrat des Bundesamtes für Landwirtschaft.

In vielem hat sie meines Erachtens recht, aber man wüsste gerne, wie Sie denn eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft in der Schweiz und Europa zum Durchbruch verhelfen würde?
Freie Bahn dem Stärkeren und absolute Deregulierung?

Glück im Stall

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 10, 2011

Eben auf die Welt gekommen! Munikälblein, schwarz wie die Nacht, Angus, wird von Mutter „gepflegt“ und interessiert von Halbschwester beschnuppert, Mutter und Sohn wohlauf…

Weizenkeimlinge

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 8, 2011

Weizenkeimlinge im 3-Blatt-Stadium haben seit November ein erstaunliches Wurzelwerk entwickelt. Darum halten sie auch die Tortur mit dem Hackstriegel aus!

So gedeiht ihr tägliches (Bio-) Brot!

Übrigens: Frankreich zählt inzwischen 20’600 Biobauern, 25 % mehr als 2009!
Allerdings sind das erst 2,9 % aller französischen Bauern. Sarkozy hat versprochen, dass es 2012 6 % sein werden und 2020 20 %!
Aber unser Sarko verspricht immer viel mehr als dass er einhalten kann….

Striegeln

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 6, 2011

Der Winterfrost hat gute Arbeit geleistet. Das ehemals grobschollige Saatbett ist nun feinkörnig wie ein Gemüsegarten.
Höchste Zeit für das Striegeln, um das Unkraut unter Kontrolle zu halten. 20 Hektaren Unkrautkur am Samstagnachmittag bei frühlingshaften Temperaturen. Ich geniesse die Fahrt über Land!

Vor dem Durchgang mit dem 12-Meter-Hackstriegel (Hatzenbichler):

Und nach dem Striegeln:

Bei dieser Wunderarbeit in traumhafter Kulisse muss man ja ins Schwärmen kommen!

Alles Heu…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 3, 2011

…und Emd verkauft. Dank dem, dass im letzten Jahr viele Bauern (éleveur) auf Bio umgestiegen sind, lassen sich meine „produits issu de l’agriculture biologique“ besser verkaufen. Die letzten 28 Rundballen konnte ich direkt an meinen Nachbarn liefern, der selber kürzlich seinen Betrieb auf Biolandbau umgestellt und für seine 380 Schafe zu wenig Futterreserve hat.

Übrigens: eben war der Biokontrolleur von ecocert hier für seine erste Jahreskontrolle:“Aucun écart relevé durant l’audit!“
Oder zu deutsch: alles i.O.!

Agriculteurs traders

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 31, 2011

Wegen den zunehmend stark schwankenden Getreidepreisen nehmen immer mehr Landwirte in Frankreich den Verkauf ihrer Ernte selber in die Hand. Grossflächige Betriebe verfügen in der Regel über die notwendigen Lagerkapazitäten (Getreidesilos usw.) um ihre Ernte über längere Zeit zu lagern und auch selbst zu konditionieren (Reinigung, Aufteilung in Qualitätsklassen usw.).

„März 2010: die Tonne Weizen verkauft sich in der Grössenordnung von 120 €uros (Produzentenpreis). Sechs Monate später stieg der Preis steil an auf 230 €uros pro Tonne und erreichte Ende Jahr gar 240 €uros. Der Preis hat sich also innert kurzer Zeit verdoppelt!“ (le monde 25.1.1011).

Es liegt auf der Hand, dass sich unter diesen Umständen viele fragen, ob diese extreme Volatilität nicht durch stärkere Marktregelungen eingeschränkt werden müsste. Jedenfalls hat Präsident Sarkozy diese Frage der Rohstoffmärkte zu einem der wichtigsten Themen innerhalb der G20 erklärt.

Vor 2007 schwankten die Getreidepreise etwa zehn Euro pro Jahr, jetzt 10 Euro pro Tag! Klar, dass unter diesen Umständen viele Landwirte mit dem Durchschnittspreis ihrer Genossenschaft nicht mehr einverstanden sind und versuchen, die Preisschwankungen selber zu ihren Gunsten auszunutzen. Sie engagieren sich in sog. Termingeschäften und verfolgen täglich die Kurse an der Weizenbörse. Ihre Ernte können sie so ein Jahr vor oder auch ein Jahr nach der eigentlichen Ernte verkaufen. Aber aufgepasst, wo grosse Gewinne gemacht werden können lauern auch grosse Verlustgefahren!

Ich selber komme gar nicht erst in die Versuchung an der Getreidebörse zu spekulieren, weil mir schlicht die notwendigen Lager- und Verarbeitungskapazitäten fehlen. Ich muss darauf vertrauen, dass es meine Bio-Genossenschaft gut macht, um mir einen anständigen Preis bezahlen zu können. Das kurzfristige spekulieren auf höhere Preise widerspricht zudem den eher langfristig ausgerichteten Zyklen auf dem Biobauernhof.

Alle Jahre wieder…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 21, 2011

Heuhandel

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 19, 2011

Heuhandel, nicht Kuhhandel. Nachdem ich im Herbst vergeblich nach Käufern für meine zahlreichen Heuballen gesucht habe, reissen sich jetzt plötzlich die Kunden um meine letzten Rundballen. Im Aveyron war es letzten Sommer ausgesprochen trocken, so dass jetzt zahlreiche Bauern Futter zukaufen müssen. Mein Heu (Luzerne-Raygras-Mischung) geht weg für 40 € pro Rundballe, das heisst ca. 80 bis 100 €/Tonne.
Der Abtransport mit grossen Lastwagen um die engen Hausecken auf unserer Ferme ist für die Chauffeure jeweils eine besondere Herausforderung…

Teneriffa Landwirtschaft

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 16, 2011

Früher war Teneriffa berühmt für seine Zuckerexporte (Zuckerrohr). Jetzt ist es vor allem die Bananenproduktion die in den Küstenregionen auffällt, während die terassierten Hänge (leider) mehr und mehr aufgegeben werden.

Immerhin gibt es noch kleine Kartoffeläcker, die eben bestellt wurden…

oder gerade erntereif sind (alles am 14. Januar!).

Kein Wunder, dass auch die Mandelbäume in schönster Blüte stehen!

Plantagen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 12, 2011

Also, Orchideen haben wir bisher kaum gefunden (nur ein paar Rosetten). Dafür hat es interessante Plantagen:

Bananen…

Gurken…

Tomaten usw. usw.

Für schweizerische Verhältnisse ziemlich einfache Gewächshäuser, dafür gross und kostengünstig. In Teneriffa ist es immer angenehm warm, es braucht keine Heizung, keine Belüftung (nur Netze) und genügend Wasser.