Global farming
Biobauern sind vernetzt. Der unten abgebildete Bauernhof ist in Dänemark und wird von Dieter Steffen, einem Auslandschweizer geführt. Er hat sich bei uns zu einem Erfahrungsaustausch gemeldet.
Wir gingen Pilze suchen…
Das warme Wetter und die vergleichsweise häufigen Niederschläge der letzten Tage haben unsere Wälder zu einem richtiggehenden Pilzparadies gemacht. Leider kennen wir nicht alle…. so dass wir uns sicherheitshalber vorläufig auf die Steinpilze (cèpe de Bordeaux) beschränken. Die Ernte lässt sich trotzdem sehen und leben lässt sich damit wie Gott in Frankreich…
EU-Landwirtschaft
Was wir sonst noch so tun….
BerufsschullehrerInnen Detailhandel, Studienreise Bordeaux, 26. September 06, 17:00 Uhr
Vortrag/ Gespräch über Landwirtschaft in Frankreich
1. Ferme en France vorstellen: La Oueyte, F-32450 Traversères
2. CTE (Contrat territorial d’explitation, Naturschutzvertrag für fünf Jahre)
3. PAC (Politique agricole commune, Gemeinsame Agrarpolitik in der EU)
4. Révision de la PAC
Von Produktionsabhängigen Direktzahlungen zu Produktionsunabhängigen DZ
Couplée – Découplée
DPU (Droit de payement unique, Basis 2000/01/02)
5. Vergleich EU – CH
CH geht in gleiche Richtung (produktionsunabhängig)
Agrarschutz in CH viel höher
Milchpreis 1,6x
Getreidepreis 3 013; 4x
Fleischpreis 2x
Zollschutz in der CH sinkt, aber 80% des Arbeitsverdienstes basiert immer noch auf staatlichen Massnahmen, in der EU sind es noch 30%
Bodenrecht für die Strukturpolitik ist in Frankreich viel ausgeprägter
SAFER (Société d’Aménagement Foncier et d’Etablissement Rural, öffentlich rechtlliche Organisation) hat massgebenden Einfluss auf die Strukturen, kontrollierter Bodenmarkt (Vorkaufsrecht, Pachtlandzuteilung,, Vorteile für Jeunes Agriculteurs)
Höfe sind in F dadurch besser strukturiert (Vergleich CH – Güterzusammenlegungen)
6. Zukunftsaussichten
F Präsidentschaftswahlen
CH Agrarpolitik 2011
Ruedi und Stephanie Baumann, http://auswandererblog.blueblog.ch
ruba@bluewin.ch
September 2006
Sammler und Jäger
Wir haben schon mal 10 kg Walnüsse gesammelt, bevor die Sangliers aufkreuzen und alles knacken. Erstaunlich was die Natur für einen Ueberfluss produziert.
Wieder zuhause hören wir von der deutlichen Annahme der verschärften Asylgesetzgebung. Adieu humanitäre Schweiz….. wieder so ein Sonntag zum Auswandern!
Die letzten Brombeeren leuchten aus den Hecken und spenden süssen Trost für die Abstimmungsverlierer.
Uebrigens, der Name Walnuss stammt vom Begriff welsche Nuss und hat nichts mit Walen zu tun.
Biokontrolle
Ecocert ist eine der verschiedenen privaten französischen Biokontroll-Firmen. Wir bezahlen über 1000 €uros jährlich für die Kontrolle und Zertifizierung uneres Hofes. Mathieu Ruffat, Contrôleur – Auditeur war heute hier für eine kurze Zwischenkontrolle. Kurze Analyse der Dossiers Saatgut, Fumure, Fruchtfolge, Erträge usw.. Kurzer Rundgang über Feld bei Regen. Champignons spriessen nach den Niederschlägen in der letzten Woche. Die Felder sind zur Zeit brach. Die temporären und permanenten Wiesen sind abgeweidet. Sein Befund am Schluss des Rundgangs: RAS (rien a signaler). Alles ok! Wir unterschreiben beide die Kontrollberichtformulare: lu et approuvée.
Feldarbeit
Ich habe bei schönstem Wetter 12 Stunden auf dem Feld gearbeitet: Unkrautkur mit der Kreiselegge ist nach den 80mm Niederschlägen dringend. Das Raygras grünt besser als wenn ich es gesät hätte…
Ich bin dabei einer ruhig weidenden Wildschwein-Herde begegnet und habe 12 Sanglier gezählt!
Auf Radio Europe 1 habe ich gleichzeitig viel über die UNESCO erfahren (Frieden lernen!), vom Grossohn von Picasso gehört, wie er aufgewachsen ist und mit was für familiären Problemen er kämpfen musste, von einem Edelsteinhändler gehört, der die Familienfirma in 14ter Generation führt und erfahren,dass der FC Toulouse überraschenderweise die zwei letzten Partien auswärts gewonnen hat.
Dazwischen musste ich zweimal die Schrauben einzelner Messer der Kreiselegge (herse rotatif) neu befestigen und den MF mit 180 Liter Diesel (fiul) neu auffüllen.
Und am Schluss noch dies: In Frankreich hat erstmals ein Gericht entschieden, dass ein Zusammenhang zwischen Hantieren mit Pestiziden und der Parkinsonerkrankung eines landwirtschaftlichen Angestellten besteht. Das müsste ja eigentlich einen neuen Schub für den Biolandbau geben! Jedenfalls nehme ich die Mehrarbeit bei der mechanischen Unkrautbekämpfung gegenüber dem Herbizideinsatz mit einer gewissen Befriedigung in Kauf.
Innovative Schweizern Bauern
Am Wochenende fand in Suberg eine Ausstellung und Informationsveranstaltung statt, an welcher eine Anzahl landwirtschaftlicher Unternehmer ihre Maschinen und Dienstleistungen präsentierten. Eindrücklich die vier sechsreihigen Holmer Zuckerrübenvollernter (Kosten pro Maschine sfr. 600 000.-!) und insbesondere die von der Ingenieurschule für Landwirtschaft (Prof. für Landtechnik Martin Meyer) präsentierte Rapsoelpresse und die Naturdieselmotoren (Motoren die mit reinem Pflanzenoel ohne jegliche Zusätze laufen). Die Schweizer Bauern scheinen den weltweiten Trend zu Biotreibstoffen ebenfalls nutzen zu wollen.
Nostalgie
Zu Besuch auf dem Landwirtschaftsbetrieb im Waadtland, in Chéserex wo ich vor 43 Jahren die Lehre gemacht habe. Auf der Alp la Barillette (La Dôle) weiden jetzt Mutterkühe mit einer grandiosen Aussicht über den ganzen Genfersee und die Mont Blanc Kette.
Marc und Pascale Ansermet in ihrem top modernen Freilaufstall für 70 UGB.
Das ist Jean-Daniel Clavel in Oulens beim Raps säen. Er war seinerseits 1962 bei meinen Eltern in Suberg in der Stifti.
So war das vor 50 Jahren…
Eine historische Aufnahme aus unserem Familienalbum als Geschenk vom Auswanderer an den Stadwanderer für den wohlwollenden Bericht über meine Buchpremière















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