AUSWANDERERBLOG

Hornissen sind harmlos

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 29, 2006

Gut dass pro natura darauf aufmerksam macht: Hornissen sind Nutztiere und relativ harmlos.
Zugegeben: Ein von grossen, brummenden Hornissen bevölkertes Nest im Garten verursacht ein mulmiges Gefühl. Hornissen sind jedoch nicht angriffslustig. Nur im nächsten Umkreis um das Nest muss man sich einschränken, um nicht gestochen zu werden. Es gilt, heftige Körperbewegungen zu vermeiden und sich nicht für längere Zeit in die Flugbahn zu stellen. Wird man dennoch gestochen, ist gut zu wissen, dass Hornissenstiche nicht giftiger sind als die von Bienen oder Wespen. Allergikerinnen und Allergiker ausgenommen sind also Hornissenstiche für den Menschen ungefährlich. Erfunden ist das Schauermärchen, nachdem sieben Stiche ein Pferd töteten. Übrigens: auf französisch heisst die Hornisse le frelon. Ich habe mich gefragt, ob die Hornissen etwas mit den Hornussern zu tun haben, die am letzten Wochenende in Bleienbach ihr vielbeachtetes Hornusserfest gefeiert haben?

Schwesterbetrieb in der Schweiz

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 24, 2006

So schön kann es in der Schweiz sein……

www.suberg.ch

Die Jagd ist eröffnet

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 21, 2006

Seit dem 15. August ist im Midi-Pyrenée die Jagd auf Wildschweine offiziell eröffnet. Grundeigentümer haben seit der Französischen Revolution das Recht, selber darüber zu bestimmen, ob auf ihrem Land die Jagd zulässig sein soll oder nicht (Résèrve de chasse).
Die Organisation der Jagd erfolgt in unserer Gegend jeweils gemeindeweise durch die société de chasse und hat im sozialen Leben des France profonde grosse Bedeutung.
Die wenigen Bauern, die selber nicht chasseur sind, werden jeweils grosszügig mit sanglier- oder chevreuil-Fleisch entschädigt! Ein wichtiger geselliger Anlass ist in jedem Dorf le repas de chasse!

repas de chasse

Erste Oliven

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 13, 2006

Nachdem die lieben Wildschweine unserem ersten Olivenbäumchen noch den Garaus gemacht haben sind jetzt doch die ersten Oliven gediehen. Zwar noch etwas kümmerlich, dafür durch und durch Bio….

1. Oliven

Unkrautkuren

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 11, 2006

Zwischen Ernte (anfangs Juli) und Wiederanssaat im November kann hier im Midi-Pyrénée ohne Bewässerung nichts angebaut werden. Der sogenannte Zwischenfutterbau wie im kühlen Grasland Schweiz ist hier nicht möglich. Also Zeit für Unkrautkuren. Da im biologischen Landbau der Kampf gegen Un- und Beikräuter ohne Chemie erfolgen muss, bleiben nur mechanische Verfahren. Das heisst, dass die Ackerkrume regelmässig gehackt werden muss, um keimende Unkräuter „im Keime zu ersticken“. Wurzelunkräuter wie Disteln und Brombeeren zeigen sich dabe sehr resistent, insbesondere weil wir auf pfluglosen Ackerbau setzen, um Erosionsprobleme zu verhindern. Wenn man weiss, dass einzelne Unkrautsamen im Boden Jahre (z. Bsp Flughafer) oder gar Jahrzehnte keimfähig bleiben, wird klar wie wichtig regelmässige Unkrautkuren sind.

Déchaumer

GPS-Kontrolle

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 9, 2006

Gestern haben zwei Agronominnen von Toulouse bei uns mittels GPS, Satelliten- und Flugaufnahmen sämtliche Ackerparzellen, Hecken. Grünstreifen, Brachflächen und Weiden neu vermessen. Mit GPS-Geräten wurden sämtliche Parzellengrenzen abgeschritten und anschliessend direkt auf dem Labtop ausgewertet. Die genaue Flächenbestimmung der einzelnen Kultur- und Heckenflächen ist auf unserem Hof, wo es keine geraden Parzellengrenzen gibt, ohne das GPS-Satellitensystem fast nicht möglich. Im Vergleich zu den früheren Katasterwerten gab es für die Gesamtfläche (70.13 ha) keine Abweichungen. Bei der internen Aufteilung der einzelnen Flächenkategorien allerdings schon (+- 5%).
Da soll noch jemand sagen, die agronomischen Kontrollen für die hohen EU-Landwirtschafts-Subventionen würden nicht funktionieren! Jede einzelne Kulturfläche ist mittels Satellitenueberwachung auf 50 cm Genauigkeit erfassbar. Da GPS-Geräte inzwischen auch in Mähdreschern und Traktoren installiert sind, lassen technikgläubige Landwirte inzwischen beispielsweise den Düngeraustrag mittels GPS steuern.

GPS-Kontrolle

Plan de ferme

Da wo sich Hasen und Rehe gute Nacht sagen…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 8, 2006

Begegnung am frühen Morgen. Wenn die lieben Bambys doch nur unsere Krautstiele, Tomaten und Reben in Ruhe lassen würden…

Reh am frühen Morgen

Vorsichtig...

Reh am frühen Morgen

Bauernland erscheint am Samstag!

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 3, 2006

Am Samstag in ihrer Buchhandlung und heute schon auf den Feldern der Gascogne!

Bauernlandart in der Gascogne

Ferme auberge du Hillan

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 2, 2006

„Laut Bundesrat Schmid wurde gestern die weltoffene, die sachliche, die freiwillige, die patriotische, die stille, die engagierte Schweiz gefeiert. Wir, die Weltoffenen, Sachlichen, Patriotischen, Stillen, Engagierten, hören das gern. Allerdings gehören auch die anderen zum grossen nationalen Wir. Wir sind deshalb auch engstirnig, unsachlich, prahlerisch. Wir sind rechtsextrem und latent antisemitisch. Dies ist das Problem mit der Nation und dem grossen schweizerischen Wir: Extremismus in jeder Form mag unschweizerisch sein. Aber er lässt sich nicht ausgrenzen und kaum abgrenzen, da die Übergänge fliessend sind.“

Kommentar aus „Der Bund“
Link

Wir haben den 1. August mit einem vorzüglichen Menu campagnard auf der Ferme auberge du Hillan in Clermont-Pouyguillès (Gers) gefeiert:

Soupe Paysanne

Assiette Gasconne ou
Assiette au Chèvre Chaud ou
Salade Gourmande

Brochette ou
Confit ou
Magrets Grillés

Légumes

Desserts Maison
Ile flottante

Vin Saint Mont Carafe
Café

19.00 €uros

Anne-Marie Dupouey vous convie à venir déguster une cuisine typiquement gersoise.
Ich kann nur sagen: köstlich!

Macht den Zaun nicht zu eng…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Juli 31, 2006

Nach der Ernte sind wir am Zäunen. 400 Eisenpfosten für einen Elektro-Zaun von 4 km Länge werden eine (Wald-)Weide von etwa 30 Hektaren Fläche abgrenzen. Die Kuherde des Nachbarn wird in den nächsten Wochen die „Landes“ ( Wiese mit zahlreichen kleinen Eichenbäumchen) beweiden. Das ist notwendig, damit die Flächen nicht total verbuschen (Brombeerstauden u.a.). Die beweideten Flächen reduzieren das Busch- und Waldbrandrisiko beträchtlich, was bei diesen heissen Temperaturen nicht unbedeutend ist.

Uebrigens: So sah es bei uns letztes Jahr aus, nachdem die Feuerwehr einen Waldbrand gelöscht hatte…

Waldbrand 05