AUSWANDERERBLOG

355 Bilder aus Cuba

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 18, 2012

Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie hier 355 Bilder aus Cuba ansehen!

(und daneben tausend andere Dinge aus dem Leben und Wirken von meinem Bruder Kurt Baumann (kuba) in New York).

Märzensonne

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on März 17, 2012

Nachtessen im Freien… dank Märzensonne!

Schluss mit der Geschmacklosigkeit

Tour de France 2012

Posted in Diverses by ruedibaumann on März 16, 2012

Die Tour de France wird dieses Jahr auch das Departement Gers in unserer unmittelbarer Nachbarschaft durchqueren. Am Montag 16. Juli führt die 15te Etappe von Samatan über Saramon, Auch und Marciac nach Pau. Eine gute Gelegenheit für die Touristiker und die Landwirtschaft ihre Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten zu präsentieren.

Wir erwarten Cancellara im maillot jaune und freuen uns auf schöne Landschaftsbilder.

Google home view….

Posted in Karikaturen by ruedibaumann on März 15, 2012

Orchideenfrühling

Posted in Orchideen by ruedibaumann on März 14, 2012

Trotz Sonne und 20° wollen die Orchideen nicht so richtig vorwärts machen. Der gestrige Rundgang über vier Hügel zu vier Standorten erbrachte nur eine „Ernte“ von gerade mal vier blühenden Ophrys marzuola. Hunderte von Knospen bleiben seit Tagen fest verschlossen und warten auf ein warmes Rägeli.

Am Schneidetisch mit Simon Baumann

Posted in Diverses by ruedibaumann on März 13, 2012

«Zum Beispiel Suberg» (IV)
Am Schneidetisch mit Simon Baumann
M-Kulturprozent-Magazin, 7. März 2012, Simon Spiegel

Filmemacher lassen sich nur ungern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Simon Baumann, der Gewinner des ersten CH-Dokfilm-Wettbewerbs des Migros-Kulturprozent, macht eine Ausnahme. Er gewährt uns einen exklusiven Blick auf einen Rohschnitt seines Films «Zum Beispiel Suberg».

Für einen kurzen Moment sind alle Beteiligten nervös. Simon Baumann hat sich entschieden, einen Rohschnitt seines Films «Zum Beispiel Suberg» vorzuführen – die ersten 20 Minuten. Es sei noch nichts fertig, betont er, und der alte Plasma-Fernseher, auf dem er den Film zeige, gebe die Farben nicht korrekt wieder. Ich beruhige ihn und seine Cutterin Katharina Bhend: Ich hätte Erfahrung mit Rohschnitten und glaube zu wissen, wie schnell man sich als Zuschauer vom nur scheinbar Fertigen in die Irre führen lässt. Dennoch: Auf einmal fühle ich die Last der Verantwortung. Was, wenn mir das Gezeigte nicht gefällt?
Ich mache es mir im Sessel bequem, neben mir sitzt Simon Baumanns Freundin Kathrin Gschwend, die sich die Sequenz ebenfalls zum ersten Mal anschaut. Auf dem Bildschirm ist eine Landstrasse im Nebel zu sehen, auf der die Kamera langsam entlangfährt; hinein in die endlose graue Wand, die stets zurückzuweichen scheint. Baumanns Stimme erklingt: «Mi Grossvater isch mit 55gi gschtorbe. Am Morge vom 15. Oktober 1975 het är zwöi Fueder Rüebe i d Zuckerfabrigg Aarberg gfüehrt. Uf em Rückwäg het er uf em fahrende Traktor ä Hirnschlag gha. D Zit het no glängt dr Gang use znä und zbrämse. Wo mene gfunge het isch dr Motor no gloffe.» Mit einem Schlag sind meine Zweifel verflogen. Es gibt Filme, die bereits in der ersten Einstellung präzise eine ganz eigene Atmosphäre, eine unverwechselbare Tonlage etablieren. «Zum Beispiel Suberg» gehört dazu. Vor gut anderthalb Jahren habe ich Baumann zum ersten Mal in Suberg besucht. Es war ein nassgrauer Herbsttag, das Dorf wirkte dumpf und leblos. Genau diese Stimmung beschwört der Auftakt des Films nun herauf. Genau so fühlt sich Suberg an.

Der meistgehasste Kleinbauer der Schweiz
Seit knapp anderthalb Jahren arbeitet Baumann an seinem Film über das kleine Nest im Kanton Bern, in dem er geboren wurde, wo er seine Kindheit und Jugend verbracht hat und mittlerweile wieder lebt. Sein Projekt hat den ersten CH-Dokfilm-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent gewonnen; wenn alles nach Plan läuft, wird der Film im Januar 2013 an den Solothurner Filmtagen Premiere feiern. Die vorgeführte Sequenz, der Anfang des Films, erzählt von Baumanns schwierigem Verhältnis zum ehemaligen Bauerndorf, dessen Bewohner er während Jahren vorsätzlich ignoriert hat. Von seinem 1975 verstorbenen Grossvater, der noch fest ins Dorfleben integriert war. Und von seinem Vater Ruedi Baumann, dem früheren Präsidenten der Grünen, der auch schon als meistgehasster Kleinbauer der Schweiz bezeichnet wurde. Heute lebt Vater Baumann als Biobauer in Frankreich, vergessen hat man ihn in Suberg deswegen aber nicht. Das kriegt sein Sohn immer wieder zu spüren: Am Ende des Rohschnitts ist Simon Baumann zu sehen, wie er von Haus zu Haus geht, um sich vorzustellen. Immer wieder wird er auf seinen Vater angesprochen, nie ist der Tonfall freundlich. Ein Suberger, der offenbar besonders schlecht auf den «Bume Ruedi» zu sprechen ist, droht ihm vor laufender Kamera Prügel an.
Beim gemeinsamen Mittagessen ist die Stimmung gelöst. Ein allzu detailliertes Feedback erwartet man nicht von mir. «Es ist bereits hilfreich, den Film einfach mit jemandem zu schauen, der ihn noch nicht kennt. Schon Körperhaltung und Mimik sagen viel darüber aus, ob etwas funktioniert», erklärt Katharina Bhend. Für die junge Cutterin ist es das zweite Projekt mit Baumann. Ihre erste Zusammenarbeit, der Film «Image Problem», kommt im Oktober ins Kino. Für Baumann ist Bhends Mitarbeit essenziell: «Ich bin in dem Film so präsent, da braucht es unbedingt jemanden Aussenstehenden, der mir sagt, wo ich mich zurücknehmen soll und wo nicht.» Für ihn wirke es oft peinlich, wenn er vor der Kamera agiere. Auch mit dem Off-Kommentar habe er schon intensiv gerungen: «Ich habe ja überhaupt keine Erfahrung als Sprecher und musste viel ausprobieren. Was sage ich, wie sage ich es?» Das vorläufige Ergebnis ist ein knapper und lakonischer Kommentar, vorgetragen mit einer Stimme, die deutlich tiefer klingt als Baumanns normale Intonation, aber zur Stimmung des Gezeigten passt.

Dem Material folgen
Am Nachmittag sichten und sortieren Baumann und Bhend Rohmaterial. Ein längeres Gespräch mit einem alten Viehhändler, das Baumann vor neun Monaten gedreht hat. Die ungeschnittenen Einstellungen werden grob zerlegt und geordnet. «Das gehört zum Thema Zusammenleben», bemerkt Baumann, und schon versieht Bhend den Clip mit einem entsprechenden Marker – Dokumentarfilme entstehen am Schneidetisch. Zwar hat Baumann für «Zum Beispiel Suberg» viel konzeptionelle Vorarbeit geleistet und eine detaillierte Struktur entwickelt, beim Drehen kommt aber vieles anders. «Ursprünglich sollte der Ablauf der vier Jahreszeiten dem Ganzen einen Bogen geben, davon ist nichts übrig geblieben.» Man muss sich vom Material leiten lassen, doch ohne klaren Fokus geht es nicht. Gerade legt der 88-jährige Viehhändler seine Ansichten zum Thema Atomenergie dar. Und ich stelle überrascht fest: Auch in Suberg hat man die Notwendigkeit eines Ausstiegs erkannt. «Da hat es tolle Aussagen drin», meint Baumann, «mit dem Film hat das aber leider nichts zu tun.»
Rund zwei Drittel seines Dokumentarfilms hat Baumann abgedreht. Der gezeigte Rohschnitt fliesst bereits sehr schön und etabliert die etwas surreale Stimmung dieses Dorfes, in dem es inzwischen keinen bedienten Bahnschalter, keine Poststation und nicht einmal mehr einen Laden gibt. «Was wir heute gesehen haben, ist die Exposition. Nun muss die eigentliche Geschichte beginnen», sagt Baumann. Konkret: sein Versuch, sich ins Dorfleben zu integrieren, indem er Mitglied des Männerchors wird, dem letzten funktionierenden Verein in Suberg. Auch dafür hat er schon einiges an Material gedreht. Was noch fehlt, ist das Ende. Wie dieses aussehen wird, weiss er allerdings noch nicht. Bis zur Premiere bleibt also noch einiges zu tun, doch der Schulterblick auf seine Arbeit stimmt zuversichtlich, dass Simon Baumann das passende Ende noch finden wird.

Dieser Beitrag ist Teil einr Serie über die Entstehung von «Zum Beispiel Suberg». Bisher sind in diesem Blog diese Beiträge erschienen.

www.migros-kulturprozent.ch

Feld-Wald-Wiesen-Wanderung…

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on März 12, 2012

… durch die France profonde (Gascogne).

Stand der Orchideen

Posted in Orchideen by ruedibaumann on März 11, 2012

Nach einem sehr warmen Januar und einem extrem kalten Februar pendelt sich die Natur langsam wieder ein, und die Orchideen-Saison beginnt ganz normal. Wie immer schon, erscheinen in den ersten Märztagen die ersten Knospen….

…. und die ersten Blüten entfalten sich…..

Die erste Ophrys marzuola blüht am 10. März (letztes Jahr war es der 7. März)

Nicht ganz zufällig wird genau diese Pflanze seit Wochen sehr genau beobachtet: sie war schon letztes Jahr allen andern um ein paar Tage voraus.

Präsidentschaftswahlen

Posted in Politik by ruedibaumann on März 10, 2012

Ende April und Anfang Mai möchte Nicolas Sarkosy in zwei Wahlgängen als président de la république wiedergewählt werden. Allerdings verheissen die Umfragen für ihn nichts Gutes: der Herausforderer François Holland liegt seit Wochen deutlich vor dem amtierenden Präsidenten!


Le Monde 9.3. 2012

„AKW subito abstellen“

Posted in Politik by ruedibaumann on März 9, 2012

Herr Leuenberger, wieso erteilten Sie 2009 als zuständiger Departementschef für das AKW Mühleberg eine unbefristete Betriebsbewilligung?

Wir fällten damals einen juristischen Entscheid. Dieser leuchtet aus juristischen Gründen – nicht aus politischen – auch heute noch ein. Seit 2005 gilt das neue Kernenergiegesetz und dieses sieht keine Möglichkeit mehr vor, eine Betriebsbewilligung energiepolitisch zu befristen. Zuvor gab es eine solche Befristung, die durch meine Vorgänger Adolf Ogi und Willi Ritschard aus politischen Gründen verfügt wurde.

Die 2009 bekannten Mängel genügten nicht, um Mühleberg sofort abzustellen?

Nein. Wäre die Sicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen, hätten wir das AKW Mühleberg abgestellt und gar keine Bewilligung erteilt. Nun kommt das Bundesverwaltungsgericht offenbar zum Schluss, dass die Sicherheit „in Frage gestellt“ sei. Und das Gericht führt erneut eine Befristung ein: Indem es der AKW-Betreiberin bis im Juli 2013 Zeit zur Behebung der Mängel gibt, macht es einen politischen Kompromiss. Das Bundesverwaltungsgericht fällt eigentlich ins alte Recht vor 2005 zurück. Falls die Sicherheit heute nicht gegeben ist, muss man das AKW abstellen und zwar subito.

Die vom Gericht ins Feld geführten Mängel am AKW waren 2009 bereits bekannt. Warum kamen Sie nicht zum gleichen Schluss wie jetzt das Bundesverwaltungsgericht?

Weil eben die Möglichkeit des befristeten Betriebs 2005 gesetzlich aufgehoben wurde. Es stellte sich nur noch die Frage: Genügt die Sicherheit, ja oder nein? Wir sagten damals gestützt auf die Aufsichtsbehörde Ensi: Ja. Jetzt vertritt das Bundesverwaltungsgericht die Meinung, das UVEK könne sich nicht nur aufs Ensi abstützen.

Hätten Sie damals nicht andere Beurteilungen einholen müssen als nur jene des Ensi?

Ich hatte vor dem Aufhebungsentscheid tatsächlich eine externe Beurteilung eingeholt, nämlich beim TÜV in Deutschland. Es ging um die Risse im Kernmantel. Der TÜV kam zum Schluss, der Betrieb sei sicher. Die weiteren Anregungen des TÜV wurden aufgenommen. 2009 holten wir dann kein weiteres externes Gutachten ein, weil wir keinen Anlass hatten, an der Zuverlässigkeit des Ensi zu zweifeln.

Heute ist die politische Grosswetterlage anders als 2009. Hätten Sie unter dem Eindruck von Fukushima anders entschieden?

Fukushima hat zum Atomausstieg in Deutschland und der Schweiz geführt. Die Einstellung zur Atomenergie hat sich verändert, auch beim Bundesverwaltungsgericht. Es hätte 2009 niemals so entschieden, wie es dies jetzt tat. Und schon gar nicht hätte dies der Bundesrat getan, der die Atomenergie ausdrücklich als Säule der Energieversorgung sah. Nun gibt es endlich einen Willen zum Ausstieg. Das ist ein richtiger, aber ein politischer Entscheid. Auch ob das UVEK das Urteil weiterzieht, wird ein politischer Entscheid sein. Das Departement könnte zum Schluss kommen, juristisch habe es zwar recht gehabt, aber es verzichte auf einen Weiterzug, weil der Atomausstieg ja beschlossen sei. Aber dazu will ich mich nicht äussern, denn das sind laufende Verfahren, für die das jetzige UVEK zuständig ist.

Interview im „Der Bund“ von heute