Benzinmotoren
Haben Sie sich auch schon geärgert beim Auffüllen des kleinen Benzintanks ihrer Motorsäge, oder des Rasenmähers, der Gartenhacke, der Motorsense? Warum? Weil diese kleinen Benzinbehälter oft intransparent sind, ist es fast unmöglich, sie aufzufüllen ohne einen Teil des Treibstoffs zu verschütten!
Dabei wäre es doch so einfach: Mit transparenten Benzintanks können die Kleingeräte aufgetankt werden, ohne einen Tropfen Treibstoff zu vergeuden. Stellen Sie sich vor, wieviele Millionen dieser praktischen Helfer im Gartenbau, in der Waldwirtschaft, in privaten Haushalten, in der Landwirtschaft usw. im Einsatz stehen und wieviel Treibstoff gespart werden könnte, wenn beim Auffüllen nichts verschüttet würde.
Ich fordere die Welt auf, Benzintanks nur noch aus transparenten Kunststoffen zu fabrizieren und damit einen grossen Beitrag zu leisten gegen die Vergeudung von nicht erneuerbaren Rohstoffen!
Es geht doch!
Canal de la Neste
Der Canal de la Neste wurde vor 150 Jahren gebaut. Er ist der Ursprung des ganzen Bewässerungssystems für die Gascogne. Das Schmelzwasser aus den Pyrenäen wir auf dem Plateau de Lannemezan auf die einzelnen Flüsse und Bäche aufgeteilt, die dann so alimentiert in ihrem Lauf gegen Norden als ideale Bewässerungskanäle für die Landwirtschaft dienen.
Das „System Neste“ wurde und wird laufend ausgebaut mit Rückhaltebecken und Stauseen die zum Teil auch der Stromproduktion dienen.
Schematisch sieht das so aus:

Der Canal de la Neste selber ist 28 km lang und präsentiert sich stellenweise wenig naturnah und mit viel Beton befestigt…
Ganz anders die 17 kleinen Flüsse und Bäche die die Gascogne durchqueren und nach mehr als hundert Kilometern im Norden in die Garonne münden.
Ein ideales Wanderland!
Nüsse knacken
Von unserem grossen Wahlnussbaum haben wir jetzt 30 kg Nüsse gesammelt und an der Sonne getrocknet. Unsere Gäste können sich auf verschiedene Nussrezepte freuen – das heisst, nur wenn sie beim Nüsse knacken hin und wieder mithelfen…
Inzwischen habe ich in den Hecken zwanzig weitere kleinere Nussbäume freigeholzt, Zukunftsinvestitionen sozusagen.
In der Region (an der Strasse Simorre – Samatan) gibt es auch die amerikanischen Nussbäume (Juglans californica). Allerdings lassen sich diese wegen der harten Schale nur mit der Hammermethode öffnen. Mit den üblichen Nussknackern ist da nichts zu wollen.
Die Früchte sehen fast aus wie Mostbirnen, die Nüsse sind aber klein und hart.
Parasol
Vom lichten Waldboden…
direkt auf den Teller
Für die üblichen Steinpilze war es in diesem Jahr zu trocken. Dafür werden wir jetzt mit Parasol-Pilzen entschädigt. Der Parasol gilt als einer der besten Speisepilze was ich nur bestätigen kann. Wir werden uns heute wieder auf die Suche machen.
Die besten Pilzerträge hatten wir im Oktober 2006!
Wenn sich der Nebel lichtet…
Nach Tagesanbruch…
wenn Nebelschwaden aus dem Tal des Arrats langsam aufsteigen…
dann kündigt sich ein goldener Herbsttag an!
Bilder Kathrin Gschwend und Simon Baumann
11.11.11.
Interview einer österreichischen Journalistin und Land-Bloggerin mit einem schweizerisch-französischen Paysan in der Gascogne über Biolandbau und Zukunft.
Atomstaat Frankreich
Heute war ich vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Traktor. Zwanzig Hekaren eggen (Unkrautkur). Gute Gelegenheit Radio zu hören.
Auf Südradio wurde mit diversen Experten drei Stunden über die Frage debattiert, ob Frankreich aus der Atomenergie aussteigen könne. Die Mehrheit der HörerInnen waren der Meinung, dass das nicht möglich sei, weil 500’000 Leute arbeitslos würden, weil der Strompreis 8 mal höher würde, weil dann alle Industrien nach China ausgelagert würden und weil, weil, weil…
Erstaunlich, dass die Atomenergiedebatte in Frankreich eigentlich noch nie vernünftig geführt wurde. Die EDF (Electricité de France) hat während fünfzig Jahren alle Alternativenergien verteufelt, Elektroheizungen propagiert und die Kernenergie als völlig gefahrlos dargestellt. Alle politischen Parteien und Gewerkschaften mit Ausnahme der Grünen haben den Ausbau der Atomenergie denn auch immer befürwortet.
Die Präsidialwahlen von 2012 sind eine Chance, dass nun endlich auch in Frankreich realistisch über den Atomausstieg diskutiert werden kann. Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Holland ist auf die Unterstützung der Grünen angewiesen und die wollen ihren Support nur zusagen, wenn die Sozialisten einmal an der Macht den Schrottreaktor Fessenheim schliessen, den Bau des „Schnellen Brüters“ einstellen und eine Frist für den Atomausstieg festschreiben…
Ich bin gespannt, ob endlich auch in Frankreich eine öffentliche Debatte zu der künftigen Energiepolitik stattfindet. Immerhin wurde heute auf Sudradio ein Anfang gemacht!
Morgenrot oder Abendstimmung?
Grössenwahn?
Überall werden immer grössere Ställe gebaut. Auch in Frankreich. Zur Zeit entstehen in unserer Nachbargemeinde drei neue Riesenställe. Alle drei für den gleichen Betrieb, für x-hundert Kühe!
Ich habe ja nichts gegen vernünftige, offene, tiergerechte Stallbauten. Aber müssen es wirklich immer so riesige Gebäude sein für so grosse Bestände?
In der Landschaft wirkt der Stall wie ein grosses Industriegebäude. Zumindest sind die Dachflächen alle mit Photovoltaik-Panels bestückt.
Aber trotzdem….
Affaire à suivre!
Solarertrag
Unsere Photovolaikanlage funktioniert störungsfrei.
Ganz im Gegensatz zu unserem Internetempfang. Seit ein paar Tagen ist warten angesagt: jede einzelne Seite bringt mich fast zur Verzweiflung! Alsatis (unser Internet-Sender) hat zugesagt, dass sie das Problem innert nützlicher Frist lösen wollen, natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass wir zuerst alle Hausinstallationen überprüfen sollen… Menschenskind, das haben wir doch schon hundert mal überprüft!
Freuen wir uns also in der Zwischenzeit an unserer Solar-Enegieproduktion: Die Jahreskurve der kWh-Erträge liegt immer deutlich über den prognostizierten Werten!


























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