Lorbeeren ernten
Unter Lorbeeren ernten kann man sich ja verschiedenes vorstellen. Zum Beispiel das!
Hier gehören die Lorbeer-Stauden zu den invasiven Pflanzen. Jedenfalls sind sie sehr konkurrenzstark und wachsen sehr schnell. Nach fünf Jahren erreichen sie schon eine Höhe von vier Metern und wir müssen sie regelmässig auf den Stock zurücksetzen, weil sonst alles andere „in den Schatten gestellt wird“.
Die Lorbeeren können auch ganz nützlich sein: man kann damit die Suppe würzen, Lorbeerkränze flechten und ideale Pfosten für die Tomaten sägen…
Dioxin-Skandal 2011
Was mich wundert ist nicht, dass regelmässig Lebensmittelskandale öffentlich werden. Mich wundert, dass offenbar der gegenwärtige Dioxin-Skandal nur die deutschsprachigen Länder beschäftigt. Jedenfalls habe ich hier in französischen Medien bisher nichts darüber gehört, gelesen oder gesehen. Dabei ist doch Frankreich sehr agressiv in die Produktion von Agrotreibstoffen eingestiegen und hat eine ganze Reihe von entsprechenden Anlagen zur Biodieselproduktion aus dem Boden gestampft.
Allerdings ist mir auch noch nicht klar, ob, wie und warum bei der Produktion von Agrotreibstoffen Dioxin entstehen kann? Die diversen Artikel in Spiegel Online geben dazu auch keine konkreten Hinweise. Gibt es jemanden, der darüber verbindliche Aussagen machen kann?
Massentierhaltung und Zufütterung von betriebsfremden Futtermitteln birgt immer die Gefahr von Lebensmittelkontamination. Wenn man Fleisch und Eier essen will, sollte man darauf achten, dass diese Produkte von Biobetrieben mit ausschliesslich betriebseigenen Futtermittel stammen. Dazu gibt es glücklicherweise immer mehr Möglichkeiten.
Inzwischen dürfen (vorübergehend) in Deutschland 4’700 Bauernbetriebe keine Produkte mehr auf den Markt bringen. Die beim deutschen Futterfetthersteller Harles und Jentzsch gemessenen Dioxinwerte liegen bis zu 77-mal höher als erlaubt.
World food situation
Wenn man als Weizenproduzent diese Grafiken mit steigenden Preisindizes sieht, müsste man sich im Hinblick auf einen besseren Erlös und Verdienst eigentlich freuen.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Da wir für unser Getreide keine Lagerungsmöglichkeiten haben, müssen wir jeweils direkt nach der Ernte verkaufen. Erfahrungsgemäss sind die Preise im Juli/August eher tief.
Wir produzieren Biogetreide. Weil es immer noch relativ wenig Bioproduzenten gibt, ist die Logistik, Reinigung und Lagerung teurer als für die konventionelle Produktion.
Die Düngung darf nicht mineralisch sondern nur organisch sein. Neben Gründüngung mittels Leguminosen (bei uns Luzerne oder Féveroles) kommen nur organische Handelsdünger in Frage (z.Bsp. Granulat aus Hühnerfedern, Knochenmehl usw.). Diese organischen Dünger sind sehr teuer! Wir müssten beispielsweise den Ertrag verdoppeln, nur um die Düngerkosten zu bezahlen. Aus diesen und anderen Gründen verzichten wir meistens auf Handelsdünger und nehmen einen eher bescheidenen Ertrag in Kauf
Zur mechanischen Unkrautbekämpfung habe ich heute versucht, einen ersten Durchgang mit dem Hackstriegel zu machen. Dazu braucht es viel Fingerspitzengefühl, damit die Schäden an der Kulturpflanze nicht zu gross werden.
Und für die Konsumenten sieht es noch einmal ganz anders aus…
Das Facebook ist ja offensichtlich sehr erfolgreich. Man ist schnell und unkompliziert mit dabei, aber sehr viel schwieriger wird es, wenn man sich wieder abmelden möchte… (kann man das überhaupt?). Ich habe auf Facebook „nur“ 62 Freunde und Freundinnen aber eigentlich ist mir das schon viel zu viel (einzelne kenne ich gar nicht richtig). Es interessiert mich eigentlich auch gar nicht so sehr, wer jetzt mit wem auch noch „befreundet“ ist und wer sein „Erscheinungsbild“ gewechselt hat. Und wenn ich zum Beispiel lese, „Emilie Lieberherr ist tot“ kann ich ja nicht gut darunter klicken: Gefällt mir! Natürlich kann man mit einem Klick, seine x-tausend Freunde auf einen guten Artikel, auf ein lustiges you tube-Filmchen oder auf ein interessantes Buch aufmerksam machen. Aber wenn meine x-tausend Freunde alle auch x-tausend Freunde haben, können die ja die x-tausend Babyfotos doch gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen, geschweige denn wirklich ansehen.
Also liebe Facebookfreunde, leider muss ich viele von euch wieder unsichtbar machen….
(Le Monde electronique 4.1.2011)
1048 Facebook-Freunde hatte eine 42-jährige Frau aus England, doch keiner von ihnen griff rechtzeitig ein, als sie ihren Selbstmord ankündigte. Im Gegenteil: Einige reagierten mit hämischen Kommentaren. Das berichten mehrere britische Zeitungen. Jetzt meldet sich die Mutter der Toten zu Wort. (Spiegel Online)
Betriebszählung
Heute vormittag hatten wir Besuch von einem Vertreter des regionalen Landwirtschaftsdepartementes Midi-Pyrénées. Alle zehn Jahre werden in der EU detaillierte landwirtschaftliche Betriebszählungen durchgeführt um die laufenden statistischen Daten zu ergänzen und zu präzisieren.
Im Departement Gers (Hauptort Auch) zählt man zur Zeit 7’812 Landwirtschaftsbetriebe, davon sind 200 Höfe über 200 ha gross, die durchschnittliche Betriebsgrösse ist 59 ha.
Detaillierte Strukturerhebungen finden Sie hier
Die Einkommenssituation einer durchschnittlichen Ferme im Midi stellt sich wie folgt dar:
Production totale 81’170 €
–
Consommations Intermédiaires 65’590 €
=
Valeur ajoutée 15’580 €
+
Subventions d’exploitations 28’570 €
–
Salaires, fermages, impôts sur la production 12’120 €
=
Excédent brut d’éxplitation 32’030 €
–
Dotations aux amortissements moins les transferts de charges 17’660 €
=
Résultat d’éxploitation 14’370 €
–
Charges financières mois les produits financiers 2’330 €
=
Résultat courant avant Impôt (RCAI) 12’040 €
Visite chez Radio Suisse Romande
Gespräch über Schweizer Politik
„Depuis que je vis en Europe, j’ai compris que le problème fondamental de la démocratie directe, ce sont les flux financiers. Je suis étonné de voir le deuxième conseiller fédéral milliardaire. Cela dit beaucoup de choses: ce sont les milliardaires qui font la politique en Suisse.“






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