Wir kandidieren…
… definitiv nicht für den Schweizer Bundesrat. Zugegeben, wir wurden auch nicht angefragt. Aber nachdem Kreti und Pleti ihre Zu- oder Absage an einer möglichst originellen Pressekonferenz publik machen, können wir nicht zurückstehen! Reizen würde uns das Amt natürlich schon, und wir würden es uns auch zutrauen. Zudem hätten wir einiges an Erfahrung und Überzeugungen in die helvetische Regierung einzubringen: EU-Staatsbürgerschaft, Auslandschweizertum, Politikerfahrung als In- und Aussenseiter, Kenntnisse in Biologie, Mechanik, Elektronik, Kunst, Film und in anderen Wissenschaften und natürlich den festen Willen, dem Land nach bestem Wissen und Gewissen zu dienen!
Aber wie gesagt, wir kandidieren nicht, weil wir weiterhin unseren bescheidenen Beitrag an die Welternährung leisten wollen und es wohl doch gelingen sollte, zwei vernünftige Leute für das hohe Amt auf dem Gebiet der Eidgenossenschaft zu finden…. 😉
Wer ernten will…
… muss säen. Wir haben bei einem befreundeten Bauern Bio-Saatgut besorgt. Viereinhalb Tonnen Weizen (blé tendre) zu 320 €/to, abgefüllt in Bigbags. Bereit zur Aussaat im Herbst.
Lockerungsübungen
Die Böden hier sind hart, steinig und trocken. Ich mache etwas Lockerungsübungen mit dem Tiefgrubber und versuche damit auch die Ronce-Ableger (Brombeeren) zu bekämpfen.
Bilder…
… von meinem heutigen Arbeitsplatz. Traktorist in der Gascogne…
… dazu auf France Inter: Liebesbriefe von Rainer Maria Rilke…
Traumlandschaften
Das Gers ist eine intakte Kulturlandschaft. Sanfte Hügel, mäandrierende Bachläufe, Wälder, Hecken und Einzelbäume und vielseitige landwirtschaftliche Kulturen. So schöne Kulturlandschaften gibt es, glaube ich, in der Schweiz leider nicht mehr…
Sonnenstrom
Unsere Solaranlage haben wir vor genau einem Monat in Betrieb genommen. In diesen 31 Tagen haben wir 1707 kWh ins Netzgeliefert. Durchschnittlich 55 kWh pro Tag, prognostiziert waren für diese Zeit 47,5 kWh pro Tag. Wir sind auf Kurs und zum Glück hat für die Solaranlage, ganz im Gegensatz zu den meisten Elektrogeräten im Wohnhaus, der Blitzschutz standgehalten!
La vache qui rit (plus)
Die französischen Milchbauern haben es nicht einfach. Der Milchpreis ist tief und jetzt kommt noch die Trockenheit und verteuert die Futterpreise zusätzlich. Seit Monaten drängen sie die Milchindustrie zu eine zehnprozentigen Produzentenpreiserhöhung (36 Euro/Tonne).
Eigentlich lächerlich wenig, wenn man bedenkt für was die Leute sonst ihr Geld ausgeben!
Landauf und landab haben die Bauern in den Auslagen der Grossverteiler die Milchprodukte mit einem Kleber versehen mit der Aufforderung, Produkte der nicht konzessionsbereiten grossen Milchfirmen zu boykotieren! Gut so!
Le Monde, 13. août 2010
Broyen und débroussailler…
… sind wichtige Tätigkeiten eines agriculteurs français. Broyen heisst mittels eines Schlegelhäckslers Pflanzenreste (Gras, Stroh, Pflanzenreste auf abgeernteten Bohnen- Raps-, Sonnenblumen- und Maisfeldern, Unkraut usw.) so zu zerkleinern, dass sie anschliessend problemlos in den Boden eingearbeitet werden können. Unter débroussailler versteht man das Entbuschen von Weiden, Wegböschungen, Gräben usw., damit die Landschaft offen bleibt. Landschaftspflege eben.
Es geht nichts…
… über sonnengereifte Biotomaten in allen Formen und Farben! Am besten direkt von einem der 70 Tomatenstöcke im Garten. Belohnung für die Bewässerungsarbeit!















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