Keine Zukunft für Avenir Suisse
Die selbsternannte „Denkfabrik“ Avenir Suisse, grosszügig finanziert von den Grossbanken und der Industrie ist ja nun wirklich mit ihren exessiven Liberalisierungskonzepten vollständig gegen die Wand gefahren. Die Helden von Avenir Suisse haben uneingeschränkt jahrelang den Casinokapitalismus und die Abzockermentalität der Finanzwelt propagiert und damit an vorderster Front mitgeholfen, die Schweiz und die Welt in eine nie dagewesene Krise zu stürzen.
Thomas Held und seine Crew wollten der Politik ihre untauglichen Konzepte aufzwingen, indem sie den Staat immer als rückständig und inneffizient verspottet haben. Der gleiche Staat muss nun ihrer Misswirtschaft mit 68 Milliarden Schweizerfranken unter die Arme greifen. 10’000 Schweizerfranken muss jeder Bürger und jede Bürgerin dieses Landes bluten, allein um die Eskapaden der UBS zu finanzieren!
Eigentlich würde man erwarten, dass sich die Leute von Avenir Suisse für ihre totale Fehleinschätzung und die damit verbundenen Schäden entschuldigen und ihr Institut umgehend auflösen würden.
Nichts davon! Statt, wie es sich nach diesem Beratungsdebakel gehören würde, kleinlaut die Szene zu verlassen, starten die Schreibtischtäter mit ihren untauglichen Ideologien einen neuen Angriff. Diesmal soll die Landwirtschaft das Opfer ihrer unausgegorenen Empfehlungen werden. Der Strukturwandel soll gefördert und die Landwirtschaft möglichst in Aktiengesellschaften mit billigen Arbeitskräften betrieben werden, fordern die gescheiterten Finanz- und Wirtschaftsberater. Das Selbstbewirtschafterprinzip im bäuerlichen Bodenrecht müsse fallen, damit endlich auch juristische Gesellschaften in grossem Stil Schweizer Ackerböden kaufen könnten! Die Ernährungsicherheit der Schweiz sei ohnehin nur ein Mythos dozieren die „Berater“.
Avenir Suisse sollte in „Vergangenheit Schweiz“ umgetauft werden. Man kann ihren Frontalangriff auf die Schweizer Landwirtschaft nur dahingehend deuten, dass sie nun ein grosses Ablenkungsmanöver starten, um vom Totalversagen ihrer Konzepte in der Industrie- und Finanzwelt abzulenken.
Es gibt in der Schweiz nur noch 4% Bauern und der Strukturwandel läuft (leider) uneingeschränkt weiter. Wie wäre es, wenn endlich auch die selbsternannten Beratungsinstitute von einem vergleichbaren Strukturwandel erfasst würden?
Le bonheur est dans le pré
Morgen Mittwoch, Radio Suisse Romande, im Rahmen der Sendung „Rien n’est joué“, im Gespräch mit Madeleine Caboche (sofern bis dann die Bundesratswahlen vorüber sind…) um 10:00 Uhr (auf französisch):
Portrait de Ruedi Baumann, un homme qui n’a pas peur de se remettre en question.
Politicien, écologiste et président de parti, Ruedi Baumann est avant tout un homme de la terre.
Après des années d’engagement au sein du parti écologiste, il quitte sa terre bernoise pour une ferme dans le Sud-Ouest de la France.
Ancien président du Parti écologiste suisse, Ruedi Baumann est né en 1947 à Suberg (canton de Berne), où il exploite sa propre ferme.
Ingénieur agronome de l´Ecole polytechnique fédérale de Zurich, il a été conseiller communal, puis membre du Grand Conseil bernois. Siégeant au Conseil national au titre du Parti écologiste, dont il est élu président en 1997, il copréside également l´Association suisse des petits et moyens paysans.
Partisan de l´adhésion de la Suisse à l´Europe, il prône la lutte contre le génie génétique, une réforme fiscale écologique et l´encouragement aux énergies renouvelables.
En 2001, il démissionne de la présidence de son parti et part se mettre „au vert“ dans le Sud-Ouest de la France.
Qui n’a pas rêvé de tout quitter pour vivre libre, hors du temps, dans une campagne idyllique? Ruedi Baumann l’a fait. A présent Suisse de l’étranger, il continue de suivre avec intérêt la politique suisse et européenne.
Eunice Bonaparte
Eunice Bonaparte ist Amerikanerin und arbeitet zur Zeit für das amerikanische Peace Corps in der Ukraine als Erwachsenenbildnerin. Ich kenne sie von einem gemeinsamen Einsatz als Wahlbeobachter in Armenien im Jahre 2003. Dazwischen haben wir sie einmal gesehen als engagierte Lehrerin in einem schwierigen Quartier in Brooklyn, New York.
Endlich gab sich die Gelegenheit, ihr auch einmal die Schweiz und unsere kleinbäuerliche Landwirtschaft etwas näher zu zeigen…
Auch wenn sich das Wetter nicht gerade von der besten Seite zeigte….
….präsentierte sich die Inselmatt unter einem schönen Regenbogen…
… und unsere Mutterkühe hatten Freude an der neuen Betreuerin
Heute Sonntag strahlte endlich auch das Berner Oberland in schönstem Sonnenschein
Biel-Bienne
Biel ist eine zweisprachige Stadt. Der See, die gemütliche Altstadt, der Jurasüdfuss und der welsche Charme machen Biel einzigartig. Zudem haben die Bielerinnen und Bieler endlich auch den letzten Autoparteiler aus der Stadtregierung geworfen und dafür eine grüne Frau gewählt, etwas was die Stadt noch einmal viel sympathischer macht…
Die Zweisprachigkeit hat allerdings hin und wieder ihre Tücken…
68 Milliarden durchwinken
Die Schweiz sieht sich gern und oft als die beste Demokratie der Welt. Wenn man allerdings als Auslandschweizer etwas näher hinschaut, zeigen sich in diesem schönen Bild zunehmend Risse und dunkle Flecken. Die Schönwetterdemokratie funktioniert offenbar in Krisenzeiten nur schlecht und recht.
In der Schweiz kann über jede Trottoirverbreiterung und jeden Robidog abgestimmt werden, wenn es aber um einen 68-Milliardenbeitrag zur Sanierung einer Grossbank geht, dann hat weder das Volk, noch das Parlament etwas zu sagen! Man stelle sich vor, einige wenige Personen entscheiden darüber, dass die Schweiz praktisch bedingungslos einer maroden Bank mehr als die Summe des ganzen Bundesbudgets eines Jahres überweist! Notabene einer Bank, deren Verwaltungsräte und Manager während Jahren Millionenbeiträge abgezockt haben!
Dass eben diese Bank (und andere) während Jahrzehnten den rechten Parteien, damit diese schön brav weiterhin ihre (Bankgeheimnis-)Interessen vertraten, geheime Zahlungen leistete, macht die Sache nicht besser.
Am 10. Dezember soll ein neues Mitglied der Landesregierung erkoren werden. Wenn es nach den bürgerlichen Parteien geht, bleibt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ein an Altersstarrsinn leidender Multimilliardär und sein ihm ergebener xenophober Handlanger stehen zur Auswahl.
Amerika du hast es besser! Dort durfte das Volk Barack Obama wählen! Bei uns dürfen wir uns wieder jahrelang streiten, ob jedes Dörflein sein eigenes rückständiges Schulsystem behalten, und ob in der Dorfbeiz geraucht werden darf oder nicht….
Von wegen beste Demokratie der Welt.
Mauerreste
Viel ist von der berüchtigten Berliner Mauer nicht mehr übriggeblieben: Gut so! Souvenirjäger haben den Mauerresten so zugesetzt, dass die verbleibenden Teilstücke eingezäunt werden mussten….
Die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche am Kurfürstendamm erinnert als weiteres eindrückliches Mahnmal an die sinnlosen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg…
Geschichtsträchtiges auf Schritt und Tritt. Wir lassen jedenfalls einen Koffer in Berlin…
Umfrage
Le Temps répercute très bien l’état d’esprit du Parlement, à l’instar du sénateur Dick Marty qui déplore : „Aux Etats-Unis, ils ont pu élire Barack Obama. Et nous, nous avons le choix entre Christoph Blocher et Ueli Maurer. Quelle misère!“
Meine Antwort: Luc wählen!
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Deutscher Bundestag
Der Deutsche Bundestag in Berlin ist um einiges publikumsfreundlicher als l’assamblée national française in Paris. Die begehbare, transparente Kuppel auf dem Reichstag bietet einen schönen Blick auf das Regierungsviertel (Kanzleramt, daneben (!) Schweizer Botschaft) und der Besuch auf den Tribünen des Bundestags ist unkompliziert und ohne Voranmeldung möglich….
…eindrückliches „Innenleben“ der Glaskuppel…
…. und auch das Brandenburgertor ist gleich daneben














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