Wandern auf Autostrassen
Das Tourismusland Schweiz ist zu recht stolz auf ihr ausgebautes Wanderwegnetz. Allerdings müssen die Wanderer gerade an den touristisch attraktivsten Orten sehr oft unliebsame Umwege hinter hohen Hecken und Mauern, die das hierzulande heilige Privateigentum hermetisch abriegeln, in Kauf nehmen. Im restlichen Europa sind beispielsweise öffentliche Uferwege für Wanderer eine Selbstverständlichkeit. Nicht so in der Schweiz! Versuchen Sie beispielsweise einmal rund um den Thunersee zu wandern! Sie werden feststellen, dass frei zugängliche Seeufer oft nur den Besitzern vorbehalten sind.
Beispiel in der Gemeinde Einigen:
Kilometerweise werden die schönen Uferpartien den Kühen vorbehalten! Den Wanderern bleibt nichts anderes übrig, als sich entlang der lärmigen, stark befahrenen Staatstrasse nach Spiez zu retten.
Gemäss OECD-Studie kostet jeder Bauernbetrieb die Schweizerbevölkerung im Durchschnitt jährlich hunderttausend Franken. Als Dank dafür werden hier (Einigen, Ghei) alle Steuerzahler konsequent von allen Flur- und Wanderwegen ferngehalten!
Geits eigentlech no?
Ich bin gespannt darauf, ob und wie die Berner Oberland Tourismus Verantwortlichen auf diesen unhaltbaren Zustand reagieren! Immerhin hat die Berner Bevölkerung vor Jahrzehnten einer Initiative für freie Fluss- und Seeufer zugestimmt!
Wahlkampf im Bernbiet
Das waren noch Zeiten, als die Bauern- Gewerbe und Bürgerpartei (BGB) mit markanten Politikern im Bundesrat vertreten war: Minger Rüedu, Friederich Traugott Wahlen, Rudolf Gnägi…
Da war die heutige SVP eben noch eine Bauernpartei, behäbig, staatstragend, natürlich bürgerlich, weltoffen, selbstbewusst und tonangebend nicht nur im Agrarkanton Bern.
Und jetzt ist die SVP nur noch omnipräsent mit rassistischen Plakaten, von Zürcher Milliardären finanziert und gesteuert und mit dümmlichen Parolen wie Masseneinwanderung stoppen und EU nie usw.!
Dabei gibt die Partei vor, sich immer noch um die Landwirtschaft zu kümmern und deren Anliegen ernst zu nehmen. Von wegen! Letztes Beispiel ist die Raumplanung: Da wird jahrelang der Kulturlandverlust beklagt, aber wenn es im Parlament gilt dem Raumplanungsgesetz einige Zähne einzusetzen, dann wehrt sich die „Bauernpartei“ mit Händen und Füssen gegen die selbstverständlichsten Regelungen!
Das gleiche Debakel auf dem Milch- und Käsemarkt: obschon oder gerade weil die SVP alle Spitzenfunktionen in den Landwirtschaftsverbänden für sich beansprucht, herrscht hier das reine Chaos, seit sich der Staat aus der Milchkontingentierung zurückgezogen hat.
Kein Wunder, bei dem Politpersonal! Die Berner SVP-Debutation besteht seit der Abspaltung der BDP nur noch aus Hinterbänklern:
Rudolf Joder, eine Nullnummer mit der Ausstrahlung eines verschlagenen Viehändlers.
Amstutz, Rechtausleger, argumentiert wie eine Motorsäge
Aebi, Gantrufer, verdient sich eine goldene Nase an den Bauern die wegen der SVP-Politik aufgeben müssen
von Siebenthal, religiöser Bergbauer der, glaube ich, noch nie etwas gesagt hat.
War da sonst noch jemand? Irgend einer aus dem Berner Jura und der nachgerückte Kumpan aus dem Duo Dick und Doof das zur Zeit mit seinen Plakaten das schöne Bernbiet verschmutzt.
Wer da noch SVP wählt ist selber schuld!
Stare
Eigentlich warten wir auf den Storch ;)… aber bisher kamen nur die Stare. Dafür gleich scharenweise… Besammlung vor der weiten Reise in den Süden.
Clos du Doubs
Der Doubs macht es wie wir: von Frankreich herkommend macht er eine Schleife in die Schweiz und verlässt Helvetien wieder Richtung Frankreich, ganz natürlich, tout naturellement…
An seinen Gestaden befindet sich Saint-Ursanne, „Perle du Jura“, mittelalterliche Kleinstadt mit einzigartigen Zeugen einer grossen Vergangenheit mit Stiftskirch und Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert.
Die zahlreichen Strassencafés laden zum verweilen, beobachten, geniessen!
Berner Seeland
Im berüchtigten Seeland-Nebel ist die Zuckerrübenernte bereits in vollem Gang. Es wird eine gute Ernte mit guten Zuckergehalten erwartet (85 To/ha, 18 % Zuckergehalt).
Das blaue Phaceliafeld verbreitet eine melancholische Stimmung…
… während sich die „Rübenmaus“ langsam durch den Rübenhaufen frisst…
Zucker aus der Schweiz.
Hoch- und Niedermoore
Auf dem Bergwanderweg von Sankt Antönien auf das Chrüz begegnet man diese Moorlandschaften. Obschon sich das Moor auf einer Höhe von 2000 m.ü. M. befindet, handelt es sich m. E. nicht um ein Hochmoor sondern um ein Niedermoor.
Landschaftspflege
Hommage an die Bergbauern im Prättigau: sie pflegen ihre Landschaft wie einen millionenteuren riesigen Golfplatz…
Parlamentsgeschichten
Ehemalige und jetzige Parlamentsmitglieder erinnern an ihre Zeit unter der Bundeshauskuppel. Quer durch die Politlandschaft geben Politikerinnen und Politiker ihre Erlebnisse und Anekdoten, Lustiges und Ernstes, aber auch Erfundenes in ihrer Landessprache zum Besten.
Herausgeber ist François Loeb, er wurde 1940 in Bern geboren. 1965 erwarb er das Diplom der Wirtschaftswissenschaften in St. Gallen. 27 Jahre lang war er Unternehmensleiter des Traditionskaufhauses LOEB in Bern, 1987-1999 Mitglied der grossen Kammer des Parlaments (Nationalrat). François Loeb lebt heute im Schwarzwald.
Liebe Pilzfreunde…
… aus nah und fern. Ich habe auf unserer Dauerweide acht Riesenpilze entdeckt (war ja auch nicht schwierig, die Dinger sehen von weitem aus fast wie liegende Burenziegen!).
Mit meinen rudimentären Pilzkenntnissen (ich kenne nur die Cèpe de Bordeaux..) schliesse ich auf Riesenbovist (?)
Was meinen Sie?
Sind die essbar?
Ansicht von unten (nach dem pflücken)
Fruchtfleisch schön weiss und gesund, 1.2 kg.
Kann man die auch konservieren? Einfrieren? Immerhin sind es acht Stück!
Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar!
Und hier noch das grösste Exemplar…
… bringt nicht weniger als 3,8 kg auf die Waage!
Hotel Rhätia
Ich kenne Hubert Zurkinden als klugen und umsichtigen Generalsekretär der Grünen Partei der Schweiz. Vor gut einem Jahr hat er sich vom stressigen Politjob in Bern verabschiedet und führt nun erfolgreich zusammen mit seiner Partnerin Regula Strobel das alt ehrwürdige Hotel Rhätia im bündnerischen St. Antönien („Hinter dem Mond links!“).
Das sympathische Gasthaus auf dem Dorfplatz von St. Antönien ist inzwischen ein Geheimtip für Naturliebhaber, Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Biker, Skifahrer, Schneeschuhläufer, Kulturinteressierte, Leser, Politfreaks, Nostalgiker, Geniesser…: kurz: eine ideale Feriendestination!






























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