Letzte Reise
Captain James Cook war einer der berühmtesten Entdeckungsreisenden des 18. Jahrhunderts. Als Primarschüler habe ich mir ein Bild aus meinem Avanti-Buch eingeprägt, das Cook kurz vor seiner Ermordung auf einer Hawaii-Insel darstellt. Vielmehr wusste ich eigentlich nicht über diesen grossen Weltentdecker.
Nun habe ich den faszinierenden Roman von Anna Enquist „Letzte Reise“ gelesen. Sie erzählt die ganze Familiengeschichte aus der Sicht seiner Ehefrau Elisabeth, die zu Hause in England immer wieder auf ihn warten musste.
Eine packende Geschichte, ein Abenteuerroman und eine Liebesgeschichte in einem. Ich bin begeistert!
Fast möchte man die grossen Schiffsreisen selber machen!
Gruss aus dem Mc Donald
So weit ist es schon gekommen mit uns armen Franzosen:
wenn wir kommunizieren wollen, müssen wir zuerst einen Hamburger fressen.
Seit Donnerstag Abend haben wir wieder mal kein Netz….. Alsatis ist unfähig die Panne zu beheben, sehr ärgerlich! Aber sonst geht es uns gut.
Grüsse aus der Wifi-Zone im McDo!
Nicolas, Bruno, Nathalie et les agriculteurs
Heute war ich nun an dem „table ronde“ mit unserem Präsidenten, zusammen mit etwa 800 Berufskollegen. Zuerst mussten wir natürlich diverse Kontrollen wie am Flughafen durchstehen. Mit nur einer Viertelstunde Verspätung traf der Präsident, zusammen mit seinem Landwirtschaftsminister Bruno Lemaire und seiner Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet, ein.
Der Präsident der Landwirtschaftskammer begrüsste die hohen Gäste und eröffnete gleich die Fragerunde. Themen rund um die Pac (EU-Agrarpolitik), das Bewässerungsmanagement, die staatlichen Regulierungen, die Altersrenten usw. kamen zur Sprache. Der Präsident der Junglandwirte und andere Würdenträger aus den landwirtschaftlichen Organisationen durfte ihre gut vorbereiteten Fragen stellen.
Nicolas Sarkozy hat umfassend und kompetent geantwortet und nur ganz spezifische Details seinem Landwirtschaftsminister oder der Umweltministerin überlassen. Das muss man dem Mann lassen, er kann seine Zuhörerschaft mit seiner Rhetorik fesseln.
Er hat unter anderem gesagt, dass Frankreich erreicht habe, dass die EU ihre Subventionen an die Landwirtschaft nicht um 30% kürze und dass man gegen zu viele oekologischen Auflagen kämpfe. In dem anderthalbstündigen Gespräch kam das Wort Biolandbau nie vor.
Er hat den 7500 Bauern im Gers versprochen, dass es jeden Einzelnen brauche um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und das wichtigste seien gute Preise und nicht die Subventionen.
Ich war erstaunt, wie ruhig, unpolemisch und gesittet die Veranstaltung verlief. Keine Vorwürfe, kritische Fragen nur sehr, sehr zurückhaltend und auch kaum Zwischenapplaus.
Es gab während der ganzen Veranstaltung auch nichts zu trinken oder zu essen, obwohl das Gers als grösstes Landwirtschaftsdepartement Frankreichs gerühmt wird.
Kommentar eines Bauern:“C’est la crise!“
Table ronde mit dem Präsidenten
Der Name Sarkozy kommt in meinen 1809 bisherigen Blogbeiträgen inzwischen 95 mal vor. Monsieur le président hat im zentralistischen Frankreich ganz zweifellos einen bedeutenden Einfluss auf den Alltag der Französinnen und Franzosen und er beschäftigt offensichtlich auch mich. Er ist Feindbild und Lichtgestalt in einem.
Jetzt kämpft er um seine Wiederwahl im Frühjahr 2012. Sein Wahlkampf (obschon er persönlich das nicht so sieht) führt ihn nächsten Dienstag in unsere Gegend. Er will einen Bauernbetrieb im Gers besuchen und anschliessend hat er lokale Würdenträger und Bäuerinnen und Bauern zu einem „table ronde sur le monde agricole“ eingeldaden.
Ich bin gespannt wie das abläuft. Werden da wirklich reale Probleme der Landwirtschaft kritisch besprochen oder geht es nur um einen Medienanlass, um dem „Präsidenten der Reichen“ wieder etwas Stallgeruch zu geben?
Das rurale Departement Gers und die ganze Grossregion Midi-Pyrénée haben erstaunlicherweise seit Jahren politisch eine rotgrüne Mehrheit. Der „président de la république“ wird sich also etwas einfallen lassen müssen, wenn er das ändern will…
Das sollten Sie lesen…
„Zu viel Glück“ heisst der letzte Erzählband von Alice Munro. Die Kanadierin gehört zu den bedeutendstsen Autorinnen der Gegenwart und gilt seit Jahren als Kandidatin für den Literaturnobelpreis. Nüchtern und einfach ist ihre Sprache, es passiert nicht viel, und trotzdem, was für Geschichten!
Schönes Heimwesen zu verkaufen…
Hier ganz in der Nähe steht ein stattlicher Landwirtschaftsbetrieb zum Verkauf. 116 Hektaren Land inklusive diverser Gebäude zum stolzen Preis von 1’090’000 €. Wer über das notwendige Kleingeld verfügt oder organisieren kann, darf sich bewerben . Die Safer, die hier in Frankreich für einen transparenten und kontrollierten landwirtschaftlichen Bodenmarkt verantwortlich ist, wird dafür sorgen, dass ein geeigneter Hofnachfolger gefunden wird.
So sieht das auf den Grundbuchplänen aus…
… und so im Feld
L’Orchidée de Traversères
Wer die spannende, reich illustrierte Geschichte dieser neu entdeckten Blume nachlesen will, kann jetzt den pdf-Text (9 Seiten) hier herunterladen! (anschliessend auf Free-Download klicken).
Schwein gehabt
Noch gibt es sie, die glücklichen Schweine. Es scheint dass diese drei Muttersauen dazugehören. Wir haben sie auf einer grossen, sonnigen Weide mit Panoramablick auf die Pyrenäen entdeckt…













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