Fuerwärche

Kluge Köpfe schützen sich… 😉

Doppelbürger
Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt
Wir sind seit zwölf Jahren schweizerisch-französische Doppelbürger. Die Einbürgerung in Frankreich erfolgte bereits fünf Jahre nach unserer Niederlassung problem- und kostenlos. Nachdem wir den entsprechenden Antrag gestellt hatten, erhielten wir einen kurzen Besuch von der örtlichen Gendarmerie, hatten bei einem Gespräch auf der Préfecture einige Fragen zu beantworten und wurden schliesslich an einer sympathischen Einbürgerungsfeier mit Apéro riche auf unsere Rechte und Pflichten in Frankreich aufmerksam gemacht.
Seit unserer Einbürgerung haben wir an allen Gemeinde-, Regional-, Departements- und Nationalen Wahlen teilgenommen. Im Stimmlokal unserer kleinen Gemeinde werden wir jeweils herzlich begrüsst und zu einem Schwatz bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Es scheint alle zu freuen, dass wir uns für die Politik Frankreichs interessieren und in unserm holprigen Französisch mitdiskutieren. Andererseits nehmen wir selbstverständlich auch unser Wahl- und Abstimmungsrecht in der Schweiz regelmässig wahr. Denn auch was in unserer früheren Heimat passiert, kann uns nicht plötzlich egal sein. 560’000 Auslandschweizer sind wie wir Doppelbürger und fühlen sich sowohl ihrer neuen wie auch ihrer alten Heimat verbunden.
Im Zusammenhang mit der schweizerischen Fussball-Nationalmanschaft und der Doppeladlergeschichte ist die Diskussion um die doppelte Staatsbürgerschaft neu entbrannt. Rechtsbürgerliche Parlamentarier möchten sie gerne abschaffen und ein vermeintliches Problem zu einem wahren Nachteil für die Schweiz machen. Denn die 916’257 Schweizerinnen und Schweizer, die einen zweiten Pass besitzen, müssten sich für eine Nation entscheiden. Das Land würde dadurch viele engagierte Bürgerinnen und Bürger verlieren, welche trotz guter Integration in der neuen ihre alte Heimat nicht verleugnen wollen. Statt Abschaffung der Doppelbürgerschaft müsste das Gegenteil geschehen: Warum nicht alle auf Schweizer Boden Geborene automatisch zu Schweizern machen, wie in den USA und Frankreich? Warum nicht das erniedrigende Spiessrutenlaufen vor kleinlichen Einbürgerungsgremien ersatzlos streichen und eine freundliche, weltoffene Einbürgerungspraxis einführen?
Die Schweiz rühmt sich zurecht ihrer direktdemokratischen Mitwirkungsrechte. Dass aber gerade auch wegen der restriktiven Einbürgerungspraxis ein wachsender Anteil der in der Schweiz lebenden Bevölkerung kein Stimm- und Wahlrecht hat, ist bedenklich. Bürgerrechte sind Teil unserer Identität und fördern die Integration. Die Schweiz sollte sich freuen, wenn viele Menschen den roten Pass begehren.
Ruedi und Stephanie Baumann
Lyon
Wieder mal auf der Durchreise in Lyon…

Am Place Bellecour mit Louis XIV…

Beim Musée des Confluences…

Beim Zusammenfluss von Saône und Rhône
Der menschliche Makel
Der Tod von Philip Roth https://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Roth hat mich veranlasst, einzelne seiner Bücher wieder zu lesen. Seine Romane sind wahnsinnig und ergreifend, klug und nuancenreich. Besser geht’s nicht!
Flurbegehung am Sonntagmorgen
Heute soll es wieder 35°C werden. Für Nachmittag und Abend warnt Meteo France mit „alerte orange“: Sturm, starke Gewitterregen, Hagel…. Nur das nicht!
Die Sojafelder gedeihen prächtig…

Es ist bei uns nicht so trocken wie in anderen Jahren. Der Ruisseau de la Oueyte ist immer noch nicht ganz ausgetrocknet. Das freut die Wildschweine…

Die Brombeeren reifen langsam und versprechen maximale Ernten…

Das ist Buchweizen (sarrasin)

Herbstblumen
Für die Reben und das Getreide hat das Hagelgewitter vom 3. Juli einen Totalschaden verursacht. Im Rebberg kultivieren wir jetzt halt etwas die Herbstblumen….


Bioheu zu verkaufen
Sollte ja heuer eigentlich kein Problem sein, nach all‘ den Hitze- und Trockenheitsrekorden. Wir werden sehen…

Rosskastanienminiermotte
Regelmässig werden unsere schattenspendenden Rosskastanien auf dem Hausplatz im Sommer von einer Miniermotte https://de.wikipedia.org/wiki/Rosskastanienminiermotte befallen, und verlieren dadurch frühzeitig ihre Blätter. Auch jetzt wo doch der Schatten so wichtig wäre (heute 34°C…) verfärbt sich das Blätterdach braun. Übrigens ist das zur Zeit in ganz Frankreich oder möglicherweise in ganz Europa zu beobachten. Wir hoffen immer noch, dass sich endlich natürliche Feinde der Miniermotte entwickeln um dem vorzeitigen Herbst Einhalt zu gebieten…

Vom Ende einer Geschichte
Vom Ende einer Geschichte ist ein 2011 erschienener Roman des englischen Schriftstellers Julian Barnes. Im englischen Original lautet der Titel The Sense of an Ending. Für den Roman wurde Barnes 2011 mit dem renommierten britischen Literaturpreis Man Booker Prize ausgezeichnet. 2015 wählten 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler The Sense of an Ending zu einem der 100 bedeutendsten britischen Romane. (Wikipedia)
Brillanter Rückblick auf ein Leben. Regt einem zum Nachdenken über das eigene Leben an. Wie sicher sind Erinnerungen, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Ich habe das Buch 2012 zum ersten mal gelesen….
Ameisenautobahn
Auf unserem Hausplatz habe ich heute abend eine 30 m lange „Ameisenautobahn“ beobachtet. Mit ausserordentlicher Energie transportieren schätzungsweise 3000 Ameisen unermüdlich Grasstücklein und kleine Grasährchen auf ihrer Ameisenstrasse mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 30m pro Stunde zu ihrem Nest!
Wunderbare Organisation einer Ameisenkolonie!
leave a comment