Ronda
Ronda, die kleine Stadt in den Hügeln von Malaga besuchen wir wegen einem Kinderbuch, das unsere Enkelinnen und Enkel so gerne erzählt hören wollen…
Es ist die Geschichte von Ferdinand dem Stier , der nicht kämpfen wollte und lieber an den Blümlein schnupperte…
Die Geschichte spielt in Ronda…






Cordoba
Zu römischen Zeiten einst eine der grössten Städten der Welt. Córdoba, reiche Geschichte, reiches Kulturerbe (Unesco), spanische Beizen wie im Bilderbuch…
Puente Romano


Sevilla
Sevilla ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla von Spanien. Mit knapp 700.000 Einwohnern ist Sevilla die viertgrößte Stadt Spaniens.

Plaza de Espana


Metropol Parasol

Salamanca
Der Plaza Mayor in Salamanca gilt als der schönste Platz Spaniens. Salamanca ist Weltkulturerbe und eine Wunderstadt mit viel agrarischem Umland.


„Hobbybauern“
Ein Tamedia Wirtschaftsjournalist, Dominik Feusi, gibt vor, die Lösung für die schweizerische Agrarproblematik gefunden zu haben. Er schreibt unter anderem im Bund vom 3.1.2019:
„Der Bund zahlte 2018 gut 2,8 Milliarden Franken Direktzahlungen. Das waren durchschnittlich gut 60000 Franken pro Betrieb. Die Mehrheit der Empfänger sind Nebenerwerbsbauern, die einem anderen Beruf nachgehen. Diese Hobbybauern belegen Flächen, die von jenen Bauern bestellt werden könnten, die voll auf die Landwirtschaft setzen. Die heutige Ausrichtung der Direktzahlungen verhindert einen Strukturwandel und damit die Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Produkte.“
Meine Antwort:
Sehr geehrter Herr Dominik Feusi
Ihrer Einschätzung, was alles auf den neuen BR zukommt, stimme ich in vielen Teilen zu. Allerdings finde ich ihre These: „Die Hobbybauern belegen Flächen, die von Bauern bestellt werden könnten, die voll auf Landwirtschaft setzen“ völlig falsch und gar, erlauben sie den Ausdruck, ehrverletzend! Warum?
Wenn in der schweizerischen Agrarpolitik vieles falsch läuft sind daran sicher nicht die Zu- und Nebenerwerbsbetriebe schuld. Natürlich sind die Direktzahlungen in der Schweiz pro Flächeneinheit (ha) viel zu hoch. Aber dem könnte man mit einer klaren Plafonierung Rechnung tragen. Leider wurden auch die Einkommens- und Vermögensgrenzen pro Betrieb bei der Ausrichtung von DZ fallengelassen. Selbstverständlich sollten auch die oekologischen Voraussetzungen für den Bezug von Direktzahlungen verschärft werden. Die Trinkwasserinitiative zeigt die Richtung vor. Oder auch die Vorschläge der eidg. Finanzkontrolle zur Aufhebung von schädlichen Direktzahlungen wären wichtig.
Zu- und Nebenerwerbsbetriebe zu diskriminieren, wäre aber das denkbar schlechteste Heilmittel für die schweizerische Agrarproblematik, weil diese Betriebe innovativ, anpassungsfähig, beweglich und in der Regel auch umweltschonender sind, als die sog. „Vollerwerbsbetriebe“.
Was ist ein Zu- oder Nebenerwerbsbetrieb? Wahrscheinlich sind in der Schweiz schätzungsweise 80% der Familienbetriebe auf einen Zuerwerb angewiesen (Partner oder Partnerin). Was soll daran schlecht sein? Wir selber bewirtschafteten in der Schweiz während 25 Jahren einen Betrieb mit Mutterkuhaltung mit 15 ha Fläche, jetzt in Frankreich einen Ackerbaubetrieb mit 70 ha Fläche, alles bio, immer im Nebenerwerb.
Natürlich gibt es in der Schweiz inzwischen Betriebe mit über 100 ha Fläche, hohen Investitionskosten, Massentierhaltung (20’000 Hühner) und dutzenden von billigen polnischen Arbeitskräften. Weil die Betriebe ja nicht arrondiert sind, müssen die schweren Landmaschinen immer grössere Distanzen auf den überfüllten Landstrassen zurücklegen. Wohlverstanden, ich habe nichts gegen „Musterbetriebe“ mit Melk- und Industrierobotern, aber verdienen die besonderen staatlichen Schutz?
Hier in Frankreich gibt es in unserer Umgebung inzwischen Betriebe mit 300 bis 600 Hektaren Fläche. Die Betriebsleiter wohnen nicht mehr auf dem Dorfe, sondern in der Stadt, was sich zunehmend negativ auf die dörfliche Infrastruktur auswirkt.
Das Tourismusland Schweiz profitiert von den kleinbäuerlichen Strukturen, auch wenn die Akteure inzwischen „Hobbybauern“ sind. Parmelin, übrigens wie Bauernpräsident Ritter, beides Hobbybauern (!), tun gut daran, Ihren Vorschlag zur vermeintlichen Professionalisierung (ich würde sagen Industrialisierung) der Landwirtschaft nicht zu befolgen!
Mit freundlichen Grüssen
Ruedi Baumann
Anciennes fermes
In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es nicht weniger als fünf anciennes fermes. Ruinen von Bauernhöfen die infolge des Strukturwandels in der Landwirtschaft aufgegeben wurden. Allerdings sind diese Grundmauern an schönen Lagen gefragte Objekte für Ferienwohnungen, weil nach hiesigem Raumplanungsrecht die Höfe wieder aufgebaut werden dürfen.





Aufstand von unten
Kolumne von Rudolf Strahm im Berner Bund vom 27. Dezember 2018
Mein Kommentar:
Lieber Ruedi Strahm
Deine Kolumne „Aufstand von unten“ spricht offensichtlich in der Schweiz viele Menschen an, wie ich den zahlreichen online Kommentaren entnehme.
Ich habe meine liebe Mühe mit einigen deiner Aussagen. Du sprichst von drei Aufstandsmotiven:
Erstens: Abwehr gegen die Migration. Du zeigst offen Verständnis für die Populisten wegen den Folgen für unsere Gesellschaft, wenn „die Zuwanderung aus dem arabischen Raum und aus Afrika unvermindert weitergeht“.
Sicher weißt du, dass gerade mal 4.7% aller Migranten in der Schweiz aus diesem Raum kommen! Tönt es jetzt nicht wie zu Schwarzenbachs Zeiten mit „all’ den Italienern“? Was hat es der Schweiz gebracht? Überfremdung? Mitnichten, es kamen Menschen, etwas südländische Lebensfreude, viel wirtschaftlicher Aufschwung von dem die Schweiz noch heute profitiert! Es kann auch schäbig sein, den Rassismus nicht als Rassismus zu bezeichnen!
Zweitens: die Abstiegsängste unterer Bildungsschichten. Kann ja sein, dass sich viele über 50jährige vor der Globalisierung fürchten und dafür vor allem die Personenfreizügigkeit der EU verantwortlich machen. Aber was wäre die Schweiz ohne die Personenfreizügigkeit? Vielleicht wäre es hilfreich, diesen Wert der internationalen Zusammenarbeit den Wutbürgern in Erinnerung zu rufen, welche eben gerade wegen dieser Zusammenarbeit und dank der EU zu „traditionellen Leistungsträgern“ werden konnten.
Drittens die Identitätsfrage und die Sprache der Eliten, die „weniger Sprachgewandte nachhaltig verletzt“. Ähnliches hört man auch von den Gilets jaunes hier in Frankreich. Angefangen hat ihr Protest gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Überlandstrassen, dann gegen die Oekosteuern, schliesslich gegen Macron und die Politikschickeria in Paris. Erstaunlicherweise wurde ja gerade hier erst vor einem Jahr das halbe Politestablishment ausgewechselt…. Jetzt ist eine Hauptforderung die Einführung des Initiativ- und Referendumsrechtes nach schweizerischem Vorbild.
Die Anhänger der Populistenführer ernst nehmen ist das eine, das andere wäre, die Errungenschaften der westlichen Demokratien, die Gewaltenteilung, den Rechtsstaat und jawohl auch europäische Zusammenarbeit im Rahmen der EU nicht nur zu kritisieren sondern auch zu verteidigen.
Mit freundlichen Grüssen
Ruedi Baumann, emigrierter Schweizer Bauer in Frankreich
Demografie
Die Bevölkerung Frankreichs beläuft sich auf rund 67 Millionen Menschen und wächst weiter. Bevölkerungswachstum wird hier grundsätzlich begrüsst. Jedenfalls habe ich hier das Wort Dichtestress noch nie gehört. Wachstum konzentriert sich vor allem auf die großstädtischen Agglomerationen. Daneben spricht man auch von einer Diagonale der Entleerung (la diagonale du vide), wie sich auf nachfolgender Grafik deutlich zeigt.

Unsere Grossregion Occitanie (Okzitanien) in SW-Frankreich wächst bevölkerungsmässig deutlich stärker als das übrige Frankreich. Verantwortlich dafür ist der Grossraum Toulouse und die Mittelmeerküste.

Auch in unserem Departement, im ländliche Gers nimmt das Total der Bevölkerung immer noch zu, allerdings schwerpunktmässig angrenzend an den Grossraum Toulouse. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Ortschaften die einen Bevölkerungsrückgang verzeichnen.


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