AUSWANDERERBLOG

Wallfahrer Blocher

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 7, 2006

Präsident Chirac war letzte Woche in Armenien. Dort hat er klipp und klar erklärt, dass die Türkei den an den Armeniern verübten Völkermord anerkennen müsse, bevor ein EU-Beitritt überhaupt in Frage komme. Niemand in Frankreich hat das bestritten oder nur kritisiert. Selbst Le Pen nicht.

Diese Woche ist unser Justizminister in der Türkei auf die Knien gefallen und hat in Ankara das vom Schweizer Volk beschlossene Anti-Rassismusgesetz und damit den Genozid an den Armeniern in Frage gestellt. Der Geschäftemacher und Miliardär hat einmal mehr bewiesen, dass er als Bundesrat nicht tragbar und nicht würdig ist. Ich schäme mich als Auslandschweizer nicht nur dafür, dass Dr. Blocher keinen graden Satz formulieren kann, nein auch dafür, dass er das Ansehen der Schweiz im Ausland immer mehr in den Schmutz zieht. Ist für Blocher die Türkei Vorbild für die Einhaltung der Menschenrechte? Die Glaubwürdigkeit eines Landes hängt auch stark von seinen Repräsentanten ab.

Königliches

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 3, 2006

Bei der Sozialistischen Partei Frankreichs haben sich im Hinblick auf die Präsidetschaftswahlen 07 die Kandidatenreihen gelichtet: Nachdem François Hollande, le premier sécretaire des socialiste seinen Verzicht bekanntgegeben hat und Lionel Jospin davon absieht, ein drittes Mal als Staatschef zu kandidieren, ist nun auch der ehemalige Kulturminister Jack Lang von seinen hohen Ambitionen abgerückt. So sind es auf der Linken Seite noch drei, die sich am 16. November der parteiinternen Kandidatenkür stellen wollen, um dann wohl nächsten April gegen den UMP-Chef und Innenminister Sarkozy anzutreten:
Laurent Fabius, ehemaliger Premierminister, Domonique Strauss-Kahn, ehemaliger Wirtschaftsminister und Ségolène Royal, ehemalige Umwelt-, Erziehungs- und Familienministerin und Präsidentin der Region Poitou-Charentes.

Gemäss Umfragen liegt die „Königliche“ in der Gunst der Franzosen und Französinnen weit voraus und man traut nur ihr zu, den umtriebigen Sarko in der Stichwahl allenfalls zu schlagen.

Ich meine der Grande Nation würde eine Staatspräsidentin gut anstehen! Mme Royal verkörpert so etwas wie einen neuen Aufbruch in einem System, indem sich die classe politique nach Ansicht vieler zu sehr vom einfachen Volk abgesetzt hat. Sie hat vier Kinder grossgezogen und lebt (unverheiratet) in fester Partnerschaft mit François Hollande.
Strauss-Kahn gilt als sehr kompetent aber eben doch als einer der „alten Elefanten“ der sozialistischen Partei.
Nicht wählen würde ich Laurent Fabius, obwohl er sich zur Zeit wieder sehr links gibt. Ich werde ihm nicht verzeihen, dass er mit fadenscheinigen Argumenten gegen die europäische Verfassung angetreten ist, obschon er damit nur seine Präsidentschaftsambitionen verstärken wollte. Fabius liegt in den Umfragewerten weit zurück.
Hoffen kann man auch nur auf die Vernunft der linksaussen Parteien und der Grünen, die mit ihren chancenlosen Kandidaturen einmal mehr in Kauf nehmen, dass wie 2002 der entscheidende zweite Wahlgang nur zwischen Bürgerlich und Rechtsextrem stattfinden könnte…..
Das kann ja heiter werden!

„Chez nous, on le sait, le national et le social marchent ensemble, et c’est l’Etat qui est garant de cette alliance“.

Ségolène Royal

Arena

Posted in Politik by ruedibaumann on September 29, 2006

Dank Satelliten-TV sehe ich mir wieder mal eine TV-Arena auf SF1 an. Wenn ich diesen beschränkten ÄSSVOUPEEAMSTUTZ höre danke ich weiss nicht wem, dass ich mich nicht im Berner Oberland einbürgern lassen will…..

Denk-mal

Posted in Politik by ruedibaumann on September 15, 2006

Am 16. und 17. September finden Les Journées européennes de la patrimoine statt. Gelegenheit, sich wieder mal mit den geschichtsträchtigen Bauten in der nächsten Umgebung zu beschäftigen.
Mehr unter Patrimoine

In der Fremde daheim

Posted in Politik by ruedibaumann on September 8, 2006

In der Fremde daheim

Wir sind Glückspilze, wir Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Auch fern der ursprünglichen Heimat dürfen wir das Stimm- und Wahlrecht der Schweiz behalten. Ein gutes Gefühl. Und die Doppelbürgerinnen können sogar in zwei Ländern wählen, in der alten und in der neuen Heimat – ein doppelt gutes Gefühl!

Verdientes Glück?
Sehr viel haben wir selber nicht beigetragen zu diesem Wohlgefühl. Wir verdanken unser Glück dem Zufall, dass wir mit dem richtigen Pass geboren wurden. Und der Tatsache, dass die Mehrheit der Stimmenden 1992 uns grosszügig das Recht gewährte, unsere Stimmzettel auch aus dem Ausland einsenden zu dürfen. Seither sind die Auslandschweizer Stimmen zu einem wichtigen Faktor bei eidgenössischen Abstimmungen geworden. Unser Einfluss wächst, und damit auch die Mitverantwortung. Wir sind Emigranten, wir sind Ausländer, wir sind die Fremden, die in der neuen Wahlheimat freundlich empfangen wurden. Diese Erfahrung macht uns zu toleranten, offenen und hilfsbereiten Menschen. Sollte man meinen.

Irrtum
Als wir kürzlich für einige Ferientage in die Schweiz reisten, hörten wir bei unserer Ankunft als erstes die Radiomeldung, dass der Auslandschweizer-Rat an seinem Kongress mit 38:26 Stimmen die Ja-Parole zum verschärften Asyl- und Ausländerrecht beschlossen hat. Erschrocken schauten wir uns an. Widerspiegelt dieser Beschluss die Meinung der Auslandschweizerinnen? Wir wollen es nicht glauben. Denn das revidierte Asylgesetz ist unmenschlich und bringt Menschen in Not, die dringend Hilfe brauchen. Verfolgte, die keine Pässe haben, werden künftig ohne Asylverfahren weg gewiesen. Dies verletzt internationales Recht. Unbegleitete Kinder, Traumatisierte, Kranke und ganze Familien landen auf der Strasse. Sie werden ins Elend getrieben. Die vorgesehene Beugehaft für Jugendliche missachtet die Kinderrechte. Gefängnis bis zu zwei Jahren ist teuer und fördert die Rückkehr nicht. Wer kann eine solche verfehlte Flüchtlingspolitik mit gutem Gewissen vertreten?

Scharfmacher
Christoph Blocher ist auf Propaganda-Tour für dieses Asyl- und Ausländergesetz. Er spricht nicht von den Verfolgten, die in der Schweiz Asyl suchen. Nicht von den Menschen, die um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie an unserer Grenze abgewiesen werden. Er redet lieber genüsslich und vergnügt von einzelnen Kriminellen und von Missbräuchen, die es zu bekämpfen gelte. Er schürt absichtlich und wissentlich den Fremdenhass, um seinen radikalen Parteifreunden zu gefallen. Wie früher als Nationalrat macht dieser politische Brandstifter populistisch Stimmung gegen die Fremden. Bereits im Januar hat er damit begonnen, in seiner Anhängerschaft die Stimmung anzuheizen, als er zwei albanische Flüchtlinge als Kriminelle verunglimpfte. Und er greift auch jetzt wieder auf unwahre Behauptungen zurück, wenn er wider besseres Wissen erklärt, dass echte Flüchtlinge nichts zu befürchten hätten. Das revidierte Asylgesetz sieht jedoch vor, dass Asylsuchende, die keine Identitätspapiere vorweisen, einen Nichteintretens-Entscheid erhalten. Damit steigt das Risiko von Fehlentscheiden, denn die Gründe für fehlende Papiere sind vielfältig. Fast die Hälfte der später anerkannten Flüchtlinge haben bei ihrer Einreise keinen Pass vorweisen können. Diese echten Flüchtlinge würden mit dem neuen Gesetz weggeschickt.
Die bürgerliche Mehrheit (SVP, FDP, CVP) hat diesen Scharfmacher in die Landesregierung gehievt. Er werde den Anstand schon noch lernen, wenn er nicht mehr nur Gallionsfigur der SVP, sondern für das Wohl der ganzen Bevölkerung verantwortlich sei, haben sie gesagt. Sie haben mit dem Feuer gespielt und stehlen sich jetzt – angesichts des Brandes – aus der Verantwortung und schweigen. Und die Linke hat sich zurückgehalten mit offener Kritik – in der irrigen Meinung, man könne einem Hetzer durch Totschweigen die Macht entziehen. Aber die Geschichte lehrt uns anderes: Wir dürften heute mit Stolz auf unsere humanitäre Tradition verweisen, wenn wir und unsere Vorfahren nicht geschwiegen hätten, als die Schweiz 1938 ihre Grenzen geschlossen hat für jüdische Flüchtlinge aus dem deutschen Reich und Österreich.

Nein
Wer ein Gewissen hat, schweigt nicht länger zur Stimmungsmache mit falschen Behauptungen.
Die Zahl der Asylgesuche ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Ebenso die Ausgaben für das Asylwesen. Es besteht keine Gefahr, es gibt keinen Grund für menschenverachtendes Gepolter und schon gar keinen Grund dafür, dass die Schweiz gegen die Menschenrechte verstossen sollte.
Urs Hadorn, ehemaliger Chef des Flüchtlingsamts und Kenner der Materie, widerspricht in der SonntagsZeitung fundamental den Worten seines früheren Chefs, Christoph Blocher, wenn er erklärt:

„Ich werde beim Asylgesetz Nein stimmen.“
„Die geplanten Massnahmen sind wenig effizient, weit gehend wirkungslos und unverhältnismässig.“
Spätestens beim Lesen dieser Aussagen von Urs Hadorn müssen bei allen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern die Alarmglocken läuten.

Stephanie und Ruedi Baumann

Privat!

Posted in Politik by ruedibaumann on August 31, 2006

Ich erinnere mich: 1982 hat die Berner Bevölkerung eine Initiative angenommen, die etwas verlangte, das in den meisten europäischen Staaten selbstverständlich ist, nämlich den freien Zugang zu Fluss- und Seeufern! Wer nun gehofft hatte (wie ich), dass demokratische Volksentscheide hierzulande zügig umgesetzt werden, sah sich eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass die bürgerliche Mehrheit in der Regierung den gut situierten Seeanstössern natürlich nicht an den Karren fahren wollte, nein auch einzelne Gemeinderäte sahen private Privilegien tangiert. Plötzlich machten viele betroffene Garten- und Ferienhausbesitzer geltend, ihr Rasenplatz sei die reinste Natur und dürfe aus ökologischen Gründen keinesfalls und unter keinen Umständen tangiert werden! Es musste auf kantonaler und kommunaler Ebene wieder und wieder abgestimmt werden, ob der abgeschirmte, private Seeanstoss nicht doch naturnäher, kostengünstiger und gerechter sei, als wenn dereinst Kreti und Pleti den Uferweg bevökern.
Überall wurden alle erdenklichen Rechtsmittel ausgeschöpft um den öffentlichen Zugang zu Fluss- und Seeufer doch noch zu verhindern. Die Mehrheit der Bevölkerung liess sich Gottoderwerauchimmerseidank nicht umstimmen. Aber inzwischen sind 24 Jahre (!) vergangen und der Zugang zum Wohlenssee steckt immer noch in der Planungsphase, entlang am rechten Bielerseeufer ist man nach wie vor gezwungen, auf weiten Strecken hinter hohen Zäunen und Hecken die millionenteure Villen abschirmen, den lieblichen Jurasee nur zu erahnen. Am Thunersee ist es nicht viel besser und man hört, dass es vielerorts noch sechs oder mehr Jahre dauern wird bis der Volksentscheid dann vielleicht und wenn überhaupt umgesetzt werde.
Es ist zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre….

La politique c’est vachement facile

Posted in Politik by ruedibaumann on August 17, 2006

*/COMPRENDRE LE PRINCIPE DES REGIMES POLITIQUES AVEC DEUX VACHES/*

/*SOCIALISME :*
– Vous avez 2 vaches. Vos voisins vous aident à vous en occuper et vous
partagez le lait./

/*COMMUNISME* :
– Vous avez 2 vaches. Le gouvernement vous prend les deux et vous fournit en
lait./

/*FASCISME *:
– Vous avez 2 vaches. Le gouvernement vous prend les deux et vous vend le
lait./

/*NAZISME* :
– Vous avez 2 vaches. Le gouvernement vous prend la vache blonde et abat la
brune./

/*DICTATURE* :
– Vous avez 2 vaches. Les miliciens les confisquent et vous fusillent./

/*FEODALITE* :
– Vous avez 2 vaches. Le seigneur s’arroge la moitié du lait./

/*DEMOCRATIE* :
– Vous avez 2 vaches. Un vote décide à qui appartient le lait./

/*DEMOCRATIE REPRESENTATIVE* :
– Vous avez 2 vaches. Une élection désigne celui qui décide à qui appartient
le lait./

/*DEMOCRATIE DE SINGAPOUR* :
– Vous avez 2 vaches. Vous écopez d’une amende pour détention de bétail en
appartement/

/ *ANARCHIE* :
– Vous avez 2 vaches. Vous les laissez se traire en autogestion./

/*CAPITALISME* :
– Vous avez 2 vaches. Vous en vendez une, et vous achetez un taureau pour
faire des petits./

/*CAPITALISME SAUVAGE* :
– Vous avez 2 vaches. Vous vendez l’une, vous forcez l’autre à produire
comme quatre, et vous licenciez l’ouvrier qui s’en occupait en l’accusant
d’être inutile./

/*BUREAUCRATIE *:
– Vous avez 2 vaches. Le gouvernement publie des règles d’hygiène qui vous
invitent à en abattre une. Après quoi il vous fait déclarer la quantité de
lait que vous avez pu traire de l’autre, il vous achète le lait et il le
jette. Enfin, il vous fait remplir des formulaires pour déclarer la vache
manquante./

/* ECOLOGIE* :
– Vous avez 2 vaches. Vous gardez le lait et le gouvernement vous achète la
bouse./

/*CAPITALISME EUROPEEN* :
– On vous subventionne la première année pour acheter une 3ème vache. On
fixe les quotas la deuxième année et vous payez une amende pour
surproduction. On vous donne une prime la troisième année pour abattre la
3ème vache./

/*MONARCHIE CONSTITUTIONNELLE BRITANNIQUE* :
– Vous tuez une des vaches pour la donner à manger à l’autre. La vache
vivante devient folle. L’Europe vous subventionne pour l’abattre. Vous la
donnez à manger à vos moutons./

/*CAPITALISME A LA FRANCAISE* :
– Pour financer la retraite de vos vaches, le gouvernement décide de lever
un nouvel impôt : la CSSANAB (cotisation sociale de solidarité avec nos
amies les bêtes).
– Deux ans après, comme la France a récupéré une partie du cheptel
britannique, le système est déficitaire. Pour financer le déficit on lève un
nouvel impôt sur la production de lait : le RAB (remboursement de l’ardoise
bovine).
– Les vaches se mettent en grève. Il n’y a plus de lait. Les Français sont
dans la rue : “ DU LAIT ON VEUT DU LAIT“. La France construit un lactoduc
sous la manche pour s’approvisionner auprès des Anglais.
– L’Europe déclare le lait anglais impropre à la consommation.
On lève un nouvel impôt pour l’entretien du lactoduc devenu inutile./

/*REGIME CORSE*
– Vous avez deux cochons qui courent dans la forêt. Vous déclarez 200 vaches
et vous touchez les subventions européennes./

Ich ergänze:
/* SCHWEIZER POLITIK
Sie haben zwei Kühe, das Bundesamt für Landwirtschaft bestimmt nach Rücksprache mit dem Depp. Blocher, dass eine ein Kamel sei und daher ausgewiesen werden müsse….

Einbürgerung

Posted in Politik by ruedibaumann on August 16, 2006

Heute morgen haben wir auf unserer kleinen Gemeindeschreiberei unsere Gesuche um Einbürgerung abgegeben. Die Mairie der 65-Seelengemeinde ist nur Mittwochmorgen von 9 bis 12 offen, dafür ist der Bürgermeister meist höchstpersönlich anwesend. Wir haben vorgängig alle die geforderten Dokumente vom Geburts- zum Eheschein, vom Strafregisterauszug zur Steuererklärung, vom Schweizerpass bis zum Hofkaufvertrag usw. zusammengetragen und fein säuberlich ins französisch übersetzt. Die Enbürgerungsprozedur, naturalisation wie das hier heisst, werde seine Zeit brauchen, wurden wir von Schweizer Freunden vorgewarnt. Schliesslich sei später auch noch ein Gespräch mit dem Präfekten vorgesehen, um festzustellen, ob wir die Sprache, die Geschichte, die Sitten und Bräuche unseren zweiten Heimat einigermassen kennen.
Das ist richtig so, schliesslich wird uns dereinst der EU-Pass ermöglichen, in Europa mitzubestimmen und nicht nur nachzuvollziehen was andere beschlossen haben….

Champ-Elysée

Neutrale Geschäftemacher?

Posted in Politik by ruedibaumann on August 6, 2006

Angesichts des Elends im Libanon ist die Haltung der Mehrheit des schweizerischen Bundesrates unverständlich, ja beschämend. Hört endlich mit diesem archivierten Neutralitätsbegriff auf! Wenn die Menschenrechte mit Füssen getreten werden darf man nicht schweigen. Frankreich macht es besser!
Alois Ricklin spricht mir mit seiner Stellungnahme in der heutigen NZZ am Sonntag aus dem Herzen:

„Wenn nicht nur «Terroristen» angegriffen werden, sondern die Zivilbevölkerung, wenn Wohnhäuser, Strassen, Brücken, Kraftwerke, Öltanks, Industrieanlagen, Meer- und Flughäfen, kurz: die zivile Infrastruktur eines Landes weiträumig in Schutt und Asche gelegt und die Meeresküsten von Libanon bis Syrien verseucht werden, wenn Hunderttausende (jeder vierte Libanese) in die Flucht getrieben, Zehntausende obdachlos, Tausende verletzt und Hunderte getötet werden, Zivilpersonen grossmehrheitlich: Männer, Frauen, Kinder, auch Alte, Kranke, Gebrechliche und Behinderte, dann braucht es kein ausgeklügeltes juristisches Gutachten: Es findet offensichtlich ein zwischenstaatlicher Krieg statt. Oder ist der Krieg eines von den USA unterstützten, hochgerüsteten Staates kein zwischenstaatlicher Krieg, weil das angegriffene Land fast wehrlos ist und die eindeutig unterlegene eigene Armee nicht in einen aussichtslosen Kampf befiehlt?“

Jetzt erhältlich!

Posted in Politik by ruedibaumann on August 5, 2006

Ab heute Samstag in ihrer Buchhandlung erhältlich:

Buchpremière am 30. August bei Stauffacher in Bern

Ich habe die Entwicklung der Landwirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln mitverfolgen können: als Bauernbub, Lehrling, Agronom, Landwirtschaftsbeamter, Politiker und als selbständiger Landwirt in der Schweiz und nun in Frankreich. Es ist nicht ein hervorragendes Leben, das ich hier erzähle, wohl aber ein typisch untypisches. Ich sehe meinen Rückblick vor allem als kleines Zeitdokument, als Schilderung der täglichen Bauernarbeit vor dem Hintergrund der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen.

Ruedi Baumann
Bauernland
Mein Leben

Juli 2006
144 Seiten
Paperback
CHF 27,20 / EURO 14,90
ISBN: 3-312-00376-8