AUSWANDERERBLOG

Perigord

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 24, 2007

Die Archälogie hat bewiesen, dass der Südwesten Frankreichs seit Zehntausenden von Jahren, länger als jedes andere Gebiet Europas, besiedelt ist. Die Landschaft ist geprägt vom jahrhundertelangen harmonischen Miteinander von Mensch und Natur. Die Höhlen von Les Eyzies und Lascaux bergen die ältesten Zeugnisse primitiver Kunst, die bisher gefunden wurden.

Blick von Domme auf die Dordogne

Henry Miller schrieb einmal: „Selbst ein flüchtiger Ausblick auf den schwarzen, geheimnissvollen Fluss bei Domme… ist etwas, für das man das ganze Leben lang dankbar sein muss.“

Mehr über das Perigord

Voyage en France

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 23, 2007

Wir sind ein paar Tage auf Frankreichreise….

Platanenallee

Mach es wie….

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on April 1, 2007

Mach es wie unsere Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur….

Sonnenuhr, geeicht auf 11. September

Übrigens: Täglich besuchen durchschnittlich 675 Internautes den Auswandererblog. Gesamthaft waren es im März 20 938! Herzlichen Dank für deinen Besuch…. und auf Wiedersehen!

Moulin a vent

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on März 13, 2007

Auf unseren sonntäglichen Streifzügen stossen wir immer wieder auf die alten Überreste von Windmühlen. Meines Wissens gibt es leider keine einzige im Gers, die noch oder wieder in Betrieb ist. Obschon die Gegend keinen Mistral kennt und wahrscheinlich sehr viel weniger windig ist als etwa die Provence, wurde früher offenbar die Windkraft überall genutzt. Auch auf dem Katasterplan von unserem Hof heisst ein Hügel Moulin a vent. Es wäre doch schön und für den sanften Tourismus der Gegend phantastisch, wenn in einer restaurierten Windmühle wieder Biomehl gemahlen würde…

moulin a vent

Windmühle im Tarn et Garonne

Pyrenäen

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Februar 17, 2007

Wir haben sie jeden Tag (bei guter Weitsicht) als eindrückliches Panorama vor der Haustür: die Pyrenäen, Grenzgebirge zwischen Frankreich und Spanien. 430 km lang erheben sich 200 Gipfel über 3000 m, der höchste ist der Pico de Aneto mit 3404 m. Schlagzeilen gibt es selten, etwa bei den Pyrenäenetappen der Tour der France oder bei den Auseinandersetzungen zwischen den Schafzüchtern und den Naturschützern wegen den Braunbären.

Traversères vor dem Pyrenäenpanorama

Traversères, Gers

Entre les deux mers, les pyrenées

Pyrenäen

Tafelservice

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 30, 2007

Wir sind in der Schweiz am Aufräumen. „Vide Grenier“, Estrich leeren nennt man das in Frankreich.
Einiges kommt ins Brockenhaus oder in die Kleidersammlung. Das Tafelservice (Villeroy & Boch, Burgenland blau) versuchen wir über Ebay zu verkaufen….. Wenn man das Geschirr direkt bei uns abholt, entfallen die hohen Versandkosten! Also nichts wie los!

Villeroy & Boch, Burgenland blau

Hier gehts direkt auf die entsprechende ebay-Seite!

….. 1. Februar 2007, jetzt ist es halt zu spät, selber schuld, wer zu spät kommt den bestraft das Leben. Das schöne Tafelservice hat ein glücklicher Käufer in Paris für sfr. 302.- plus Versandkosten erstanden! Ich gratuliere dem cleveren Franzosen!

Bachwandern

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 29, 2007

Ich habe eine neue, gesunde und umweltschonende Sportart erfunden: Man nehme hohe Fischerstiefel oder noch besser einen Neoprem-Anzug und einen Stock um die jeweilige Wassertiefe zu sondieren und los gehts: Bachwandern! Falls in deiner Gegend nicht alle Bäche eingedolt und kanalisiert wurden, wirst du staunen, wie viel interessanter die Welt aus der Sicht des Bachwanderers aussieht! Hier ein paar Beispiele:

Sandsteinbrücke Inselmatt

Es soll sich hier um die älteste Sansteinbrücke des bernischen Seelandes handeln. Gebaut wurde die Brücke mit Sandsteinen aus verschiedenen Sandsteinbrüchen (u.a. aus Brüttelen und der Stockeren) wie der Berner Heimatschutz bei der aufwendigen Sanierung festgestellt hat.

Lyssbach

Von der Mitte des Gewässers sieht jeder natürlich mäandrierende Bachlauf phantstisch aus. Wie kam die Menschheit dazu, solche Erlebniswelten in Betonröhren und -känel zu legen? Glücklicherweise hat der Kanton Bern seit einiger Zeit eine umweltgerechte Wasserbaupolitik.

Winterzauber

Zugegeben, dieser Winterzauber ist vergänglich und trotzdem hat es kaum jemand gesehen…

Fischtreppe

Dank Fischtreppe können auch die Fische ungehindert steile Aufstiege meistern…

Bubenwaldhütte

Wer hat als Kind nicht davon geträumt, eine Waldhütte am Bach zu bauen…

Inselmatt, Suberg

All das und noch viel mehr sieht man auf dieser kurzen Lyssbach-Strecke als Bachwanderer („Rentner-Canyoning“)! Vorsicht, es hat Tiefen bis fast zwei Meter!

Lyssbach

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 29, 2007

Die Inselmatt wir vom Lyssbach und einem abzweigenden Gewerbekanal eingerahmt. In diesen Wintertagen hat das Gewässer einen besonderen Reiz. Hier ein paar Impressionen der schönen Sonntagwanderung

Britsche (Wehr) am Lyssbach

Eiszapfen am Lyssbachufer

Gewerbekanal Inselmatt

Wurzeln, racines, roots

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 26, 2007

Ich finde es spannend seinen eigenen Wurzeln nachzugehen. Allerdings reicht der Familienstammbaum der Baumanns nicht sehr weit zurück, so dass wir bisher kaum ernsthaft Ahnenforschung betrieben haben. Ich habe von meinen Eltern mitbekommen, dass mein Urgrossvater Friederich Baumann von Wileroltigen (BE) kommend in Suberg eine kleine Landwirtschaft betrieben hat und daneben Posthalter war. Er hatte zwei Söhne, Fritz und Rudolf. Am Sonntag, den 24. April 1898 (laut Protokoll!) hat er zusammen mit seinem älteren Sohn Fritz und acht weiteren Kameraden die Subergmusig gegründet. Der jüngere Sohn Rudolf (1891-1961),mein Grossvater, ebenfalls Bauer und Posthalter, war dann während zwanzig Jahren Präsident der Musikgesellschaft.
Mein Vater, Rudolf Friederich Traugott Baumann (1920-1975) hat in Suberg 1945 Lina Röthlisberger geheiratet und von da an als Lächemaa auf dem schwiegerelterlichen Landwirtschaftsbetrieb gebauert. Auch er war zehn Jahre Präsident dieser Musikgesellschaft.

Sehr viel weiter zurück lassen sich allerdings meine Wurzel verfolgen, wenn ich nicht nur den männlichen Stammbaum erkunde. Meine Grossmutter väterlicherseits war Frieda Christen (1895-1977) und stammte aus einer weit verzweigten grossen Bauerndynastie. Sie war die älteste Tochter des legendären Johann-Friederich Christen (1867-1958) von der Lehnmühle in Lyss. Mein Urgrossvater also. Er hatte sieben Söhne und zwei Töchter. Offenbar war die Landwirtschaft und das Müllereigewerbe um die Jahrhundertwende und in der Zeit des ersten Weltkrieges so profitabel, dass er vier Söhnen je einen Landwirtschaftsbetrieb kaufen konnte, drei im Waadtland und einen im Bernbiet; und die drei älteren Söhne erhielten das Sägereiwerk in Suberg, die Mittlere Mühle in Lyss und die Lehnmühle! Die beiden Töchter heirateten ebenfalls Bauern, eine eben meinen Grossvater Rudolf Baumann.

Stammbaum Familie Christen von Grasswil

Der Familienstammbaum meiner Grossmutter Frieda Baumann-Christen reicht nicht weniger als 8 Generationen zurück, bis ins Jahr 1660! Ein Gewisser Geörg Christen lebte als Bauer im 17. Jahrhundert im Stammhaus der Christen in Spiegelberg in der Gemeinde Grasswil BE.

Stammhaus Christen in Spiegelberg, Grasswil

Es folgten zwei Niclaus Christen und dann Johann Jacob Christen (1757-1802). Dieser wurde nur 45 Jahre alt und hatte 3 Söhne. Offenbar waren das damals wirtschaftlich schwierige Zeiten. Jedenfalls sind vier seiner Grossöhne miteinander nach Amerika ausgewandert wo sich ihre Spuren leider verloren haben! Sein ältester Sohn, ebenfalls ein Johann Jakob (geb. 1789) kam als Oeler nach Suberg (wir konnten übrigens diese Oele 1978 (zurück-)kaufen und das alte Wasserrad wieder instand stellen!) und mit ihm begann eine eigentliche gewerbliche Erfolgsgeschichte.

Oele in Suberg

Stammbaum Christen ab 1660

Von dieser kleinen Oele am Gewerbekanal in Suberg aus hat die Familie Christen entlang des Lyssbachs in den nächsten Generationen ihre Gewerbe und Landwirtschaftsbetriebe aufgebaut. Der Sohn des Oelers von Suberg, wiederum ein Johann Jakob (1823-1908) war als erster Müller in Lyss. Dann folgten neben der Lehnmühle Lyss, die Untere Mühle in Lyss, das Sägewerk in Lyss, die Mittlere Mühle in Lyss und das Sägewerk in Suberg, in der Regel je verbunden mit einem grösseren oder kleineren Landwirtschaftsbetrieb. Jeder männliche Nachkomme der weitverzweigten Familie Christen hatte damit seinen eigenen Gewerbe- oder Landwirtschaftsbetrieb! Die Wasserkraft des Lyssbachs sorgte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts für eine erstaunliche Familien- und Industriegeschichte. Heute ist von den ehemals 32 Wasserrädern entlang des Lyssbachs nur noch das der Oele in Suberg gelegentlich in Betrieb (als Stromgenerator) und meines Wissens existieren noch zwei stillgelegte Tourbinen. Die Sägereien wurden ebenfalls stillgelegt und überbaut oder dienen noch als Holzhandelsbetrieb, und auch die alten Mühlen wurden weit gehend stillgelegt, zweckentfremdet oder dienen heute als Kulturräume.

Stammbäume folgten früher den männlichen Stammhaltern. Mit den heutigen gesetzlichen Namensregelungen wird das anders und bei Patchworkfamilien auch einiges komplizierter. Dafür gerechter und vernünftiger. Immerhin kann ich auch die Namen meiner weiblichen Vorfahren in einer Linie seit 1660 aufführen. Schliesslich stammen immer die Hälfte der Gene von ihnen. Es sind dies in gerader Reihenfolge:
Wäber Elsbeth, also meine UrUrUrUrUrUrUr-Grossmutter
Kaderli Marey
Wäber Anna von Winterhalden Seeberg
Wälchli Barbara von Kappelen bei Wynigen
Schneeberger Ursula 1780- von Rütschelen bei Lotzwil
Walther Anna-Maria 1832-1900
Schori Marie 1871-1935
Frieda Christen 1895-1977 von der Lehnmühle, Lyss
Lina Röthlisberger 1918- von der Inselmatt, Suberg, meine Mutter

Eigentlich erstaunlich, dass seit 1660 erst zehn Generationen meine Ahnengalerie bilden!
Ich werde ein andermal meinen Vorfahren mütterlicherseits, Röthlisberger aus Langnau (Grossvater) und Hauser aus Renan und Deutschland (Grossmutter) nachgehen, um den ganzen Wurzelstock offen zulegen. Und dann könnte jemand darüber einen historisch Roman schreiben….

Lyon

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Januar 18, 2007

Die Altstadt Lyons wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Lyon ist ein Bistum der römisch-katholischen Kirche – Bischofssitz ist die Kathedrale Saint-Jean in der Altstadt. Markanter ist jedoch die Basilika Notre-Dame de Fourvière, die, 1871 auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet, die gesamte Stadt überragt.
Die Lyoner Gastronomie genießt einen exquisiten Ruf: Die gepriesene Vielfalt der traditionellen Küche findet in der seltenen Kombination aus Alpen-Nähe und schiffbaren Zugang zum Mittelmeer ihren Ursprung. Nördlich und südlich der Stadt schließen sich die Weinanbaugebiete Beaujolais bzw. Côtes du Rhône an. Historisch ist die Stadt eng mit den canuts, den Seidenwebern, verknüpft, deren Handwerk während der industriellen Revolution die treibende Wirtschaftskraft war. Darüberhinaus ist Lyon als Stadt des Lichtes bekannt, dem zu Ehren jährlich am 8. Dezember die Fête des Lumières gefeiert wird.

Lyon (Wikipedia)

Weil Lyon an unserer Reiseroute in die Schweiz liegt, haben wir uns heute Zeit genommen, der interessanten Stadt endlich einmal einen Besuch abzustatten. Mehr über Lyon auf Wikipedia.