Mauerfall
Ganz Europa feiert den 20. Jahrestag des Mauerfalls – nur nicht die Schweiz. Über zwei Dutzend Staats- und Regierungschefs waren für das gestrige Fest der Freiheit eigens nach Berlin gereist. Es fehlte ein offizieller Vertreter von Bern. Grund: Die Schweizer haben gar keine Einladung erhalten.
Dies sei eine «Frage des Formats», hiess es dazu im Bundeskanzleramt. Man habe die Teilnehmer des sogenannten Viermächteabkommens – die USA, Russland, Frankreich und Grossbritannien – sowie sämtliche EU-Mitgliedsstaaten eingeladen. «Wir sind Teil eines vereinten Europas, die Schweiz gehört da leider nicht dazu», so ein Sprecher.
Emozioniere
EMOZIONIERE
Was kostet eine Träne?
2009, 14.30 Minuten, Premiere: 15. Mai 2009 an der Kurzfilmnacht Bern
19:30 Cinématte, 21:30 CinemaStar
oder gleich hier: ton und bild
Schon wieder ein Film über das Sterben?
Eine kurze Satire über Emotionen im Dokumentarfilm
von Simon Baumann und Andreas Pfiffner
„Wir sind feinfühlige Filmemacher.
Diesen Film haben wir trotzdem gemacht.“
Mitwirkende: Elisabeth Rothenbühler, Andreas Pfiffner, David Von Felten, Elisabeth Werder, Simon Baumann, Marjanne Krebs, Eduard Gerteis, Anna Werder, Rosetta Di Matteo
In der Schweiz werden jedes Jahr einige Dokumentarfilme zum Thema Sterben produziert. Die meist sehr emotionalen Filme finden Anklang beim Publikum und werden nicht selten mit Festivalpreisen überhäuft. “Sensibel“, “subtil“ und “nie voyeuristisch“ sind die meistgebrauchten Schlagwörter der Jury-Laudatien.
Die beiden Nachwuchsfilmer Simon Baumann und Andreas Pfiffner sehen darum ihre Chance gekommen, mit einem subtilen Kurzdokumentarfilm zum Thema Sterben einen Achtungserfolg landen zu können. Mit grossem Eifer stürzen sie sich in das Vorhaben und setzen sich gleich selbst unter hohen Erfolgsdruck. Wird ihr Film inhaltlich und emotional an die der Vorbilder herankommen? Um von den im Film interviewten Personen möglichst emotionale Aussagen zu erhalten, ist ihnen jedes Mittel recht.
Dabei verhindern die übermotivierten Alter-Egos der beiden Filmemacher ungewollt eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben. Ständig unterbrechen sie ihre Kamera-unerfahrenen Interviewpartner und motivieren diese zu emotionaleren Aussagen. Komisch und nahezu grotesk wird es spätestens, wenn sie die Interviewten zum Weinen anleiten.
Schauen sie auch gerne zu?
Ohne weinende Protagonisten scheint heute kein Dokumentarfilm mehr auszukommen. Dabei werden hinter den emotionalen Filmen immer auch sensible Filmemacher vermutet. Der Kurzfilm Emozioniere zeigt, dass die Herstellung eines feinfühligen Werkes durchaus zynisch sein kann und dass grosse Emotionen nicht nur in Hollywood mit viel Kalkül zustande kommen.
Olympische Spiele
Ich habe nichts gegen Olympische Spiele. Es war zu erwarten, dass Präsident Sarkozy schlussendlich an der Eröffnungszeremonie teilnehmen würde („… on peut pas boycotter un quart de l’humanité…“). Dass auch Herr Bundespräsident Couchepin China mit seiner Anwesenheit an den Eröffnungsfeierlichkeiten beehrt, war anzunehmen („… man soll nicht als Lehrer der Welt auftreten…“). Dass aber Daniel Brélaz, seines Zeichens grüner Nationalrat und Stadtpräsident von Lausanne meint, auch er müsse Peking am Tag der Eröffnung der Olypischen Spiele seine Aufwartung machen, will mir nicht in den Kopf…
Aber, aber Daniel Brélaz…. hast du noch nie etwas von politischen Demonstrationen gehört (siège vide für die Menschenrechte!)?
Beamter – fonctionnaire
Dans une cour de récréation, trois gamins discutent:
Le premier dit: Oui moi mon papa, il est l’homme le plus rapide au monde.
Les autres : Ah bon !!!
Le premier: Ben oui, il fait Paris-Lyon en 2 heures.
Les autres: Eh!!
Le premier: eh oui il est conducteur de TGV
Les autres : AH bon
Silence et réflexion
Le deuxième : Eh bien, moi mon papa il est l’homme le + rapide
Les autres : n’importe quoi
le deuxième: mais non, mon papa il fait Paris-New York en 2 heures.
Les autres: tu déconnes hé hé
Le deuxième: ben non , il est pilote de concorde hé hé.
Silence et le troisième qui ne se sent pas bien.
Le troisième: Eh bien, moi mon papa il est plus rapide que vos papas
Les autres: non, non ce n’est pas possible, que fait ton papa???
Le troisième: Eh bien, mon papa est dessinateur à la DDE (Beamter beim französischen Strassenbauamt), il termine son
boulot à 5 heures, et à quatre heures il est déjà à la maison.
Olympisches Feuer
Die olympische Flamme sorgt für olympisches Feuer…. gestern in London, heute in Paris
Übrigens: ich boykottiere nicht nur das Sechseläuten, sondern auch die Olympischen Spiele!
Der Tag danach….
Unser neuer Republik-Präsident („kleiner Napoleon“) hat kurz nach der Wahl mit seiner Auto- und Motorradkolonne 17 Rotlichter überfahren („pas d’amnestie…“), in einem sündhaft teuren Pariser Schickeriarestaurant ein Diner gegeben für seine Getreuen, den Steuerflüchtling Johnny Halliday umarmt, den millionenschweren verurteilten Finanzjongleur Bernhard Tapie herzlich begrüsst, den (gedopten) Radrennfahrer Richard Virenque auf seine Bühne geholt und mit Mireille Mattieu die Marseillaise gesungen….. danach sind in Frankreich 730 Autos in Flammen aufgegangen….. Ensemble, tout devient possible!









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