Fischessen am Bielersee
Es gehört seit Generationen zu unserer Familientradition: mindestens einmal im Jahr fährt man zum Fischessen an den Bielersee. Gestern abend waren wir wieder mal bei Ernst Moser im Restaurant zum Sternen in Tüscherz-Alfermée. Niemand macht die Eglifilets so gut wie der Sternenernst. Dazu gibt es Bielerseewein aus seinem eigenen Rebberg. Köstliches essen in einer sympatisch einfachen Beiz.
SP Grossaffoltern: Lyssbach
Gestern abend lud die SP/Grossaffoltern/SP Rapperswil zu einer Informationsveranstaltung über den Lyssbachverband. Fritz Ruchti, Präsident des Lyssbachverbandes orientierte mittels zahlreicher Aufnahmen und Darstellungen über die Hochwasserschäden, die Verbandsaktivitäten, die bereits realisierten Renaturierungen und das Seilziehen zwischen den beteiligten Gemeinden um die Kosten der geplanten Hochwasserschutzmassnahmen.
Ich habe in diesem Blog wiederholt selber über den Lyssbach berichtet.
Mithilfe von Bund und Kanton (3/4 Subventionen) soll nun ein 40 Millionen Franken teurer Hochwasserschutzstollen gebaut werden. Ein kilometerlanger Tunnel mit 4 Meter Durchmesser solte künftig im Extremfall die Wassermassen im alten Bachbett so reduzieren, dass keine Überschwemmungsschäden mehr entstehen.
Das dürfte für die am weitaus stärksten betroffene Gemeinde Lyss zutreffen, nicht aber für die anderen vier beteiligten Gemeinden am Oberlauf und bei den Zuflüssen. Bei der nach wie vor anhaltenden starken Bautätigkeit und Bodenversiegelung sind damit neue Überschwemmungsschäden absehbar! Es ist für mich völlig unverständlich, dass unter diesen Umständen weitere Bauzonen, die direkt an den Lyssbach angrenzen, ausgeschieden und genehmigt werden!
Die Verwendung von Landwirtschaftsflächen als natürliche Rückhaltebecken wird mit dem Hinweis abgelehnt, dass diesbezügliche Massnahmen und allfällige Schäden von Bund und Kanton nicht subventioniert würden und allein von den Verbandsgemeinden berappt werden müssten.
Wenn das so ist, dann wäre es höchste Zeit, die kantonalen und eidgenössischen Wasserbaugesetze schleunigst so abzuändern, dass sanfte Hochwasserschutzmassnahmen (sprich: vorübergehende Überschwemmung und fallweise Entschädigung von Kulturlandflächen) endlich auch möglich werden!
Übrigens: so trostlos sieht die Quelle des Lyssbachs heute aus….
Der Ort heisst zwar immer noch „Schönbrunnen“ hat aber damit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Ähnlich trostlos geht es mehr als drei Kilometer weiter in schnurgeradem Betonkanal….
Auf diese Art der „Lyssbachkorrektion“ war man in den 60er-Jahren sogar noch stolz!
Solothurner Filmtage
Wir sind regelmässige Besucher der Solothurner Filmtage . Seit sage und schreibe 43 Jahren!
In jungen Jahren haben wir uns unter anderem Super-8-Kurzfilme meines Bruders Kurt Baumann (art- and software) wohlwollend kritisch angesehen. Viele Filme und Filmchen haben es auch gar nie bis nach Solothurn geschafft.
In diesem Jahr ist erstmals unser Sohn Simon Baumann zusammen mit seinem Kollegen Andreas Pfiffner gleich mit zwei Filmen am Festival vertreten.
Der Kurzfilm „Zugzwang“ läuft jeweils um 12:00 Uhr am 22.1.08 im Kino Capitol und am 26.1.08 im Alten Spital.
Der Dokumentarfilm „Hope Music“ läuft am Mittwoch 23.1.08 um 17:30 im alten Spital und am Donnerstag 24.1.08 um 21:00 Uhr im Kino Canva Blue.
Da Simon noch in den USA weilt (subergwest), werden wir uns als stolze Eltern einwenig umhören, wie seine/ihre Arbeit bewertet wird.
See you in Solothurn!
On the road
Die amerikanischen Vorwahlen in Iowa und New Hampshire sind zwar spannend, aber noch spannender ist der tägliche Bericht von Kathrin Gschwend und Simon Baumann über ihren Trip quer durch die Staaten. subergwest ist zur Zeit on the road in Kalifornien (Achtung Schneesturm!). Erinnerungen an Jack Kerouac werden wach.
Katzensprünge
Unsere französischen Freunde sind erstaunt, dass in der Schweiz alles in unmittelbarer Nähe liegt: keine halbe Stunde Autofahrt von Suberg und man ist im Skigebiet im Jura, nicht viel weiter die Berner Alpen oder die Hügel des Emmentals, der Bielersee, auch nur wenige Kilometer entfernt. Die Städte Bern und Biel erreichbar mit der S-Bahn innert weniger als 20 Minuten. Keine Tagesreisen wie in Frankreich um in die Pyrenäen oder die Alpen zu fahren.
Der Vorteil eines kleinen Landes, alles ist nur einen Katzensprung weit weg. Der Nachteil: die räumliche Enge….
Waldhütte
Wir haben an Weihnachten doch noch die Waldhütte von Samichlaus gefunden….
… mit einer heimeligen Feuerstelle….
…und einem ausgeklügelten Türschloss
Festtage
Wir fahren 925km gegen Nord-Osten um die Festtage in der Schweiz zu verbringen. Dabei wollen wir unseren französischen Freunden Séverine, Olivier, Salomé und Zoé die Schön- und Besonderheiten des Alpenlandes zeigen.
Die Qual der Wahl
Manchmal habe ich Mühe mich für ein Thema zu entscheiden. Wenn ich über die Bundesratswahlen schreibe (ich weiss immer sehr genau, wen ich nicht wählen würde), bekomme ich jeweils viele böse Mails und Kommentare. Ich könnte über das neue Buch von Ségolène Royal schreiben. Zwar habe ich es nicht gelesen, aber das spielt keine Rolle.
Ich könnte, animiert durch den Roadblog subergwest etwas über meinen Amerikaaufenthalt vor 13 Jahren berichten. Oder wegen der endlosen, traurigen Geschichte um die FARC-Gefangene Ingrid Betancourt in Kolumbien über meine Erfahrungen in diesem Land. Oder über die Bauernorganisationen und -gewerkschaften in Frankreich, die sich nun um das von Sarkozy angekündigte Oekologisierungsprogramm streiten. Der Stadtwanderer hat mit seinem Beitrag über die persönlichen Schlüsselerlebnisse von PolitikerInnen auch uns angeregt, selber darüber nachzudenken, durch was wir politisiert wurden.
Aber wenn der heftige Dezembersturm vor dem Fenster anhält, sollte ich mich wohl besser wieder der unmittlebaren Umgebung zuwenden…
360 Grad Rundumsicht New York
Seit 30 Jahren lebt mein Bruder in Manhatten, New York. Sein Leben an der West End Avenue unterscheidet sich beträchtlich von dem unsrigen hier in der France profonde.
Einige 360 Grad Panorama-Bilder von seiner Wohnung und der 101st Street/Westend Ave geben Einblick in sein urbanes Lebensumfeld.
Rundumsicht NY (auf Foto klicken!)
Eine ähnliche Rundumsicht im letzten Sommer in ruraler Umgebung… La Oueyte
„Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande“
Von Suberg nach Traversères sind es mit dem Auto genau 925,6 Kilometer. Fast alles Autobahn. Reine Fahrzeit 8 Stunden, macht mit drei kurzen Unterbrüchen knapp 9 Stunden. Wir fahren wenn immer möglich am Sonntag, weil da die Lastwagen nicht die ganze rechte Spur belegen. Eine Tankfüllung, 60 Liter Diesel (mit Partikelfilter…) reicht aus. Dieselpreis inzwischen 1.30 €uro pro Liter, Peage insgesamt rund 50 €uro. Wir fahren mit dem Auto in die Schweiz und zurück, weil wir jeweils einiges transportieren: Früchte und Gemüse, Fleisch, Wein, Schnaps, Käse, Pflanzen…. alles im zulässigen Bereich. Zudem ist die Reise mit dem Auto für zwei oder mehr Personen immer noch ordentlich billiger als mit dem Zug.
Auf der langen Tagesreise haben wir Zeit, Hörbücher anzuhören: etwa der Zauberberg oder die Buddenbrooks von Thomas Mann. Oder wir hören Musik. Alben von Züri West oder Patent Ochsner, oder die 6. Sinfonie von Beethoven. Der erste Satz darin heisst: „Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande“. Genau so fühlen wir uns jeweils, wenn wir auf unserem Hof La Oueyte eintreffen……










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