Liebe Bloggergemeinde…
Der Speicherplatz von meinem blueblog ist mit inzwischen bald 800 Beiträgen zu zwei Drittel voll. Fragen eines in computertechnischen Belangen ratlosen Anfängers:
1. Kann die Kapazität meines Auswandererblogs durch bluewin beliebig erhöht werden oder muss ich, wenn die Speicherkapazität erschöpft ist, einen neuen Blog starten?
2. Gibt es technische Möglickeiten, alle Beiträge meines Blogs auf einen externen Datenträger abzuspeichern?
3. Ich möchte meinen Blog in der Form eines eigentlichen Tagebuchs ausdrucken (beginnend mit der ersten Seite vom Juni 2006 und dann fortlaufend bis heute. Der Ausdruck in Tagebuchform sollte aber ohne die Seitenkolonnen erfolgen und nur meinen Text und meine Bilder enthalten. Gibt es dazu ein Programm oder weiss jemand wie man das macht?
Hopp Schwiiz – Allez les bleus!
Klar, dass langsam auch in der France profonde das Fussballfieber steigt. Als schweizerisch französischer Doppelbürger habe ich den Vorteil, mich gleich für zwei Länderteams zu engagieren. Damit steigen die Chancen, dass zumindest einer meiner Favoriten die Vorrunde übersteht!
Also heute abend vorerst mal: Hopp Schwiiz!
Am Montag dann: Allez les bleus!
Und als überzeugter Europäer bin ich schon heute sicher, dass es zwei europäische Mannschaften in den Final am 29. Juni in Wien schaffen werden….
…..schwierig wird es für mich erst, wenn die Finalpaarung Schweiz – France lauten wird…
„Adressat unbekannt“
Ein kleines Buch, nur 50 Seiten, ein Briefverkehr Mitte der dreissiger Jahre zwischen zwei Freunden die zu Feinden werden, zwischen Deutschland und den USA, geschrieben von Kressmann Taylor, einer Mutter von drei Kindern.
Elke Heidenreich schreibt im Vorwort: „Ich habe nie auf weniger Seiten ein grösseres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt.“
„Adressat unbekannt“ gelangte in Frankreich in die Bestsellerlisten. Man fragt sich, warum zu Beginn der Nazizeit keine Gegenwehr, kein Aufmucken, keine Proteste stattfanden. Bis es zu spät war. Das kleine Taschenbuch sollte überall Schullektüre werden in einer Zeit zunehmender Rechtsradikalität und Fremdenfeindlichkeit.
Im Sinne von: „Nie wieder!“
Jubiläum
Zwei Jahre Auswandererblog! Allein im letzten Monat rund 38’000 BesucherInnen, oder durchschnittlich 1’225 Visiteurs pro Tag und immer noch steigende Zahlen. Eigentlich Grund genug für eine grosse Feier….
Hier noch die offiziellen „Auflagezahlen“ für allfällige Inserenten…
Regenbogen
Ein schöner Regenbogen in der Gascogne…..
….und ein unschöner Abstimmungskampf in der Schweiz (subergwest)
…es wird langsam Nacht….
Weiterbildung – Formation
Frankreich ist bemüht, seine Bauern und Bäuerinnen laufend weiterzubilden. Es werden von verschiedenen Institutionen Kurse zu allem und jedem angeboten und vom Staat subventioniert, so dass sie für die Wissbegierigen (fast) nichts kosten. Formation wird gross geschrieben in der France rurale!
Letzte Woche war ich an einem Kurs über die verschiedenen Typen von landwirtschaftlichen Gesellschaften (société agricole). Viele Landwirtschaftsbetriebe sind hier als juristische Personen organisiert. Begriffe wie G.A.E.C (Groupement Agricole d’Exploitation en Commun), E.A.R.L (Exploitation Agricole à Résponsabilité Limitée) oder S.C.E.A. (Société Civile d’Exploitation Agricole) sind in den ländlichen Dörfern Frankreichs gang und gäbe.
Einer der Gründe, warum hier Bauernhöfe viel mehr als in der Schweiz als juristische Gesellschaften organisiert sind, liegt wohl im fehlenden bäuerlichen Erbrecht. Das berühmte Ertragswertprinzip der Schweiz kennt man hier nicht: Höfe werden zum Verkehrswert und nicht zum Ertragswert an die nächste Generation weitergegeben. Das heisst halt dann oft, dass die Finanzierung der Betriebsübernahme nur durch mehrere Assoziierte gewährleistet werden kann.
Grund genug für uns, gestern auch noch einen Kurs über „Transmission du patrimoine“ zu besuchen, schliesslich kommen wir auch schon bald ins AHV-Alter… Gar nicht so einfach, alle französischen Begriffe wie usufruit, propriété nue, pleine propriété, usw. auf Anhieb zu verstehen… und erst noch die fiskalischen Irrungen und Wirrungen zu begreifen!
Wir sind nur bis zum Mittagessen am Kurs geblieben. Die Erfahrung hat uns gelernt, dass die diskussionsfreudigen Franzosen nach dem convivialen Mittagessen jeweils nicht mehr zu bremsen sind und in ihrem schwer verständlichen Akzent des Südwestens so intensiv hin und her diskutieren, dass Auslandschweizer nur noch Bahnhof verstehen….
Die 25 besten Blogs der Welt
Das amerikanische Time-Magazin hat die 25 besten Blogs der Welt ausgewählt. Aus Millionen nichtssagenden Blogs seien 25 ausgewählt worden, die etwas zu sagen haben….
Ein französischer Blog ist nicht darunter, auch keiner aus der Schweiz, dafür führt ein italienischer Blog die Rangliste an! Dem Blog di Beppe Grillo, einem italienischen Humoristen und Politsatyriker, wird am meisten Einfluss zugebilligt (über eine Million Kommentare).
Tröstlich für uns Wald-, Feld- und Wiesenblogger, dass mit einer anderen „Liste der am meisten überschätzten Blogs der Welt“, das Ganze auch wieder relativiert wird….
Ich halte mich lieber an meine Empfehlungliste (BLOGROLL) auf der rechten Seite meines Auswandererblogs.
Oder für Leute die französisch vorziehen hier ein paar Tips:
Der schönste Rückzugsort der Welt
Gastbeitrag von Mirjam Matti
Traversères ist zweifelsohne der schönste Rückzugsort der Welt. Wie schon im Vorjahr reiste ich kurz nach Ostern mit schwerem Gepäck bestehend aus zahlreichen Büchern, Yoga-Matte und Nordic Walking Stöcken nach Traversèrses zu Stephanies und Ruedis Ferme La Ouaïtte. Um mich hier auf die erste Etappe der Diplomprüfungen zur PR-Beraterin vorzubereiten.
Mit Erfolg. Nun hoffe ich, dass die diesjährige Vorbereitungszeit den gleichen positiven Effekt haben wird wie im Vorjahr.
Mit Ruedi habe ich die alten Zeiten der Grünen Wahl- und Abstimmungskämpfe aufleben lassen und mir alles notiert an guten Beispielen, die ich bei Fragen zur politischen PR verwenden kann. Aber nicht nur Politik bestimmte meinen Lernplan, ich vertiefte mich auch mit den Möglichkeiten der Online-Kommunikation und vor allem den Instrumenten des Web 2.0. Und: Was wäre da geeigneter als selber einen Gastbeitrag in Ruedis Auswandererblog zu schreiben?
Die Ruhe und Einsamkeit in Traversères hat mich nicht nur zum Lernen motiviert. Hier lässt sich wunderbar Ausruhen und neue Kraft tanken. Als Städterin genoss ich die täglichen Nordic Walking Touren quer über die Traversèrschen Felder und Hügel, die ich zu Hause beim Gerangel an den Fusswegen der Berner Aare sicher noch sehr vermissen werde…
Nach zehn Tagen Rückzug und Verbannung der Grossstadt heisst es nun heute Abschied nehmen und Richtung Flughafen Toulouse aufzubrechen, wo meine Rückreise nach Bern beginnt.
Liebe Stephanie, lieber Ruedi: für die wunderbare Gastfreundschaft, die lehrreichen Diskussionen und unterhaltsamen Gespräche, für die faire Chance beim Pétanque spielen – Merci vielmal!
Au revoir et A bientôt à Traversères…
Mirjam
K, K, K
Früher brauchte man das K, K, K für das vorbestimmte Leben der Frauen: Küche, Kinder, Kirche… Jetzt steht die Abkürzung für Kabellose Kompjuter Küche…
Das Tagebuch der Anne Frank
Der Kastanienbaum vor unserem Haus erinnert mich an das Buch. Und auch die Pressemeldungen über den kranken Kastanienbaum in Amsterdam, der möglicherweise gefällt werden muss. Der berühmte Kastanienbaum vor dem Versteck der jüdischen Familien im zweiten Weltkrieg, beschrieben von der kleinen Anne Frank, die in ihrer frühen Jugend die Schrecken der Verfolgung und die Ängste des Lebens in der Verborgenheit erfahren musste.
Nach dem (wieder)lesen ihres Tagebuches vom 12.Juni 1942 bis 1. August 1944 müsste man weinen. Anne starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen, zwei Monate vor der Befreiung Hollands. Sie könnte heute noch leben.













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