Velotürli
Von Traversères über Ornezan entlang dem Gers über Auch nach Preignan. Hin und zurück… oufff, ca 60 km.
Kathedrale von Auch
Man beachte das trübe Wasser des Gers-Flusses. Die tonreichen Böden (argileux-calcaires) führen dazu, dass die Gewässer im ganzen Departement praktisch immer trüb sind, nicht nur nach grossen Niederschlägen. Gut zum Fischen, weniger einladend zum Baden.
Ce sont les provisoires qui durent
Als wir vor dreizehn Jahren den etwas heruntergekommenen Hof übernommen hatten, musste vieles schnell gehen: Dach flicken, Wasserleitungen legen, ausmisten, Mauern und Zäune abbrechen, Fenster einsetzten usw. Wir haben weder Hausrat noch Maschinen gezügelt, sondern nach und nach alles hier angeschafft. Es liegt auf der Hand, dass viele Provisorien blieben.
Es braucht jetzt schon längere Regenperioden, dass wir uns zu neuen Streichaktionen oder Ummöblierungen entschliessen können. Aber das Resultat lässt sich sehen:
Vorher…
Nachher…
Das neue Möbel zusammenzuleimen, zu schrauben und zu nageln hat mich volle 5 Stunden gekostet…
Erderwärmung: Entwicklung der Arktis 1987 – 2013
Amerikanische Forscher haben anhand von Satellitenbilder ein Video produziert, das die Entwicklung der arktischen Eisdecke in den letzten 26 Jahren in einer Minute zusammenfasst.
Where Have All The Flowers Gone?
Pete Seeger ist tot. Seine Songs leben weiter.
Attraktives Einwanderungsland Frankreich
Ein Viertel der Auslandschweizer lebt im westlichen Nachbarland – weitgehend gleichberechtigt
Frankreich hat für Auswanderer
aus der Schweiz nichts an
Attraktivität eingebüsst. Von
Fremdenfeindlichkeit bekommen
die Auslandschweizer kaum
etwas zu spüren. Sie werden
(fast) wie EU-Bürger behandelt.
Rudolf Balmer, Paris (NZZ-Artikel von heute)
In den letzten Jahren hat die Zahl der
Schweizer, die in Frankreich leben,
noch zugenommen. Mit 190 000 bei den
Konsulaten immatrikulierten Landsleuten
– das sind mehr als ein Viertel aller
Auslandschweizer – bleibt Frankreich
weiterhin klar am attraktivsten für solche,
die es in die Ferne zieht. Allein in
der Region Paris leben rund 44 000
Menschen mit Schweizer Pass, ein Teil
von ihnen sind Doppelbürger. Manche
sind nur befristet nach Frankreich gekommen,
andere haben sich definitiv
angesiedelt und kennen die Heimat jenseits
des Juras nur noch wie Touristen
von Besuchen. Regionen wie das Burgund
und die Provence mit vergleichsweise
günstigen Immobilienpreisen ziehen
speziell auch Senioren an, die das
französische Savoir-vivre schätzen.
«Anmelden» unbekannt
Auch wenn sich gegenüber diesen
Schweizern in der französischen Gesellschaft
hartnäckig Vorurteile und Klischees
(reduzierbar auf: Banken, Berge
und Schokolade) halten, fällt ihnen die
Integration im Gastland in der Regel
besonders leicht. Das bestätigt die 28-
jährige Neuenburgerin Tatiana Tissot,
die seit gut drei Jahren als freie Journalistin
in Montpellier lebt und arbeitet.
Sie befasst sich auf ihrem Blog «Y’a
pas le feu au lac» quasi professionell
mit dem Alltag der «expatri ´es suisses».
Dort erzählt sie auch von kleinen Sticheleien
wegen ihrer Helvetismen. Sie
meint jedoch, vor allem für die Romands,
die einen weitgehend gemeinsamen
sprachlichen und kulturellen Background
mit den Franzosen haben, sei die
Assimilation einfach. Ebenso die Arbeitssuche,
bei der sie sich als Schweizerin
nie benachteiligt gefühlt hat. Als sie
in Montpellier ankam und noch kein
eigenes Erwerbseinkommen hatte, war
sie sogar bei der öffentlichen Krankenkasse
ihres französischen Partners kostenlos
mitversichert.
Eigentlich hatte sie mehr bürokratische
Hindernisse erwartet. Als sie sich
bei der Stadtverwaltung «anmelden»
wollte und man ihr amüsiert sagte, so
etwas existiere in Frankreich nicht, war
sie verblüfft. In anderen Belangen –
ausser beim Wahlrecht – werde sie fast
gleich behandelt wie eine EU-Bürgerin.
So braucht sie weder eine Aufenthaltsnoch
eine Arbeitsbewilligung.
Neue Scholle, neue Heimat
Einen speziellen Grund, nach Frankreich,
genauer: ins Departement Gers
im Südwesten, zu emigrieren hatte der
Bio-Bauer Ruedi Baumann. Der frühere
Nationalrat und Präsident der
Grünen ist überzeugt, dass er nirgends
sonst so günstig und problemlos einen
solchen Hof mit 70 Hektaren Boden
hätte kaufen können, als er seinem
Sohn sein bisheriges «Heimet» in Suberg
überliess. Dass er diesen berndeutschen
Ausdruck für den Landwirtschaftsbetrieb
verwendet, ist wohl kein
Zufall. Für einen Bauer, der seine
Scholle verlässt und anderswo den Boden
bebaut, ist dieAuswanderung etwas
Spezielles. Das Entgegenkommen der
Behörden und die Aufnahme durch die
Nachbarn in der hügeligen Gegend bei
Auch war indes so freundlich, dass Baumann
fast ins Schwärmen kommt. Von
der in anderen Gegenden sehr verbreiteten
Fremdenfeindlichkeit bekomme
er im ländlichen Gers nichts zu spüren.
Er könne sich aber vorstellen, dass er
als (inzwischen eingebürgerter) Zuwanderer
es nicht aushalten könnte, wenn
er so aggressive ausländerfeindliche
Plakate sähe wie bei Abstimmungen
über SVP-Initiativen in der Schweiz.
Bestimmt würden nicht alle in Frankreich
lebenden Schweizer in gleicher
Weise ein Loblied auf die Vorteile der
Personenfreizügigkeit dank den Bilateralen
anstimmen. Im Fall unseres westlichen
Nachbarlands muss aber zumindest
eingeräumt werden, dass nach dem
Gleichheitsprinzip der Republik in vielen
Bereichen einheimische und ausländische
Einwohner von der Administration
grundsätzlich gleich behandelt werden.
Das gilt für Steuern, Sozialversicherungen
und auch Sozialleistungen.
Traditionell versucht dieses Einwanderungsland
auch, die Immigranten zu
assimilieren und rasch durch Einbürgerung
in Franzosen zu verwandeln.
(…)
Rudolf Balmer, Paris
Film des Jahres!
„Zum Beispiel Suberg“ wurde von den LeserInnen des Bieler Tagblatts mit grossem Mehr zum Film des Jahres erkürt!
Wir gratulieren herzlich und sind auch ein wenig stolz darauf, dass auch hier am Film gearbeitet wurde…;-)
Seit 25 Jahren sucht das «Bieler Tagblatt» den Film des Jahres. Der Wettbewerb ist beliebt: In diesem Jahr haben über 800 Leserinnen und Leser mitgemacht und ihre Stimme online, via SMS oder mit einer Postkarte abgegeben. Und das Resultat ist so klar, wie es kaum je war: Mehr als jede dritte Stimme hat der Dokumentarfilm «Zum Beispiel Suberg» von Simon Baumann erhalten. Mit 299 Stimmen ist das Porträt des Seeländer Dorfes, das auch in den Kinos für volle Ränge sorgt, zum Film des Jahres gewählt worden. Auf Platz 2 folgt das umstrittene Sklavendrama «Django Unchained» von Quentin Tarantino. Auf den dritten Rang hievten die BT-Leserinnen und -Leser gleich einen zweiten Dokumentarfilm aus der Schweiz: «Der Imker».
RIEN NE VA PLUS
KAYWA, mein Blogbetreiber (herbergeur du blog, bloghoster) teilt mir und anderen Bloggern mit, dass er die Blogs endgültig einstellen will.
Schlechte Nachricht für mich und wahrscheinlich auch für die immer noch zahlreichen (zur Zeit noch etwa 1000 Visteurs pro Tag) Auswandererblog-LeserInnen.
Das heisst, wenn ich weitermachen will, muss ich meinen Blog „migrieren“, mit anderen Worten einen anderen Bloghoster finden und damit auch eine andere Adresse annehmen.
Und das wird mich etwas kosten, wenn der Zugriff auf die inzwischen 2500 Posts auf dem Netz weiter möglich sein soll.
Die Gespräche und Abklärungen sind im Gange und ich werde Sie, liebe BlogleserInnen auf dem Laufenden halten…
Erschwert wird die ganze Geschichte, dass ich selber schon seit Tagen nur noch selten Zugriff auf meinen eigenen Blog habe….. Bei mir funktioniert die Verbindung nur noch zwischen 00:03 und 00:30 Uhr…. Nachtarbeit ist angesagt!
Kleiner Film ganz gross
Es ist schon sehr erstaunlich, der Dokfilm „Zum Beispiel Suberg“ läuft jetzt schon sieben Wochen in zahlreichen deutschschweizer Kinos und es geht weiter. Über 20’000 Leute haben den Film bereits gesehen und sind begeistert!
Zuschriften wie diese häufen sich:
„Selten ging ich aus einem Film ähnlich motiviert, weiter zu denken über z. B. Altstätten, Baar, Zürich, meine heutige Wohngemeinde – weil die Welt wirklich ein Dorf ist wie Suberg. Der Film regt an, uns zurück zu besinnen, wie es bei mir, bei uns war, wie es bei mir, bei uns ist, wie es bei mir, bei uns sein soll.“
Die Mund-zu-Mund Propaganda hat den Film zu einem Renner in der schweizerischen Kinolandschaft gemacht und es würde mich nicht wundern, wenn er zum Schweizerfilm des Jahres erkoren würde.
Schade nur, dass es Dialektfilmen aus der Deutschschweiz (selbstverständlich mit französischen Untertiteln) offenbar einfach nicht gelingt, den berühmt berüchtigten Röstigraben zu überspringen um auch in der Romandie den Weg in die Kinosäle zu finden.
Ich erinnere mich gerne an die 80er Jahre, als die Filmemacher aus der Westschweiz (Tanner, Yersin, usw.) mit ihren Werken (Jonas qui aura 25 ans à l’an 2000, Le Milieu du monde, Les petites fugues, usw.) die Deutschschweiz faszinierten. Der umgekehrte Weg, deutschweizer Filme in der Romandie (ja, und warum nicht in Frankreich?) ist offenbar nicht möglich.
Oder haben sich die Sprachkulturen schon so weit auseinandergelebt?
Schöne Kritik im seniorweb.ch









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