La Tour de France est dans le Gers…
… und bald in Bern!

Festrede von Heinz Däpp
Auszug aus einer nicht ganz ernst gemeinten Festrede von Heinz Däpp am 800-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Grossaffoltern:

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Ds Team vom Profässer Schulze het de aui Dörfer u Wyler vo Grossaffouteren unger d Lupe gno. Z Subärg hei si vernoo, heig vor viiune, viiune Jahr es Ehepaar buret, wo beide im Nazionaurat gsi syge. Wiu si aber chli angersch buret u chli angersch politisiert heigen aus di angere Subärger, heig me chli Müeh gha mit ne. U de syge sy haut uf Südfrankrych züglet u bewirtschafti dört e Farm, wo grösser syg aus dr ganz Kanton Bärn, u dank den Agrarsubvänzione vor EU syge di Buumes steirych worde.
Em Profässer Schulze isch di Gschicht gspässig vorcho un är het zwe vo synen Assischtänte, dr Urs Rüedisühli, e Zürcher, wo z Berlin doktoriert, u d Ulrike von Hohenzollern-Gütersloh, zu dene Buumes uf das Südfrankrych gschickt. Nach ere Wuche sy di beide ganz begeischteret zrügg cho u hei verzeut, di Stefanie u dä Ruedi syge ganz flotti Lüt, u steirych syge si oo, aber nid wäg den EU-Subvänzione, nei, wiu si sech au Wuchen e Wageladig vo däm biologisch-dynamische Hauert- Dünger löie la lifere, u me dank däm Dünger chönn zueluege, wi d Sunnebluemen u d Härdöpflen u Sparglen u d Chirschi wachsi u me fasch nid nache mögi mit ärnte.
U itz, hei dr Urs u d Ulrike, wo unger dr heisse südfranzösische Sunnen es Paar worde sy, hei di beide wyter verzeut, itz wöu di auti Dame, di Stefanie, z Subärg e Bsuech machen u de Subärger es Gschänk aakündige, en Ungerfüerig unger de Bahngleis düre, auerdings numen unger gwüsse Bedingige. Was das für Bedingige syge, heig ne d Stefanie nid wöue verraate, si heig nume gseit, so öppis Strubs wi bim Dürrenmatt syg’s de öppe nid. Dr Urs u d Ulrike vermuete, dass es um öppis Soziaus oder Ökologisches göng. Vilech wüsse mer de meh, we mer im Herbscht d Uffüerig vom Theater Grossaffoutere göh ga luege. Di probe scho itz en aktualisierti Fassig vom Besuch der alten Dame. Das Stück wott dr Simon Buume ja de o no verfiume, un es würd eim nid verwungere, we d Stefanie dr Oskar überchiem für di beschti Houptroue u dr Ruedi dä für di beschti Näberoue.
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http://www.grossaffoltern.ch/800/wp-content/uploads/2016/05/Festrede_Heinz_Daepp.pdf
Ghüderabfuer
In Sachen Recycling und Kehrichtabfuhr hat sich auch in unserer Gegend in den letzten Jahren einiges getan. Zwar gibt es im freiheitsliebenden Frankreich nach wie vor keine Kehrichtsackgebühren, weil wohl sonst der Abfall aus Kostengründen irgendwo in der Natur deponiert würde…
Für die Landwirtschaft gelten separate Vorschriften. Die anfallenden Plastikabfälle können aus Kapazitätsgründen nicht mit der regelmässigen ordentlichen Kehrichtabfuhr entsorgt, bzw. recykliert werden. So sammelt sich auf den Betrieben im Laufe der Jahre schon einiges an gebrauchten Kunststoffen an: Blachen, Silofolien, Bigbags, Rundballennetze, Gartenfolien usw.
Die landwirtschaftlichen Genossenschaften organisieren zusammen mit der Chambre d’agriculture von Zeit zu Zeit eine regionale Annahme der Kunststoffabfälle. Soweit so gut.
Natürlich müssen die Plastikreste fein säuberlich gebündelt oder in speziell dafür vorgesehene transparente 500-Liter-Säcke abgefüllt werden. Und weil die Distanzen hier im Südwesten immer beträchtlich sind, habe ich einen separaten Transporter gemietet.
Allerdings habe ich da nicht mit der französischen Bürokratie gerechnet: angenommen wurden nur schwarze Blachen, nicht aber die blauen und weissen, angenommen wurden die Rundballennetze, nicht aber die Bigbags….
Jetzt habe ich zu meinem grossen Ärger nach einer Tour von 70km die Hälfte meiner angesammelten Plastikabfälle wieder in der Scheune eingelagert bis es irgend jemandem einfällt, eine Abfuhr für blaue Blachen zu organisieren…. Vive la France burocratique!

Hallo, wer kommt denn da…
Der Nachteil wenn man so zentral wohnt: die Nachbarn stehen schon frühmorgens vor der Tür…


La Poste
Der service publique wird in Frankreich nach wie vor grossgeschrieben. Zum Glück!
Auf vielen abgelegenen Höfen ist der oder die BriefträgerIn oft der einzige regelmässige soziale Kontakt.
Mich erinnert der französische Postbote immer ein wenig an Jaques Tates Film „Jour de fête“. Dies auch weil wegen dem email-Verkehr und den online Tageszeitungen der Briefträger/die Briefträgerin immer seltener vorbeikommen.
Ein Beispiel mehr für das unbarmherzige Fortschreiten des Fortschritts!



Der Sommer kann kommen…
Ich habe meine Sonnenuhr wie jedes Jahr neu nachgezeichnet und auf Sommerzeit umgestellt…





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