Trüffel
Wenn die Theorie stimmt, dass „verbrannte Erde“ unter jungen Eichenbäumen das Vorhandensein von Trüffelpilzen anzeigt, dann müssten bei mindestens drei unserer Bäume in der „Eichenhostet“ der kostbare Pilz zu finden sein. Um drei von acht jungen Eichenbäumchen haben sich auffällige, tellerförmige vegetationslose Zonen gebildet. Ich weiss, eine andere Theorie besagt, dass in diesen Zonen auch eine besondere Fliegenart vorkommen sollte….
Wenn mir jetzt jemand noch ein Trüffelhund oder Trüffelschwein vermitteln kann, dann sollte eigentlich einer ergiebigen Trüffelernte nichts mehr im Wege stehen…
Ich warte auf Angebote!
Stichwort Trüffel in diesem Blog.
Sonntag in der Gascogne
Am Morgen habe ich zwei Sommerduvets zusammengenäht, weil es jetzt nachts langsam kälter wird.
Derweil wollte Stephanie Kaffee kochen, was jedoch einen Stromausfall nach sich zog. Nach dreimaligem Versuch wurde klar, dass der Kurzschluss durch unseren neuen Wasserkocher verursacht worden war (gekauft bei Coop in der Schweiz, weil uns das Design bei Carrefour nicht gefiel…). Stephanie vermutete, dass ich den EU-Stecker nicht ordnungsgemäss montiert hätte (Schweizer Steckdosen unterscheiden sich natürlich von der EU-Norm….). Den EU-Stecker hatte ich aber perfekt montiert so dass ich wohl oder übel den Wasserkocher ganz zerlegen musste (Made in Taiwan, gekauft in der Schweiz). Gefunden habe ich nichts, aber bei meiner Reparaturarbeit fiel ein Schräubchen raus, das nirgends mehr reinpasste…). Jedenfalls funktioniert der Wasserheizkrug aus der Schweiz/Taiwan seither wieder perfekt und es gibt keinen Kurzschluss mehr, wenn wir Kaffee oder Thé kochen!
Dann habe ich unsere Hausklingel demontiert (sie hat noch nie funktioniert) und kleine Löcher in der Hauswand mit Mörtel geflickt.
Anschliessend übte ich Saxophon: Georgia On My Mind und so Zeugs.
Zu Mittag gab es Müesli.
Am Nachmittag machten wir eine Feldbegehung, bewaffnet mit Heugabel (um die Pflanzenreste nach dem Striegeln vom Feld zu entfernen) und mit der Baumschere (um vorwitzige Dornen am Feldrand zu kappen). Natürlich habe ich mich dabei (leicht) verletzt. Diese verdammten Dornen…
Unter dem Walnussbaum haben wir drei Kilogramm Nüsse zusammengelesen (das Kilo kostet auf dem Mark zur Zeit 7€}.
Später habe ich alte Tagesanzeiger-Magazine gelesen und den Start der Formel 1 im TV geschaut.
Sophie und Jean-François mit ihren drei Kinder kamen zu Besuch. Jean-François hat mir geholfen eine neue Telefonleitung entlang der Scheune zu verkabeln, damit unser Internetempfang besser wird. Er versteht etwas davon.
Jedenfalls funktioniert jetzt alles wieder tadellos.
Am Abend schauen wir Giacobbo/Müller auf SF1.
Das ist unsere Internetleitung auf dem Hof, anschliessend führt ein einfaches Bodenkabel drei Kilometer zum nächsten Dorf…(bei Drainagearbeiten habe ich es schon wiederholt zerrissen…). Wir werden wohl noch lange auf auf ein „trés haut debit-Glasfaserkabel“ warten müssen…
Barack
Eigentlich sind wir ja zum Kühe hüten in der Schweiz, um dem Jungbauer etwas Ferien zu ermöglichen. Das gibt nicht viel zu tun, weil Barack, der sanftmütige Aubrac-Stier, schon selber gut zu seinem Harem schaut.
Uns bleibt viel Zeit, die Schweiz zu durchwandern und dem Land auch politisch den Puls zu fühlen…
Ich erlebe die Schweiz als sehr verunsichert, isoliert, aber immer noch als trotzige Neinsagerin zu der europäischen Integration. Die politischen Parteien sind diesbezüglich mut- und phantasielos. Mit der Anti-Minarett-Initiative bahnt sich (einmal mehr) ein hässlicher Abstimmungskampf mit rassistischem Unterton an.
Der Bundespräsident lässt sich von einem libyschen Diktator durch den Kakao ziehen und wirkt etwa so kompetent, wie der liebenswürdige Louis de Funès in alten französischen Spielfilmen.
Die Bauern jammern trotz reicher Ernte wegen der Trockenheit und dem sinkenden Milchpreis, obschon sie im D u r c h s c h n i t t sage und schreibe daneben noch 50’000.- Franken Direktzahlung pro Hof und Jahr erhalten. Wohlverstanden, die tonangebenden Grossbauern bekommen weit über 100’000, so dass für die Kleinbauern nicht mehr viel übrig bleibt. Aber sie sind alle so nett….
Und da wo die Schweiz noch nicht überbaut und zersiedelt ist, ist sie immer noch sehr schön! Vive la Suisse!
Froschkönig(e) oder l’invasion des grenouilles
Dass es draussen so heiss ist und drinnen schön kühl, das haben auch die Fröschlein gemerkt. Nachts kleben sie sich an die Fensterscheiben und versuchen ins Haus zu kommen….
Welternährungskonferenz
„Welternährungskonferenz“ auf La Oueyte mit Gästen aus Politik, FAO und ETH, angereist aus der Schweiz, Italien und Deutschland…
Pferdenärrinnen
Die Dorfjugend hat unsere beiden Bretonenpferde bereits ins Herz geschlossen und neu gestylt…
Lisa, Salomé und Zoé kümmern sich intensiv um Marius und Voyante.
Eunice picking tomatoes
Eunice Bonaparte (soviel wir wissen ist sie mit Napoleon nicht verwandt…) ist amerikanische Staatsbürgerin, aufgewachsen in South California, South Carolina, Alabama…
Sie arbeitet seit zwei Jahren für das amerikanische Peace Corps als Erwachsenenbildnerin und Lehrerin in der Ukraine.
Zurzeit aber für ein paar Tage als Tomatenpflückerin auf der schweizerdeutschsprachigen La Oueyte in der Gascogne…
L’été photographique de Lectoure
Die Photoausstellung l’été photographique de Lectoure gehört in jedem Sommer zu unserem Besucherprogramm. Dieses mal ist ein richtiger Profifotograf aus Bern dabei….Wer kennt ihn?
… das Foto habe ich gemacht…
.. das übrigens auch!
Quatorze juillet
Quatorze juillet, französischer Nationalfeiertag, Militärdefilee in Paris, Konzert von Johnny Holiday beim Eifelturm, Feu d’artifice in jeder grösseren und kleineren französischen Stadt.
Die Getreideernte im Südwesten ist mehr oder weniger eingebracht. In den letzten zwei Wochen liefen die Mähdrescher praktisch Tag und Nacht. Die Erträge sind nur mittelmässig. Die Trockenheit hat dazu geführt, dass das Getreide zu rasch ausgereift ist.
Die Milchbauern sind nach wie vor mit dem Milchpreis von 280 €/tonne (rund 40 Rp./Liter) nicht einverstanden. Sie wollen heute in Strassburg demonstrieren, wo sich das neu gewählte EU-Parlament zum ersten mal versammelt.














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