Mechanische Werkstätte
Viel Zeit habe ich diese Woche in der mechanischen Werkstätte der Gebrüder Doupez in Saramon zugebracht. Die Schmiede ist für mich (auch wenn sie nur mit Stahl und Eisen arbeitet) Gold wert. Gröbere Schäden an meinen Landmaschinen kann ich jeweils nicht selber flicken und die Beschaffung von Ersatzteilen ist sehr wichtig, auch wenn es manchmal etwas lange dauert, bis genau das richtige Kugellager eingetroffen ist.
Maschinen gehen in der Regel dann kaputt, wenn sie gebraucht werden…
Nussbäume befreien
In unseren Hecken wachsen zahlreiche Nussbäume. Nur werden diese durch ein Gestrüpp von Dornen, Sträucher und Bäumen regelrecht erdrosselt. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Walnussbäume freizuholzen, damit diese sich frei entfalten können und sich schliesslich die Nüsse ernten lassen.
So sieht das am Anfang aus…
… diese Werkzeuge braucht es dazu…
… und das ist das erste Resultat…
… was wegen all den Brombeerranken nicht ganz ohne Schrammen abgeht!
Intakte Landschaft
Ich empfinde es als wohltuend, in einer intakten, vielseitigen Kulturlandschaft zu leben. Das hügelige, ländliche Gers wird von Norden gegen Süden von einer Anzahl Bächen oder Flüsschen durchquert, die mit Ausnahme des Adour alle in die Garonne münden. Unser Ruisseau La Oeyte auf der südlichen Seite und der Ruisseau d’Embarrut auf der nördlichen Seite unseres Heimwesens (die während des Sommerhalbjahres allerdings meist völlig ausgetrocknet sind) münden in den Arrats, der seinerseits stark maändrierend Richtung Norden in die Garonne und damit schlussendlich in den Atlantik fliesst. Die Bäche sind durch Hecken und Krautsäume begleitet und tragen viel bei zur Artenvielfalt und einer vielgestaltigen Landschaft.
Tal des Arrats, Blick vom Schlosshügel Castelnau Barbarens Richtung Norden, am oberen Bildrand in der Mitte ist unsere Ferme.
Zu Besuch…
… für ein paar Tage bei Bauernkollegen in der Toscana. Es ist fast wie in der Gascogne: herrliche Landschaften, Natur pur, tonreiche Böden…
Später mehr.
Erderwärmung
Inzwischen wurden schon in 32 französischen Departementen wegen der anhaltenden Trockenheit Wasserrestriktionen erlassen.
In unseren Getreidefeldern werden die Bodenspalten immer breiter (5 cm) und tiefer (20 cm)!
Es gibt jetzt hin und wieder Gewitter, aber bisher haben die Regenwolken uns leider immer ausgespart.
Der Landwirtschaftsminister spricht schon davon, dass das Stroh dieses Jahr vollumfänglich für die Tierfütterung verwendet werden müsse und nicht in den Boden eingearbeitet werden dürfe!
Der Nachbar sagt: „Wenn du jetzt auf dem Feld dein Sackmesser fallen lässt wirst du es nicht mehr finden…“
Kirschenzeit – Le Temps des Cerises
Seit anfangs Mai gibt es bei uns Kirschen zum Zmorge, zum Znüni, zum Zmittag, zum Zvieri und zum Znacht…. 😉
So früh sind die süssen Früchte noch nie gereift. Im Berner Seeland waren wir früher immer so anfangs Juli in den alten Kirschbäumen und auf endlos langen Holzleitern.
Das trockene warme Wetter hat offenbar mitgeholfen, dass die Kirschbäume dieses Jahr ausgesprochen üppig Früchte tragen. Dazu kommt, dass im Gegensatz zu den vorangehenden Jahren die Vögel sonderbarer Weise die Kirschen in Ruhe lassen!
Die schönste Blumenwiese der Welt
Devant notre porte…
… eine unvergleichliche Blumenvielfalt…
… mit unzähligen Orchideen…
…darunter Exemplare die Sie garantiert noch nie gesehen haben!
Es stinkt in der Schweiz
„Bewilligung für den Bau einer Masthalle erteilt“
„Der Regierungsstatthalter hat die Bewilligung zum Bau einer Hühnermasthalle in Niederried erteilt. Der Bau, 60 Meter lang, 25 Meter breit, mit Platz für 17 000 Masthühner, darf somit erstellt werden. Acht Einsprachen zum Baugesuch wurden abgewiesen, eine Petition an die Gemeinde negativ beantwortet. Die Einsprecher fürchten starke Geruchsimmissionen sowie die Veränderung des Ortsbildes und zweifelten die Zonenkonformität an.
Das Regierungsstatthalteramt hatte alle Einsprachegründe in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen untersucht und für unbegründet erachtet: Sowohl der Berner Heimatschutz als auch das Amt für Berner Wirtschaft und das Amt für Gemeinden und Raumordnung stimmten dem Vorhaben zu. Alternativstandorte seien diskutiert worden, teilte das Regierungsstatthalteramt mit. Dabei habe sich aber herausgestellt, dass der Bauherr über kein anderes geeignetes Land verfüge. Sowohl der Anwalt mehrerer Einsprecher als auch ein Einsprecher selber konnten noch keine Auskunft darüber geben, ob sie den Entscheid an die nächste Instanz weiterziehen werden.“
(Meldung aus dem Bieler Tagblatt von heute 12.4.2011)
Kommentar:
Es fällt mir auf, dass an diesen schönen Frühlingstagen die Freude am Draussensitzen in Gartenwirtschaften im schönen Schweizerländli arg getrübt wird durch den bestialischen Gestank von Söibschütti und anderen Exkrementen aus der Intensivtierhaltung.
Kaum zu glauben, dass in diesem Land weite Bevölkerungskreise krankmachende Ammonniakimmissionen erleiden müssen, nur weil die SVP-Landwirtschaftsoberen meinen, man müsse die Massentierhaltung in unserem dicht besiedelten Land weiter ausdehnen!
Geflissentlich wird verschwiegen, dass ein Grossteil des Kraftfutters für diese „Wertschöpfung“ aus Brasilien oder wer weiss woher importiert wird.
Die Schweiz ist ein Grasland, Milch und Fleisch liesse sich vernünftig auf einheimischer Futterbasis produzieren ohne dass damit die Luft verpestet und der Boden überdüngt würde.
Weniger wäre mehr kann ich dazu nur sagen: weniger Direktzahlungen für Grossbauern, weniger Masthallen, weniger Söibschütti und dafür mehr intakte Landschaft, mehr Rücksicht auf die Umwelt und schliesslich mehr Lebensqualität für Mensch und Tier!
Nachwuchs
Auf dem Biohof Inselmatt hat es viel Nachwuchs gegeben. Nicht nur acht neue Kälber in der Mutterkuhherde…
… sondern auch sechs attraktive südafrikanische Burenziegen (Boer goat) tummeln sich neuerdings auf der Frühlingsweide!






















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