AUSWANDERERBLOG

Hocheinfahrt

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Juni 22, 2012

Die sog. Hocheinfahrt ist ein charakteristisches Merkmal der grossen Berner Bauernhäuser. Früher sprengte man eindrücklich mit Pferdegespann die Getreide- und Heufuder hinauf in die Hocheinfahrt. Später wurden die schweren Fuder mit dem Traktor die steile Rampe hinauf gestossen.
Die Traktoren werden schwerer, die gepressten Stroh und Heuballen auch, – so dass die Balken und Bretter stärker und dicker werden müssen, um den wachsenden Anforderungen zu genügen.

Kilian hat die „Ifahrt“ saniert und mit neuen Holzladen ausgestattet um die Futter- und Strohlagerung weiterhin über den Ställen zu ermöglichen.

Heuen, heuen, heuen…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 16, 2012

Während in Paris ein neuer Premierminister und 34 neue MinisterInnen ernannt werden, wird hier in der France rurale immer noch von früh bis spät geheuet…

Heuet

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 14, 2012

Heu mähen von morgen früh bis abends spät (nur die Luzerne, nicht die Orchideenwiesen)…

… und hoffen, dass das schöne Wetter eine Woche anhält!

Hackstriegeln

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 12, 2012

Einsatz des Hackstriegels (Hatzenbichler) zur Unkrautbekämpfung im Sonnenblumenfeld (4-Blatt-Stadium). Gegen Disteln ist allerdings kein Kraut gewachsen…

Bienenschwarm

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 2, 2012

Nach nur zwei Tagen hat das Bienenvolk seine „Zweitwohnung“ schon wieder verlassen. Der avisierte Imker kam zu spät, um das Volk mit Königin einzufangen. Alles was heute morgen bleibt, ist eine weisse, kleine Bienenwabe und ein paar wenige Bienen die offenbar (noch) nicht mit ihrem Volk abgereist sind…

Affaire à suivre…

Schwarmbienen auf Wohnungssuche

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 30, 2012

Gestern habe ich ein nicht gerade alltägliches Naturschauspiel erlebt. Ich war vor dem Haus am Lesen…

… und habe bemerkt, dass einige Bienen herumschwirrten. Nach und nach wurden es immer mehr und ich hörte einen anschwellenden Lärm wie von einem Auto oder Flugzeug, bis plötzlich ein grosser Bienenschwarm richtiggehend den Himmel verdunkelte (zum Glück hatten die Bienen es nicht auf mich abgesehen….)!

Der wilde Tanz dauerte etwa eine halbe Stunde bis sich die Brummer langsam beruhigten und sich mehr und mehr unter einer hervorstehenden Kalkfelsensimse zu einer Traube zusammenschlossen.

Im laufe des Abends hat sich das Bienenvolk dann langsam zu einer schön geformten Kolonie zusammengefunden…

Natürlich bin ich gespannt, ob die Tiere jetzt da bleiben wollen, oder ob es sich bei ihrem Nestplatz nur um eine vorübergehende „Zweitwohnung“ handelt. Ich habe ihnen jetzt schon mal eine Wassertränke organisiert… Heute morgen sind sie jedenfalls noch da.

Bio-Sonnenblumen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 26, 2012

Vor knapp drei Wochen gesät, laufen die Sonnenblumen nun langsam auf. Gefährdet durch Schädlinge (Schnecken…), Unkraut, Witterung… müssen sich die kleinen Pflänzchen einen Platz an der Sonne erobern.
Ich mache jetzt jeden Tag eine Flurbegehung um die Fortschritte zu dokumentieren und über Pflegemassnahmen zu entscheiden. Schneckenkörner, Pestizide und mineralische Dünger sind natürlich nicht erlaubt.

Traktorenreise

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 20, 2012

Um eine Traktoren-Reparaturwerkstatt aufzusuchen, macht man hier in der dünn besiedelten France profonde schon mal eine kleine Weltreise auf schmalen Nebenstrassen (sehr zum Ärger der schnelleren automobilen Verkehrsteilnehmer…). Je nach Traktorenmarke sind das dann schon mal gut 30 bis 60 km im Schneckentempo ( max 40 kmh).
Dafür hat man bei diesem Regenwetter Zeit, die Landschaft und die schönen französischen Platanenalleen zu geniessen.

Schaden behoben, die hydraulische Gangschaltung (Dynashift) funktioniert wieder! 6,5 Stunden main d’euvre agricole à 45 €/h. Gesamtkosten 620.19 € TTC.

Biokontrolle

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 14, 2012

Das ist der Biokontrolleur von ecocert . Er hat mir für das laufende Jahr die Biolizenz erneuert und die einzelnen Produkte zertifiziert. Ecocert ist eine weltweit tätige, private Zertifizierungsorganisation, die hier im Gers (L’Isle Jourdain) ihren Hauptsitz hat.

Die jährliche Biokontrolle ist unter anderem Grundlage für die Pac-Direktzahlungen (politique agraire commune = gemeinsame Agrarpolitik der EU). Die entsprechenden Formulare, Plangrundlagen mit Parzellenverzeichnis habe ich diese Woche beim zuständigen Departement eingereicht (telepac).

Die Direktzahlungen pour le „maintien du bio“ betragen je nach Kultur 80 bis 100 €uro pro Hektare. Die übrigen, historischen Beiträge (DPU = Droit payement unique) betragen auf unserer Ferme 140 €uro po Hektare. Insgesamt macht das rund 15’000 €uro staatliche Zahlungen pro Jahr für den 70 ha grossen Bio-Ackerbaubetrieb.

Ohne diese staatlichen Zuschüsse wären die meisten Familienbetriebe defizitär. Allerdings ist es sehr fragwürdig, dass an einzelne, gut strukturierte Grossbetriebe in der EU (und in der Schweiz) jährliche Beiträge von mehreren hunderttausend €uro ausgerichtet werden. Eine Plafonierung der Direktzahlungen auf beispielsweise 50’000 € pro Betrieb wäre längst fällig, würde das EU-Budget entlasten und den Trend zu immer grösseren Betrieben bremsen.

Alle Jahre wieder…

Saat Sonnenblumen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 5, 2012

Insgesamt säe ich heuer 20 Hektaren Bio-Sonnenblumen.

Die alte Occasion-Einzelkornsämaschine Nodet habe ich für nur 1200 €uro gekauft…

…dafür muss man bei Reparaturen improvisieren, weil die Ersatzteile fehlen…

… ich staune über mich selber…

…dass ich bisher jeden Schaden selber beheben konnte!