Bohnen
Reichliche Niederschläge im Laufe des Winters haben dafür gesorgt, dass sich die Gascogne zur Zeit sehr grün präsentiert. Unsere 20 Hektaren Bio-Féveroles sind gesund und kräftig und versprechen eine gute Ernte.
Agent Orange
Das Wetter ist schön, die Vögel singen und die Bäume blühen was das Zeug hält. Ideale Bedingungen für einen unbeschwerten Maibummel!
Aber halt, auffallend viele Äcker sind gelb, die Pflanzen zu Tode gespritzt, Folge einer Radikalkur mit einem Totalherbizid, damit die Unkräuter im neuen Saatbett keine Chance mehr haben.
Das sieht nicht schön aus und erinnert an das im Vietnamkrieg von den Amerikanern eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange!
Störend ist, dass diese Anbaupraxis sogar noch staatlich gefördert wird: die Direktsaat ohne aufwendige mechanische Bodenbearbeitung ist nur durch den grossflächigen Einsatz von Roundup möglich!
Ich schätze, dass zur Zeit 5 bis 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche so rigoros behandelt werden. Wenn Sie’s nicht glauben, dann achten Sie mal auf die gelblichen Kulturlandflächen in der Landschaft!
Wetten, dass zur Zeit in der Schweiz pro Jahr mehr Herbizide ausgebracht werden, als während des ganzen Vietnamkrieges!
Ich stelle mir die Oekologisierung anders vor!
Bienensterben
Endlich hat die EU entschieden, gewisse Pestizide die das Bienensterben mitverursachen, in den nächsten Jahren zu verbieten! Die Schweiz muss unbedingt sofort nachziehen, wenn sie den guten Ruf ihrer landwirtschaftlichen Produktion nicht verlieren will!!
Endlich: Frühjahrsweide auf der Inselmatt
Endlich beginnt auch die Weidezeit im Berner Seeland
Die Angus/Aubrac Herde geniesst die Frühjahrsweide genauso…
… wie die Gruppe der Burenziegen!
Tomaten, Pomme d’oro, Paradiesapfel…
Die im Gewächshaus aufgezogenen Tomatensetzlinge sind verpflanzt, die Selbstversorgung ist, so Petrus will, gewährleistet!
Hier soll eine Hecke gepflanzt werden
Unsere Nachbarn wollen ihre Pferdeweide mit einer Hecke umgeben. Mit Hilfe der Organisation Arbre et paysage ist das hier leicht zu realisieren.
Zuerst wird der Boden mit dem Grubber gelockert…
… die Schollen dann mit der Kreiselegge fein gemacht…
…schliesslich mit dieser einfachen Maschine, die „Arbre et Paysage“ zu Verfügung stellt, die abbaubaren Kunststofffolien (hergestellt aus Zuckerrüben) auf den Boden verlegt…
… und schon ist alles bereit um die Stauden zu pflanzen! „Arbre et Passage“ organisiert freiwillige Pflanzgruppen, so dass das Ganze schon schon fast in ein Dorffest ausmündet…
Agronomen und Botaniker
Die Agronomen haben viel dazu beigetragen, dass die Pflanzen immer ertragreicher werden. Der Erfolg des Futteranbaus beispielsweise wird gemessen am Gewicht von Trockensubstanz pro Hektare oder Proteingehalt usw.. Mit ausgeklügelten Sorten, gezielter Düngung, Bewässerung und Schnittzeitpunkt werden grosse Erträge erzielt.
Das kann dann etwa so aussehen…
Je älter ich werde, umso weniger interessieren mich die agronomischen Komponenten der Pflanzenproduktion. Wichtiger für mich werden Pflanzenvielfalt (Biodiversität), Schönheit, Farbe, Geruch…. Blumenwiesen statt tetraploide Raigräser, Margritten, Söiblumen und Orchideen statt nur saftiges Grün.
Mehr Botanik, weniger Agronomie!



















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