Broyen
Broyen ist französisch und bedeutet Pflanzenreste (Stroh, Getreidestoppeln, Gras, Luzerne usw.) häckseln, damit diese anschliessend als Gründüngung in die Ackerkrume eingearbeitet werden können. Da sich seit einem Jahr praktisch kein Heu mehr verkaufen lässt broye ich auch grössere Luzerneflächen. Dafür habe ich seit zwölf Jahren keine Düngemittel zugekauft, auch keine organischen Dünger (z.Bsp. buchon de plume) die im Biolandbau zugelassen wären.
Moissonner…
… bei drohendem Gewitter (alerte orange!)
Bioweizen tonnenweise…
Tag-und Nachtschicht…
in Frankreich… und in der Schweiz!
Stinkwanze (Nezara viridula)
Nymphe der südlichen Stinkwanze
http://de.wikipedia.org/wiki/Nezara_viridula
Wer nur hat diesem schönen Insekt einen so wüsten deutschen Namen gegeben?
KulturLandiVerlust: Wie die Bauern-Firma sündigt
„Zu den obersten Geboten der Fenaco gehört der haushälterische Umgang mit landwirtschaftlich nutzbarem Boden“, sagt Fenaco-Präsident Lienhard Marschall laut einem Artikel unter dem Titel „Mit Augenmass bauen“, der im Herbst 2012 auf der Fenaco-Homepage veröffentlicht wurde.
Entweder gilt das Wort des Präsidenten nichts oder schon nicht mehr, oder dann ist das eine Selbstberuhigungspille in einer Zeit in der sich die Besitzer der Fenaco-Landi Gruppe, die Bauern, gerne hervortun mit besorgten Wortschwällen zum Kulturlandschutz. Die Lobag, der konservative bernische Bauernverband hat sich gar – in der Not frisst der Teufel Fliegen – mit den Grünen zusammengetan, um eine Kulturlandinitiative zu lancieren.

Wenn man nämlich einfach mal Landi und Neubau in die Suchmaschine eingibt, kommt einem ein ebenso umfangreicher Schwall von Bildern mit üblen einstöckigen kulturlandfressenden Landi-Bauprojekten entgegen, dazu gehören immer eine Tankstelle und ein ausgedehnter Laden, alles natürlich einstöckig und architektonisch bestens geeignet, um die Landschaft zu verschandeln. Dazu ein paar zufällig ausgewählte Beispiele: Landi Rüederswil BE (siehe den Auftakt oben, hier links ein Bild von den Bauarbeiten und rechts…
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Die Ernte hat begonnen
Überall sind sie jetzt wieder im Einsatz: die Mähdrescher! Tag und Nacht-Arbeit, höchstens unterbrochen durch gelegentliche Gewitterregen. Die Kulturen stehen schön und versprechen eine gute Ernte. Raps, Gerste, Weizen, Hafer Dinkel, Roggen….Frankreich ist ein grosser Getreideexporteur.
Waldweiden
Man nennt sie hier Landes, die lockeren Eichenwälder die in den heissen Sommermonaten eine ideale Waldweide für die vielen Mutterkuhherden darstellen. Allerdings ist die Beweidung vielerorts zurückgegangen, so dass viele Landes rasch verbuschen. Damit geht natürlich auch die Artenvielfalt zurück und die Orchideen werden spärlicher…
Um dem vorzubeugen, versuche ich mit dem Broyeur verschiedene Flächen offen zu halten
(Rundweg, Sonnenweg, Dr.Gusti-Egliweg, Hohle Gasse, Schnäggehügu, Eichenhostet… usw…..
… ein heikles Unterfangen mit der grossen Maschine im dichten Eichenwald….
Teiche
In Frankreich werden Teiche und Feuchtgebiete in der Agrarlandschaft (zum Glück) rigoros geschützt. Auf unserem Hof gibt es drei kleinere Teiche wobei zwei davon in den Sommermonaten regelmässig austrocknen. Biologinnen einer speziellen departementalen Organisation (ADASEA) kontrollieren sporadisch, ob die staatlichen Empfehlungen (regelmässiger Aushub um die Verlandung zu vermeiden, Pufferzonen, Wasserqualität) denn auch eingehalten werden. Die detaillierten Erhebungen über Fauna und Flora soll zeigen, ob die Biodiversität aufrecht erhalten werden kann.
Biologinnen an der Arbeit.




















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